• 07.09.2012, 10:30:31
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WIENWOCHE STELLT PROGRAMM 2012 VOR

Kulturprojekt vom 21. September bis 7. Oktober 2012 spürt aktuellen Lebensweisen der Wienerinnen und Wiener nach. Schauplätze vom Bezirksmuseum bis zur Rosa Lila Villa.

Utl.: Kulturprojekt vom 21. September bis 7. Oktober 2012 spürt
aktuellen Lebensweisen der Wienerinnen und Wiener nach.
Schauplätze vom Bezirksmuseum bis zur Rosa Lila Villa.=

Wien (OTS) - Von 21. September bis 7. Oktober 2012 präsentiert sich
das neue Kulturprojekt WIENWOCHE der Öffentlichkeit. Nach einer
Ausschreibung hat der WIENWOCHE-Beirat im Frühjahr mit dem
Leitungsteam in öffentlicher Sitzung die Mitwirkenden ausgewählt. 29
Gruppen arbeiten seither an gemeinsamen Projekten zu den fünf
Themenschwerpunkten "Geschichte neu schreiben", "Raum umverteilen",
"Agieren", "Soundpolitik machen" und "Involviert berichten".

Bei über 70 Einzelterminen an 17 Tagen an über 40
Veranstaltungsorten stellen die Gruppen ihre Arbeit dem Publikum vor.
Alle Veranstaltungen sind kostenlos zugänglich. Der Schwerpunkt des
Programms liegt auf gesellschaftskritischen Aktionsformen in Kunst,
Kultur und Aktivismus. WIENWOCHE 2012 zeigt zahlreiche Beispiele
selbstermächtigten kulturellen Handelns in Wien auf - einer Stadt,
deren Alltag längst jenseits von Staatsopernglanz und
Heurigenseeligkeit stattfindet.

Die Bandbreite reicht dabei von Performances in öffentlichen
Verkehrsmitteln über Musik im Waschsalon bis zu geführten Radtouren
zu den Konflikt"feldern" der Wiener Landwirtschaft. Bei den
Veranstaltungsorten setzt WIENWOCHE auf die Aneignung etablierter
Orte und die Vorstellung alternativer Schauplätze: Das
Österreichische Museum für Volkskunde, ein Bezirksmuseum und
öffentliche Räume wie der Matzleinsdorfer Platz sind ebenso vertreten
wie Orte der Selbstorganisation, etwa das Lesben- und Schwulenhaus
"Rosa Lila Villa" und das neuere Hausprojekt "Planet 10".

Mit dem Lastenfahrrad "Raum umverteilen"

Der Schwerpunkt "Raum umverteilen" fragt danach, wer Zugang zum
öffentlichen Raum hat, wer ihn nutzen und gestalten kann. Das
Publikum wird die Stadt und ihre öffentlichen Güter spielerisch
"erfahren" - bei geführten Fahrradtouren oder beim "experimentellen
Spaziergang" über den Matzleinsdorfer Platz. Ein Lastenfahrrad wird
als verbindendes Element zwischen den Projekten eingesetzt. Es
transportiert junge Obstbäume zur Eröffnung von WIENWOCHE im
Ostarrichi-Park, wo diese von Kuserutzky Klan und StadtfruchtWien als
"Urban Commons" gepflanzt werden. Oder es liefert die Lebensmittel
für das gemeinsame Mahl beim kulinarischen Drama "Wien wie es isst"
von AgrarAttac.

Nicht nur Migrations-"Geschichte neu schreiben"

Wer darf sich wie in die Geschichte einschreiben, und wer soll sie
um- und neu schreiben können? Das sind die Leitfragen des
Arbeitsschwerpunkts "Geschichte neu schreiben". Arif Akkilic und
Ljubomir Bratic reklamieren mit ihrer Kampagne die Einrichtung eines
"Archivs der Migration". Nach 50 Jahren "Gastarbeiter"-Migration
drängen sie auf die institutionelle Verankerung von Migrant_innen und
ihrer Geschichte im öffentlichen Gedächtnis. Tal Adler und Karin
Schneider wiederum präsentieren ein Reise-Panorama durch das
geschichtspolitische Selbstverständnis Österreichs.

Für ein weltweites bedingungsloses Grundeinkommen "agieren"

Am 5. Oktober schlagen 9 Wiener Percussion-Gruppen "1000 Trommeln"
im Rhythmus des menschlichen Herzens. Das Konzert im Wiener Märzpark
ist Auftakt einer längerfristig angelegten Kampagne für ein
weltweites bedingungsloses Grundeinkommen. Der Tag des
Grundeinkommens soll künftig jedes Jahr in verschiedenen Städten der
Welt begangen werden und für ein menschenwürdiges Existenzminimum für
alle werben. Die Aktivitäten zum Thema Grundeinkommen sind Teil des
WIENWOCHE-Schwerpunkts "Agieren". Bei der "Messe für Arbeit und
Arbeitslosigkeit" in der Arbeiterkammer werden Bündnisse zwischen
Arbeitssuchenden und Erwerbstätigen geschmiedet. Inputs und Workshops
zu Arbeit(slosigkeit) und sozialen Rechten stehen dabei ebenso auf
dem Programm wie ein partizipatives Theaterstück und ein
dokumentarischer Kurzfilm.

Mit dem prekären Leben beschäftigen sich auch die
"WienWaschWochen" im Waschsalon "schnell und sauber" beim
Urban-Loritz-Platz. Eröffnet werden diese am 28. September mit
Live-Performances. Einen Tag später, am 29. September, rocken die
all-female Punk-Bands reizend und Aivery vom Pink Noise Girls Rock
Camp die Waschbühne. Die Termine sind Teil des Schwerpunkts
"Soundpolitik machen."

Alle Informationen und Pressematerialien zu Programm,
Veranstaltungen und Teilnehmer_innen auf
www.wienwoche.org

WIENWOCHE 2012

 Datum:   21.9. - 7.10.2012
 Ort:     Wien

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