VP-Holdhaus: Skandalös! Sima setzt 28 Abfallberater vor die Tür

MA 48 hat soziale Mitarbeiterverantwortung nicht erfüllt

Wien (OTS) - "Es ist erschreckend wie die rot-grüne Stadtregierung, im konkreten Fall Stadträtin Sima, die sich eigentlich immer das Mäntelchen des sozialen Mitgefühls umhängt, mit Mitarbeitern der MA 48 umgeht" Mit dieser Aussage nimmt ÖVP Wien Umweltsprecherin Gemeinderätin Karin Holdhaus auf die heutigen Aussagen in der Fragestunde des Wiener Gemeinderates und auf die bisherige Vorgangsweise der Stadt Wien im Zusammenhang mit den nach jahrelanger Laufzeit ohne Grund plötzlich nicht mehr verlängerten Arbeitsverhältnisse der Abfallberater der MA 48 Bezug. "Es kann nicht sein, dass man hochqualifizierte Abfallberater nach jahrelanger Tätigkeit monatelang in Unsicherheit wiegt, sie dann vor die Tür setzt und gleichzeitig Scheinverhandlungen führt um ihnen dann mangelnde Gesprächsbereitschaft vorzuwerfen. Das ist einfach unsozial und unmenschlich", so Holdhaus.

Umso unverständlicher sei diese Vorgangsweise, da im rot-grünen Koalitionsabkommen sogar die strikte Einhaltung der sozialrechtlichen Standards für die Mitarbeiter festgeschrieben ist. Angesichts der den Abfallberatern zu teil werdenden Behandlung könne von einer Umsetzung dieser Maxime keine Rede sein. Durch die fehlende Bereitschaft, sich mit den ehemaligen Mitarbeitern zu einigen, gefährde man auch die Erreichung der Ziele der Müllvermeidung, weil es seit Sommer eine lediglich reduzierte Abfallberatung in Wien gebe. Gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass im derzeit begutachteten aktuellen Abfallwirtschaftsplan der Stadt Wien notwendiger Weise auf Beratung im Sinne der Abfallvermeidung sehr großes Augenmerk gelenkt werden muss, ist dies untragbar.

Hier auf dem Rücken der Mitarbeiter und auf Kosten der Umweltqualität Wiens einen arbeitsrechtlichen Streit auszutragen, helfe jedenfalls niemanden. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang wäre der Umstand, dass die Stadt Wien von der Verwertungswirtschaft einen durchaus beachtlichen Personalkostenzuschuss bekomme und daher ohne weiters ohne große Belastung für das Stadtbudget ordentliche Gehälter für die Abfallberater zahlen könnte. "Erstaunlicherweise wurde dieses Faktum von Stadträtin Sima verneint und auf notwendige Sparmaßnahmen der Stadt Wien verwiesen. Tatsächlich stellt die Altstoff Recycling Austria AG laut Vertrag rund 700.000 Euro pro Jahr Personalkostenzuschuss für Abfallberaterinnen und -berater der Stadt Wien zur Verfügung. In diesem Zusammenhang scheint es skandalös, dass diese Mitarbeiter entweder vor die Tür gesetzt werden oder ihnen "unmoralische" Vertragsbedingungen angeboten werden", schloss Holdhaus.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto: presse.klub@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0003