• 03.09.2012, 09:22:40
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Terraristikbörse "Exotica": Spontankäufe ohne Wissen über anspruchsvolle Haltungsbedingungen

VIER PFOTEN fordert Verbot dieser Handelsplätze - Humoristische Aktion an der Donau

VIER PFOTEN Aktion "Keine Krokodile in die
Donau-Auen!"

Utl.: VIER PFOTEN fordert Verbot dieser Handelsplätze -
Humoristische Aktion an der Donau=

Wien/St. Pölten (OTS) - Auch bei der diesjährigen Terraristikbörse
"Exotica", die gestern, am 2. September, in St. Pölten stattfand,
haben viele Besucher exotische Tiere erworben, von deren Haltung sie
aufgrund unzureichender Informationen vor Ort viel zu wenig Ahnung
haben. Dies berichtet VIER PFOTEN-Kampagnenleiterin Nikola
Furtenbach, die auf der Messe Zeugin unzähliger Verkaufsgespräche
wurde. Außerdem, so Furtenbach, waren die Bedingungen, unter denen
die Tiere ausgestellt wurden, erneut katastrophal.

"Die Tiere waren, wie auch schon in den Jahren davor, in winzige
Boxen gepfercht, die absolut keine Bewegungsfreiheit erlaubten",
erzählt Furtenbach. Als zusätzlicher Stressfaktor werden die Tiere
auf solchen Börsen immer wieder angefasst oder aus ihren
Behältnissen herausgenommen. Sie sind einem enormen Geräuschpegel
ausgesetzt und haben in der Regel stundenlange Transporte vor und
hinter sich. "Leider sind solche Börsen in Österreich nach wie vor
völlig legal, was unserer Ansicht nach ein Skandal ist", kritisiert
Furtenbach.

Das Personal kümmert sich in der Regel nicht darum, ob Käufer
auch über die nötigen Voraussetzungen zur Haltung der
anspruchsvollen Tiere verfügen. "Jeder Laie kann sich exotische
Wildtiere anschaffen. Viele Arten kosten nur ein Taschengeld, was
die Gefahr von Spontankäufen erhöht. Eine junge Schlange, die
ausgewachsen bis zu 1,50 Meter lang wird, wurde zum Beispiel um nur
10 Euro angeboten. Dass dabei alle zukünftigen Halter die teils
erheblichen Folgekosten und die komplizierten Haltungsanforderungen
kennen, können wir nach diesem Lokalaugenschein ausschließen", so
Furtenbach.

Keine exotischen Wildtiere in Privathaushalten!

Generell haben exotische Wildtiere aus Tierschutz-, aber auch aus
Sicherheitsgründen in Privathaushalten nichts verloren, meint VIER
PFOTEN. Dies wurde erst vor kurzem wieder in Kärnten deutlich: Nicht
nur in der Drau wird nach einem wahrscheinlich ausgesetztem Krokodil
gesucht, auch im Lavanttal wurde nach einem anonymen Hinweis ein
Krokodil in Privatbesitz beschlagnahmt.

Die Tierschutzorganisation unterstützt auch den bereits im
Vorjahr an den zuständigen Minister Alois Stöger gerichteten
parlamentarischen Initiativantrag der Oppositionsparteien: Dem
zufolge soll der Kauf exotischer Tiere durch Private stark
eingeschränkt werden und außerdem ein Sachkunde-Nachweis
potenzieller Käufer verpflichtend werden. Tierbörsen wie die
"Exotica" sollen verboten werden.
Nikola Furtenbach: "Unsere Forderungen gehen allerdings darüber noch
hinaus: Wir wollen ein generelles Verbot von exotischen Tieren in
Privathaushalten - die Tiere können dort einfach nicht artgerecht
gehalten werden ."

VIER PFOTEN Aktion "Keine Krokodile in die Donau-Auen!"

VIER PFOTEN hofft nun, dass die damit befasste Arbeitsgruppe im
Tierschutzrat und Bundesminister Stöger die Anliegen der
Oppositionsparteien sowie der Tierschützer ernst nehmen und eine
entsprechende Änderung auf Gesetzesbasis im Sinne des Tierschutzes,
aber auch zur Erhöhung der Sicherheit der Bevölkerung vornehmen. Zur
Verstärkung ihres Anliegens und um die Bevölkerung auf humorvolle
Weise auf die Sicherheitsprobleme durch Exotenhaltung aufmerksam zu
machen, haben MitarbeiterInnen der Tierschutzorganisation am
Wochenende unter dem Motto "Keine Krokodile in die Donau-Auen!" mit
Plastikkrokodilen in der Donau posiert (siehe Foto anbei).

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM /
Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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