• 05.09.2012, 10:33:21
  • /
  • OTS0066 OTW0066

bfi Wien ExpertenClub: "Feel the Change!" Wie die Gefühlswelt das Management auf Trab hält

Dr. Klaus Doppler, führender Experte für Change Management im deutschsprachigen Raum, war zu Gast beim beliebten Vernetzungs-Event des bfi Wien.

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3316/ Im Bild
v.l.n.r.: Dr. Valerie Höllinger (kaufm. Geschäftsführerin des bfi
Wien), Dr. Klaus Doppler (Change-Experte)

Utl.: Dr. Klaus Doppler, führender Experte für Change Management im
deutschsprachigen Raum, war zu Gast beim beliebten
Vernetzungs-Event des bfi Wien.=

-------------------------------------------------------
       --         Diese Meldung wurde korrigiert            --
       --      Neufassung in Meldung OTS0167 vom  06.09     --
       -------------------------------------------------------

Wien (OTS) - Zahlreiche PersonalmanagerInnen, ProkuristInnen,
VerkaufsleiterInnen und GeschäftsführerInnen aus unterschiedlichen
Branchen fanden sich am 4. September 2012 zum ExpertenClub des bfi
Wien ein. Die in Kooperation mit der Buchhandlung Manz stattfindende
Veranstaltungsreihe widmete sich zum dritten Mal in Folge dem
"Change Management". Nach den Möglichkeiten eines "Change" für die
Personalentwicklung und den Chancen der strategischen Veränderung
für das Recruiting wurde ein weiterer Aspekt beleuchtet. Das bfi
Wien hatte mit Dr. Klaus Doppler einen renommierten Vortragenden zu
Gast, der das Publikum unter dem Titel "Feel the Change!" in seinen
Bann zog.

"Es geht heute um das, was alle bewegt, wenn wir Veränderungen
steuern: Um die wechselnden Gefühle aller Beteiligter", stellte Dr.
Valerie Höllinger, kaufmännische Geschäftsführerin des bfi Wien, zur
Begrüßung fest. "Um Leidenschaften und Ängste von MitarbeiterInnen
und Führungskräften, um Emotionen, die jeweils unterschiedlich zum
Ausdruck kommen - manchmal sehr direkt, manchmal verschlüsselt."
Gerade für Führungskräfte, die einem "Change" entgegen sehen oder
mittendrin stecken, ist laut Höllinger essentiell, Gefühle und
Stimmungslagen des Umfelds wahrzunehmen und richtig zu deuten bzw.
mit den passenden Steuerungswerkzeugen darauf zu reagieren. So sei
ein positiver Projekterfolg zu erwirken und könnten MitarbeiterInnen
in ihrem Fortkommen gefördert werden.

Der "Change" muss bewusst eingeleitet werden

Klaus Doppler begann mit einem persönlichen Change. Als Absolvent
eines Theologiestudiums musste er feststellen, dass die Arbeit im
Kirchenumfeld "nicht mein Weg" war, weshalb er das
Psychologiestudium bis zur Promotion anhängte sowie eine
psychoanalytische Ausbildung und die Ausbildung zum Trainer für
Gruppendynamik machte. Schon bald wurde er als Berater und
Organisationsentwickler in Unternehmen geholt, um sich nach und nach
auf die Begleitung von Veränderungsprozessen - eben das "Change
Management" zu konzentrieren. Als augenscheinlichste Differenz
zwischen klassischer Organisationsentwicklung und "Change
Management" führt Doppler an, dass Letzteres "Veränderungsprozesse
gezielt einleitet".

Ein gelingender "Change", eine Neuorganisation des Unternehmens,
verlange den Abschied vom klassischen Führungsprinzip und starren
Hierarchien. "Jede Führung ist eine Form von Entmündigung", lautet
Dopplers provokante These. Die Menschen im Unternehmen müssten zum
selbstverantwortlichen Arbeiten ermutigt werden: "Die Verantwortung
liegt dort, wo die Handlung geschieht."

MitarbeiterInnen ernst nehmen, glaubwürdig bleiben

Spätestens hier bezieht sich Doppler auf den Titel der
Veranstaltung: Wer MitarbeiterInnen zur Veränderung motivieren will,
ist unweigerlich mit verschiedensten Emotionen konfrontiert - von
Ängsten und Bedenken über Widerwillen, Argwohn und Wut bis zu
vorsichtiger Zustimmung, Freude und Begeisterung. Ein häufiger
Fehler sei Sicherheit zu versprechen, die man nicht geben kann,
"womit wir bei der Glaubwürdigkeit sind". Er geht so weit zu
empfehlen, MitarbeiterInnen im Zweifel frühzeitig zur Suche nach
Jobalternativen anzuhalten, wenn die Zukunft des Unternehmens nicht
absehbar ist.

In puncto Glaubwürdigkeit müsse der Belegschaft auch klargemacht
werden, "was sie und das Unternehmen verlieren, wenn die nötige
Veränderung nicht kommt". Die Hintergründe des "Change" müssen
transparent sein - und ja, dabei dürfe bewusst mit Ängsten
gearbeitet werden. Allerdings müsse man auch Angebote machen: Wenn
MitarbeiterInnen glauben, das von ihnen erwartete nicht zu können,
dann muss es Coachings und Weiterbildungen geben.

Auch TreiberInnen des "Change" haben Ängste

Führungskräften rät Doppler weiters, nicht aus der Kommunikation
zu fliehen - denn natürlich sind auch die TreiberInnen des "Change"
mit Ängsten und anderen Emotionen konfrontiert.
MitarbeiterInnen-Versammlungen sind unumgänglich; Doppler rät,
keinen Monolog bzw. Frontalunterricht zu halten, sondern die
KollegInnen miteinander zu vernetzen, untereinander über die
drohende Ungewissheit diskutieren zu lassen und im Anschluss auf so
entstandene Fragen ernsthaft einzugehen.

Schlussendlich werde man, wenn wirklich große Veränderungen
anstehen, im besten Fall ein Drittel der Belegschaft gleich auf
seiner Seite haben, spricht Doppler aus Erfahrung. Ein weiteres
Drittel könnte zusammen mit dieser Minderheit wohl bald mit an Bord
geholt werden - bleibt ein weiteres Drittel zu knacken. Der
Change-Prozess müsse zu diesem Zeitpunkt längst angelaufen sein, so
Doppler: Alle in ein Boot holen zu wollen um dann zu starten, wäre
ein Fehler - damit komme man nicht ans Ziel. Der Experte schließt
nach gut 75 Minuten mit dem Hinweis: "Das Umfeld bestimmt das
Denken."

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3316/

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM /
Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BFI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel