26. Alpbacher Finanzsymposium: Die Finanzierung der Realwirtschaft

Veranstalter Dr. Hannes Enthofer, zur Finanzierung der Realwirtschaft in CEE

Alpbach (OTS) - Inhaltliche Einstimmung auf die Vorstandsdiskussion am 5. Oktober 2012 in Alpbach:

Die Erfahrung aus der Krise 2008/09 war, dass die CEE Länder besonders hart vom Abschwung getroffen wurden. Die in der Region tätigen Unternehmen mit Sitz außerhalb von CEE haben sich auf ihr Stammwerk, ihre Zentrale, zurückgezogen und die Aufträge, soweit vorhanden, wurden in reduziertem Ausmaß an die Unternehmen in CEE weitergegeben. Nach der Stabilisierung der Wirtschaftskrise kam die Schulden- und die damit verbundene Bankenkrise. Banken sollen sicherer gemacht werden, daher verlangt der Gesetzgeber eine höhere Eigenmittelausstattung. Eigenkapital wird zum raren Gut. Darüber sind auch viele Banken, insbesondere in den Schuldenstaaten, liquiditätsmäßig nur mit Unterstützung der EZB (Europäische Zentralbank) in der Lage, ihrer Finanzierungsfunktion nachzukommen. Fazit: Banken sind sehr vorsichtig geworden, hüten ihr Kapital und ihre Liquidität. Es ist wieder ein ähnlicher Effekt wie in der Wirtschaftskrise sichtbar: Im Kernland werden die bestehenden (guten) Kunden gehalten. In der CEE-Region kämpft man darum, den Status zu halten. Es scheint so, als ob das, mit der Ausnahme von Polen, nicht gelingen würde.

Die EU hat schon in der Krise 2008/09 gegengesteuert, auch diesmal war man vorbereitet. EIB (European Investment Bank) und EIF (European Investment Fond) bieten den CEE-Ländern umfangreiche Finanzierungsunterstützung. Der EIF beispielsweise bietet den Banken für die CEE-Länder günstige Garantieprogramme, bei denen er bis zu 70% des First Loss des Neukreditgeschäfts garantiert. Darüber hinaus wird mit der Aufsicht daran gearbeitet, die Kredittranchen der Banken, die durch die EIF-Garantie wesentlich geringere Ausfallswahrscheinlichkeiten haben, auch beim Eigenkapital zu entlasten. Das ist bisher mit der österreichischen Bankaufsicht gelungen, in den betroffenen CEE-Ländern wird intensiv verhandelt. Alles mit dem Ziel die Finanzierung und damit den Zugang der Wirtschaft zu Krediten in den CEE-Ländern aufrecht zu erhalten.
Wie gut kann die CEE-Finanzierung aufrechterhalten werden? Greifen die Programme der Europäischen Union? Wie ist der Ausblick auf Kreditfinanzierung und Wirtschaftswachstum im europäischen "Emerging Markets"? Antworten darauf erwarten wir uns von der Panel Diskussion der wichtigsten CEE-Banken mit Unternehmensvertretern beim Alpbacher Finanzsymposium.

Nähere Information zur Veranstaltung und Anmeldung unter:
Alpbacher Finanzsymposium: http://www.ots.at/redirect/financetrainer

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