- 06.09.2012, 13:49:26
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Pendlerförderung durch Pendlereuro muss rasch umgesetzt werden
Neuformation der Pendlerinitiative Austria für die nächsten vier Jahre
Utl.: Neuformation der Pendlerinitiative Austria für die nächsten
vier Jahre=
Wien (OTS/FCG) - Bei der heute, Donnerstag, stattgefundenen
Generalversammlung der Pendlerinitiative Austria stellten die
Pendlersprecherinnen und Pendlersprecher aus allen Bundesländern rund
um Obmann Franz Gosch die Weichen für die nächsten vier Jahre. "Wir
haben uns neu formiert und die Schwerpunkte für die Arbeit in den
nächsten vier Jahren festgelegt, denn die Anliegen der 1,8 Millionen
Pendlerinnen und Pendler brauchen dieses Sprachrohr, das in allen
Bundesländern vertreten ist", so Franz Gosch, der heute einstimmig in
seinem Amt als Obmann der Pendlerinitiative Austria bestätigt wurde.
"Wir wollen das Modell des 'Pendlereuros' vorantreiben und schlagen
anstatt des derzeit geltenden Lohnsteuerfreibetrags durch das
Pendlerpauschale eine Direktförderung für Pendlerinnen und Pendler
vor. Das Modell ist unschlagbar einfach, bringt mehr Transparenz, und
jeder kann sich seinen Förderbetrag selbst ausrechnen", so Gosch.
Das Modell ist ein wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit bei der
Förderung der Pendlerinnen und Pendler. "Mit dem 'Pendlereuro' sollen
sowohl Autofahrerinnen und Autofahrer mit mindestens 500 Euro und
höchstens 2.600 Euro pro Jahr unterstützt werden, als auch jene
Pendlerinnen und Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Diese sollen einen Förderbetrag zwischen 600 Euro und 1.400 Euro
erhalten. Auch Teilzeitkräfte sowie jene, die keine Lohnsteuer
bezahlen, sollen vom Modell des 'Pendlereuro' profitieren", so Gosch.
"Ein weiterer Schwerpunkt der Pendlerinitiative Austria wird der
Kampf gegen die ständig steigenden Treibstoffpreise sein. Hier muss
sich die Politik endlich kreative Lösungen überlegen, denn es kann
und darf nicht sein, dass Beschäftigte, die auf ihr Auto angewiesen
sind, um zum Arbeitsplatz zu kommen, vor der Frage stehen, ob sie es
sich noch leisten können, die Kosten dafür aufzubringen. Hier muss
schnell und rasch reagiert werden. Die Pendlerinitiative Austria wird
- wie auch in der Vergangenheit - mit kreativen Aktionen auf den
Handlungsbedarf aufmerksam machen", kündigt Gosch Aktionen gegen die
ständig steigenden Treibstoffpreise an.
"Aber nicht nur die steigenden Treibstoffpreise sind ein Problem, dem
sich die Pendlerinitiative Austria in der nächsten Zeit annehmen
wird, auch die steigende Stressbelastung der Pendlerinnen und Pendler
nimmt zu. Hier kommen mehrere Faktoren zusammen. Auf der einen Seite
die immer schlechter werdenden öffentlichen Verbindungen im
ländlichen Raum, die unpünktlichen Öffis sowie die dadurch sinkende
Freizeit, die eigentlich zur Erholung dienen sollte. Auch hier muss
entgegengesteuert werden. Wir wollen nicht, dass die Arbeitslosigkeit
und Krankstände zunehmen, also müssen wir den Beschäftigten auch zu
einer entsprechenden Work-Life-Balance verhelfen. Das geht nur, wenn
wir auch die An- und Abreise zum Arbeitsplatz in einem Rahmen
ermöglichen, der vertretbar ist und nicht Stunden dauert, weil man
mit den Öffis Umwege fahren muss, oder diese erst gar nicht bzw.
unpünktlich kommen", fasst Gosch den letzten Schwerpunkt für die 1,8
Millionen Pendlerinnen und Pendler zusammen.
Service - Information zur Berechnung des Pendlereuros
Die Kilometeranzahl einer einfachen Fahrtstrecke multipliziert mit 40
ergibt den Netto-Förderungsbetrag pro Jahr. Zusätzlich gibt es eine
Beschränkung nach oben und nach unten, also mindestens 500 Euro und
höchstens 2.600. Für die derzeitige kleine Pendlerpauschale
(öffentliches Verkehrsmittel zumutbar) sieht das Modell eine
Förderung von 600 Euro bis zu 1.400 Euro vor. Das Modell heißt
deshalb "Pendler-Euro", weil dabei die Förderbeträge im ersten Jahr
mit eins bzw. einem Euro multipliziert werden, in den Folgejahren
wird die Teuerung bzw. Inflation bei diesem Euro in der
Multiplikation angerechnet, um die Förderhöhe jedes Jahr anpassen zu
können.
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