Angleichung verschafft Frauen bessere Job-Chancen und höhere Pensionen

WKÖ-Zehetner begrüßt den Vorstoß Wögingers, Frauenpensionsalter vorzeitig anzuheben, und plädiert für offene und konstruktive Diskussion

Wien (OTS/PWK602) - "Eine raschere Erhöhung des Pensionsantrittsalters der Frauen und damit die komplette Angleichung an jenes der Männer nicht erst 2033 ist für die Frauen eine Chance, keine Strafe," begrüßt Elisabeth Zehetner, Bundesgeschäftsführerin von Frau in der Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), den Vorstoß August Wögingers (ÖAAB), das Frauenpensionsalter vorzeitig anzuheben. Eine Angleichung des Antrittsalters für beide Geschlechter ist nach derzeitigem Fahrplan erst im Jahr 2033 erreicht. Die Folgen für Frauen sind vergleichsweise niedrige Ansprüche aus dem Pensionssystem.

Die Wirtschaft fordert daher eine raschere Umsetzung der geplanten Anhebung, damit berufstätige Frauen bei den Pensionsansprüchen besser gestellt werden. "Eine solche Anhebung würde nicht nur den Einkommensunterschied zu Männern reduzieren, sondern auch die Pensionen von Frauen erhöhen", betont Zehetner. Denn das niedrige Pensionsalter verringere das Lebenseinkommen in der Aktivzeit, schmälere die Chancen älterer Frauen am Arbeitsmarkt und führe zu niedrigeren Pensionen, da den Frauen die besten Jahre verloren gehen. Auch im Hinblick auf die Karrierechancen ist eine raschere Angleichung von Frauen für Zehetner sinnvoll: "Wer auf der einen Seite - zu Recht - mehr Frauen in Führungsverantwortung sehen will, kann sie nicht auf der anderen Seite mit 60 in den Ruhestand schicken wollen."

Dass die ÖGB Frauen die Anhebung von vorn herein rigoros ablehnen, ist für Zehetner "absolut nicht nachvollziehbar". Ein klares Ja kommt von der WKÖ zu begleitenden und unterstützenden Maßnahmen und selbstverständlich zur weiteren Verbesserung der Rahmenbedingungen für Familien, wie etwa den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen. "Wir wollen aber auch eine offene und ehrliche Diskussion über die rasche Harmonisierung des Antrittsalters führen", stellt Zehetner klar.

Aus Sicht der Wirtschaft soll eine frühzeitige Angleichung des unterschiedlichen gesetzlichen Pensionsantrittsalters von Frauen und Männern, die etwa auch von den Experten des WIFO gefordert wird, eines von mehreren Mosaiksteinen einer längst überfälligen umfassenden Pensionsreform sein. "Wir sind es den heute 30-jährigen Frauen wie Männern in unserem Land schuldig, ein nachhaltig finanzierbares, transparentes und gerechtes Pensionssystem zu schaffen", appelliert Zehetner abschließend für eine umfassende Reform des Pensionssystems. (ES)

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