WIENWOCHE STELLT PROGRAMM 2012 VOR

Kulturprojekt vom 21. September bis 7. Oktober 2012 spürt aktuellen Lebensweisen der Wienerinnen und Wiener nach. Schauplätze vom Bezirksmuseum bis zur Rosa Lila Villa.

Wien (OTS) - Von 21. September bis 7. Oktober 2012 präsentiert sich das neue Kulturprojekt WIENWOCHE der Öffentlichkeit. Nach einer Ausschreibung hat der WIENWOCHE-Beirat im Frühjahr mit dem Leitungsteam in öffentlicher Sitzung die Mitwirkenden ausgewählt. 29 Gruppen arbeiten seither an gemeinsamen Projekten zu den fünf Themenschwerpunkten "Geschichte neu schreiben", "Raum umverteilen", "Agieren", "Soundpolitik machen" und "Involviert berichten".

Bei über 70 Einzelterminen an 17 Tagen an über 40 Veranstaltungsorten stellen die Gruppen ihre Arbeit dem Publikum vor. Alle Veranstaltungen sind kostenlos zugänglich. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf gesellschaftskritischen Aktionsformen in Kunst, Kultur und Aktivismus. WIENWOCHE 2012 zeigt zahlreiche Beispiele selbstermächtigten kulturellen Handelns in Wien auf - einer Stadt, deren Alltag längst jenseits von Staatsopernglanz und Heurigenseeligkeit stattfindet.

Die Bandbreite reicht dabei von Performances in öffentlichen Verkehrsmitteln über Musik im Waschsalon bis zu geführten Radtouren zu den Konflikt"feldern" der Wiener Landwirtschaft. Bei den Veranstaltungsorten setzt WIENWOCHE auf die Aneignung etablierter Orte und die Vorstellung alternativer Schauplätze: Das Österreichische Museum für Volkskunde, ein Bezirksmuseum und öffentliche Räume wie der Matzleinsdorfer Platz sind ebenso vertreten wie Orte der Selbstorganisation, etwa das Lesben- und Schwulenhaus "Rosa Lila Villa" und das neuere Hausprojekt "Planet 10".

Mit dem Lastenfahrrad "Raum umverteilen"

Der Schwerpunkt "Raum umverteilen" fragt danach, wer Zugang zum öffentlichen Raum hat, wer ihn nutzen und gestalten kann. Das Publikum wird die Stadt und ihre öffentlichen Güter spielerisch "erfahren" - bei geführten Fahrradtouren oder beim "experimentellen Spaziergang" über den Matzleinsdorfer Platz. Ein Lastenfahrrad wird als verbindendes Element zwischen den Projekten eingesetzt. Es transportiert junge Obstbäume zur Eröffnung von WIENWOCHE im Ostarrichi-Park, wo diese von Kuserutzky Klan und StadtfruchtWien als "Urban Commons" gepflanzt werden. Oder es liefert die Lebensmittel für das gemeinsame Mahl beim kulinarischen Drama "Wien wie es isst" von AgrarAttac.

Nicht nur Migrations-"Geschichte neu schreiben"

Wer darf sich wie in die Geschichte einschreiben, und wer soll sie um- und neu schreiben können? Das sind die Leitfragen des Arbeitsschwerpunkts "Geschichte neu schreiben". Arif Akkilic und Ljubomir Bratic reklamieren mit ihrer Kampagne die Einrichtung eines "Archivs der Migration". Nach 50 Jahren "Gastarbeiter"-Migration drängen sie auf die institutionelle Verankerung von Migrant_innen und ihrer Geschichte im öffentlichen Gedächtnis. Tal Adler und Karin Schneider wiederum präsentieren ein Reise-Panorama durch das geschichtspolitische Selbstverständnis Österreichs.

Für ein weltweites bedingungsloses Grundeinkommen "agieren"

Am 5. Oktober schlagen 9 Wiener Percussion-Gruppen "1000 Trommeln" im Rhythmus des menschlichen Herzens. Das Konzert im Wiener Märzpark ist Auftakt einer längerfristig angelegten Kampagne für ein weltweites bedingungsloses Grundeinkommen. Der Tag des Grundeinkommens soll künftig jedes Jahr in verschiedenen Städten der Welt begangen werden und für ein menschenwürdiges Existenzminimum für alle werben. Die Aktivitäten zum Thema Grundeinkommen sind Teil des WIENWOCHE-Schwerpunkts "Agieren". Bei der "Messe für Arbeit und Arbeitslosigkeit" in der Arbeiterkammer werden Bündnisse zwischen Arbeitssuchenden und Erwerbstätigen geschmiedet. Inputs und Workshops zu Arbeit(slosigkeit) und sozialen Rechten stehen dabei ebenso auf dem Programm wie ein partizipatives Theaterstück und ein dokumentarischer Kurzfilm.

Mit dem prekären Leben beschäftigen sich auch die "WienWaschWochen" im Waschsalon "schnell und sauber" beim Urban-Loritz-Platz. Eröffnet werden diese am 28. September mit Live-Performances. Einen Tag später, am 29. September, rocken die all-female Punk-Bands reizend und Aivery vom Pink Noise Girls Rock Camp die Waschbühne. Die Termine sind Teil des Schwerpunkts "Soundpolitik machen."

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WIENWOCHE 2012

Datum: 21.9. - 7.10.2012

Ort:
Wien

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