• 03.09.2012, 11:15:04
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Horner: Nicht PensionistInnen, sondern die Millionäre zur Kasse bitten!

84 Prozent der OberösterreicherInnen für Reichensteuer

Utl.: 84 Prozent der OberösterreicherInnen für Reichensteuer=

Linz (OTS) - "Der Schlüssel zur Krisenbewältigung sind sicher nicht
Verschlechterungen bei den Pensionen, sondern eindeutig Millionärs-
bzw. Reichensteuern auf Supergagen und Vermögenszuwächse", stellt
SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Horner zu jüngsten Unkenrufen
"der üblichen Verdächtigen" aus dem Kreis konservativer
Wirtschaftsexperten fest. Bei einer aktuellen Umfrage sprachen sich
84 Prozent der Befragten dafür aus, dass Besserverdienende einen
höheren Beitrag leisten sollten.
Der sattsam bekannte deutsche Wirtschaftsforscher Bert Rürup sagte,
assistiert von seinem Österreich-Pendant Bernd Marin, am Wochenende
einmal mehr Österreich einen Zusammenbruch des Pensionssystems wegen
"Überalterung" voraus, wenn nicht radikal bei den Pensionen gekürzt
wird. "Jeden Sommer heult die Notsirene der Experten", reizte das
sogar ÖVP-Seniorenchef Kohl zum Widerspruch.
Horner: "Die Gutachten des Unkenrufers Rürup waren und sind stark in
Zweifel zu ziehen. Decken sich seine Expertisen doch immer mit denen
von Banken oder Finanzunternehmen wie der AWD-Holding von Carsten
Maschmeyer, der mit Rürup die MaschmeyerRürup AG betreibt, die
Versicherungen und Banken in Fragen der Alters- und
Gesundheitsvorsorge berät. Die Interessenslage des ehemaligen
Wirtschaftsweisen Rürup ist also klar",
"Die ÖsterreicherInnen werden immer älter, aber gleichzeitig werden
die Superreichen im Land immer reicher. Und genau da gilt es
anzusetzen. Nicht bei den Seniorinnen und Senioren, die ihren
Ruhestand, für den sie lange und hart gearbeitet und massiv Steuern
gezahlt haben, ein paar Jahre länger genießen können, sondern bei
denen, die ihr Geld arbeiten lassen und dafür kaum Steuern zahlen",
so der SP-Landesgeschäftsführer.
Dass die SPÖ Oberösterreich mit ihrer Langzeit-Forderung nach einer
Millionärssteuer mit der großen Mehrheit der Österreicherinnen und
Österreicher einer Meinung ist, belegt eine brandaktuelle Umfrage
des Linzer Instituts Jaksch und Partner. Danach sind in
Oberösterreich insgesamt 84 Prozent der Befragten (58 Prozent "Ja",
26 Prozent "eher Ja") dafür, dass Besserverdienende einen höheren
Beitrag zur Krisenbewältigung - über höhere
Sozialversicherungsbeiträge und "Reichensteuern" - leisten sollten.
Die
Zustimmung hält sich dabei nicht an Parteigrenzen: Sie ist bei
FP-Anhängern am höchsten, SPÖ-, ÖVP- und Grün-Sympathisanten liegen
nahezu gleichauf. Eine klare Mehrheit von 58 Prozent der
OberösterreicherInnen will bereits alle, die mehr als 300.000 Euro
im Jahr verdienen, höher besteuern, 30 Prozent sind für eine Grenze
von 500.000 Euro und sechs Prozent wollen eine Freigrenze von einer
Million Euro. "Höchste Zeit für Gerechtigkeit!", steht für Horner
fest.

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