Personenkomitee "Unser Heer": Unser Bundesheer braucht mehr Profis

Hannes Androsch startet Initiative für Abschaffung der Wehrpflicht

Wien (OTS) - Um in der aktuellen Diskussion über die Wehrpflicht "dem Mut zur logischen und sinnvollen Veränderung zum Durchbruch zu verhelfen" gab Dr. Hannes Androsch heute bekannt, das "Personenkomitee Unser Heer" ins Leben zu rufen. "Die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht war zu ihrer Zeit richtig, doch im friedlichen Europa von heute ist ein Zwangsdienst für jährlich etwa 46.000 junge Menschen nicht mehr begründbar," so der Initiator.

Mit seiner Erfahrung und dem Wissen, dass Reformen viel Überzeugungsarbeit bedürfen, möchte sich der Industrielle aktiv in die Debatte um das Berufsheer einmischen - gemeinsam mit Mitstreiter/innen. In den nächsten Wochen werden Unterstützer/innen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen vorgestellt, die sich für ein professionelles Freiwilligenheer aussprechen. Dazu Androsch: "Aus vielen persönlichen Gesprächen weiß ich, dass kaum noch jemand einen Zwangsdienst für sinnvoll hält. Viele junge Menschen, aber auch Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, der Politik und dem Bundesheer haben mich in diesem Vorhaben bestätigt." Dieses erfolgt mit dem Verständnis, dass bei der Rekrutierung eine entsprechende Selektion erfolgt und eine professionelle Ausbildung samt Maßnahmen in Hinblick auf eine spätere zweite Karriere sichergestellt werden. Dementsprechend sind auch das Dienstrecht zu ändern, die Heeresstrukturen zu straffen sowie die erforderlichen finanziellen Ressourcen bereitzustellen. Zudem sind alle Maßnahmen für einen professionellen Zivildienst und Einheiten für den Katastropheneinsatz zu treffen.

Politische Plattform mit offenen Türen

Eine zentrale Aussage des Personenkomitees ist, dass unser Bundesheer Profis braucht, um seinen Aufgaben gewachsen zu sein. "Die neuen Bedrohungsszenarien für Österreich - z. B. Katastrophen, Terrorangriffe oder Cyberattacken - verlangen nach gut ausgebildeten SpezialistInnen. Keine dieser schwierigen und gefährlichen Aufgaben unseres Heeres kann von jungen Rekruten erfüllt werden, die höchstens sechs Monate Ausbildung hinter sich haben," heißt es dazu auf der Webseite des Komitees.

Androsch betonte, dass es sich beim "Personenkomitee Unser Heer" um eine "politische Plattform mit offenen Türen" handeln würde. "Es ist gut, dass die SPÖ dieses Anliegen unterstützt, bei diesem Thema darf aber nicht Parteipolitik im Vordergrund stehen. Maßgeblich muss sein, was das Beste für unser Land ist. Deshalb lade ich alle Mutbürger ein, diese Reformbestrebungen zu unterstützen," so Androsch.

In einem ersten Schritt macht die Initiative mit Inseraten in mehreren Tageszeitungen auf sich aufmerksam, ab nächster Woche soll verstärkt auf Facebook für die Abschaffung der Wehrpflicht geworben werden.

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