- 07.09.2012, 14:58:25
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Angleichung verschafft Frauen bessere Job-Chancen und höhere Pensionen
WKÖ-Zehetner begrüßt den Vorstoß Wögingers, Frauenpensionsalter vorzeitig anzuheben, und plädiert für offene und konstruktive Diskussion
Utl.: WKÖ-Zehetner begrüßt den Vorstoß Wögingers,
Frauenpensionsalter vorzeitig anzuheben, und plädiert für
offene und konstruktive Diskussion=
Wien (OTS/PWK602) - "Eine raschere Erhöhung des
Pensionsantrittsalters der Frauen und damit die komplette Angleichung
an jenes der Männer nicht erst 2033 ist für die Frauen eine Chance,
keine Strafe," begrüßt Elisabeth Zehetner, Bundesgeschäftsführerin
von Frau in der Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ),
den Vorstoß August Wögingers (ÖAAB), das Frauenpensionsalter
vorzeitig anzuheben. Eine Angleichung des Antrittsalters für beide
Geschlechter ist nach derzeitigem Fahrplan erst im Jahr 2033
erreicht. Die Folgen für Frauen sind vergleichsweise niedrige
Ansprüche aus dem Pensionssystem.
Die Wirtschaft fordert daher eine raschere Umsetzung der geplanten
Anhebung, damit berufstätige Frauen bei den Pensionsansprüchen besser
gestellt werden. "Eine solche Anhebung würde nicht nur den
Einkommensunterschied zu Männern reduzieren, sondern auch die
Pensionen von Frauen erhöhen", betont Zehetner. Denn das niedrige
Pensionsalter verringere das Lebenseinkommen in der Aktivzeit,
schmälere die Chancen älterer Frauen am Arbeitsmarkt und führe zu
niedrigeren Pensionen, da den Frauen die besten Jahre verloren gehen.
Auch im Hinblick auf die Karrierechancen ist eine raschere
Angleichung von Frauen für Zehetner sinnvoll: "Wer auf der einen
Seite - zu Recht - mehr Frauen in Führungsverantwortung sehen will,
kann sie nicht auf der anderen Seite mit 60 in den Ruhestand schicken
wollen."
Dass die ÖGB Frauen die Anhebung von vorn herein rigoros ablehnen,
ist für Zehetner "absolut nicht nachvollziehbar". Ein klares Ja kommt
von der WKÖ zu begleitenden und unterstützenden Maßnahmen und
selbstverständlich zur weiteren Verbesserung der Rahmenbedingungen
für Familien, wie etwa den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen.
"Wir wollen aber auch eine offene und ehrliche Diskussion über die
rasche Harmonisierung des Antrittsalters führen", stellt Zehetner
klar.
Aus Sicht der Wirtschaft soll eine frühzeitige Angleichung des
unterschiedlichen gesetzlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und
Männern, die etwa auch von den Experten des WIFO gefordert wird,
eines von mehreren Mosaiksteinen einer längst überfälligen
umfassenden Pensionsreform sein. "Wir sind es den heute 30-jährigen
Frauen wie Männern in unserem Land schuldig, ein nachhaltig
finanzierbares, transparentes und gerechtes Pensionssystem zu
schaffen", appelliert Zehetner abschließend für eine umfassende
Reform des Pensionssystems. (ES)
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