Pendlerförderung durch Pendlereuro muss rasch umgesetzt werden

Neuformation der Pendlerinitiative Austria für die nächsten vier Jahre

Wien (OTS/FCG) - Bei der heute, Donnerstag, stattgefundenen Generalversammlung der Pendlerinitiative Austria stellten die Pendlersprecherinnen und Pendlersprecher aus allen Bundesländern rund um Obmann Franz Gosch die Weichen für die nächsten vier Jahre. "Wir haben uns neu formiert und die Schwerpunkte für die Arbeit in den nächsten vier Jahren festgelegt, denn die Anliegen der 1,8 Millionen Pendlerinnen und Pendler brauchen dieses Sprachrohr, das in allen Bundesländern vertreten ist", so Franz Gosch, der heute einstimmig in seinem Amt als Obmann der Pendlerinitiative Austria bestätigt wurde.

"Wir wollen das Modell des 'Pendlereuros' vorantreiben und schlagen anstatt des derzeit geltenden Lohnsteuerfreibetrags durch das Pendlerpauschale eine Direktförderung für Pendlerinnen und Pendler vor. Das Modell ist unschlagbar einfach, bringt mehr Transparenz, und jeder kann sich seinen Förderbetrag selbst ausrechnen", so Gosch.

Das Modell ist ein wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit bei der Förderung der Pendlerinnen und Pendler. "Mit dem 'Pendlereuro' sollen sowohl Autofahrerinnen und Autofahrer mit mindestens 500 Euro und höchstens 2.600 Euro pro Jahr unterstützt werden, als auch jene Pendlerinnen und Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Diese sollen einen Förderbetrag zwischen 600 Euro und 1.400 Euro erhalten. Auch Teilzeitkräfte sowie jene, die keine Lohnsteuer bezahlen, sollen vom Modell des 'Pendlereuro' profitieren", so Gosch.

"Ein weiterer Schwerpunkt der Pendlerinitiative Austria wird der Kampf gegen die ständig steigenden Treibstoffpreise sein. Hier muss sich die Politik endlich kreative Lösungen überlegen, denn es kann und darf nicht sein, dass Beschäftigte, die auf ihr Auto angewiesen sind, um zum Arbeitsplatz zu kommen, vor der Frage stehen, ob sie es sich noch leisten können, die Kosten dafür aufzubringen. Hier muss schnell und rasch reagiert werden. Die Pendlerinitiative Austria wird - wie auch in der Vergangenheit - mit kreativen Aktionen auf den Handlungsbedarf aufmerksam machen", kündigt Gosch Aktionen gegen die ständig steigenden Treibstoffpreise an.

"Aber nicht nur die steigenden Treibstoffpreise sind ein Problem, dem sich die Pendlerinitiative Austria in der nächsten Zeit annehmen wird, auch die steigende Stressbelastung der Pendlerinnen und Pendler nimmt zu. Hier kommen mehrere Faktoren zusammen. Auf der einen Seite die immer schlechter werdenden öffentlichen Verbindungen im ländlichen Raum, die unpünktlichen Öffis sowie die dadurch sinkende Freizeit, die eigentlich zur Erholung dienen sollte. Auch hier muss entgegengesteuert werden. Wir wollen nicht, dass die Arbeitslosigkeit und Krankstände zunehmen, also müssen wir den Beschäftigten auch zu einer entsprechenden Work-Life-Balance verhelfen. Das geht nur, wenn wir auch die An- und Abreise zum Arbeitsplatz in einem Rahmen ermöglichen, der vertretbar ist und nicht Stunden dauert, weil man mit den Öffis Umwege fahren muss, oder diese erst gar nicht bzw. unpünktlich kommen", fasst Gosch den letzten Schwerpunkt für die 1,8 Millionen Pendlerinnen und Pendler zusammen.

Service - Information zur Berechnung des Pendlereuros

Die Kilometeranzahl einer einfachen Fahrtstrecke multipliziert mit 40 ergibt den Netto-Förderungsbetrag pro Jahr. Zusätzlich gibt es eine Beschränkung nach oben und nach unten, also mindestens 500 Euro und höchstens 2.600. Für die derzeitige kleine Pendlerpauschale (öffentliches Verkehrsmittel zumutbar) sieht das Modell eine Förderung von 600 Euro bis zu 1.400 Euro vor. Das Modell heißt deshalb "Pendler-Euro", weil dabei die Förderbeträge im ersten Jahr mit eins bzw. einem Euro multipliziert werden, in den Folgejahren wird die Teuerung bzw. Inflation bei diesem Euro in der Multiplikation angerechnet, um die Förderhöhe jedes Jahr anpassen zu können.

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Pendlerinitiative Austria
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