ORF III mit Glawoggers "Ameisenstraße" sowie Wilhelmers "Adams Ende" und unterwegs mit dem Künstlerduo Ramacher & Einfalt

Am 31. August im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Am Freitag, dem 31. August 2012, führt Michael Glawoggers "Ameisenstraße" im Rahmen des "Österreichischen Filmsommers" in ein altes Wiener Mietshaus und damit in ein skurriles wie witzig-liebevolles Wien-Panorama. Das Künstlerduo Ramacher & Einfalt besucht auch am Freitag wieder österreichische Künstlerkollegen, um mit ihnen über deren Werke zu sprechen -diesmal Gudrun Kampl und Deborah Sengl. "Adams Ende", vielbeachtetes Debüt des steirischen Regisseurs Richard Wilhelmer, mit Robert Stadlober in der Hauptrolle, beschließt den Hauptabend.

Der österreichische Filmsommer: "Die Ameisenstraße" (20.15 Uhr)

Im Rahmen des "Österreichischen Filmsommers" zeigt Kurator Karl Markovics Michael Glawoggers schrägen Film, der in der Tradition eines Johann Nestroy die Wienerinnen und Wiener porträtiert: selbst im Widerstand autoritätshörig und unverbesserlich auf die Vergangenheit bezogen. Ein altes Wiener Mietshaus, die Zeit ist nicht spurlos an ihm und seinen Bewohnern vorübergegangen. Es sind kleine Welten, die ein Besucher hier Stockwerk für Stockwerk entdecken kann; Querulanten, Sammler, Vergessene, Menschen mit Obsessionen, mit versteckten und offenen Leidenschaften. Doch dann hält zum ersten Mal der Tod Einzug und fegt durch das Stiegenhaus. Ein Film von Michael Glawogger mit Bibiana Zeller (Frau Gerhartl), Wolfgang Böck (Ernstl) und Maresa Hörbiger (Frau Halbgebauer).

Ramacher und Einfalt unterwegs - Künstler besuchen Künstler: "Gudrun Kampl und Deborah Sengl" (21.50 Uhr)

ORF III Kultur und Information begleitet das Künstlerduo auf seiner außergewöhnlichen Reise in die Ateliers der unterschiedlichsten Künstler unseres Landes. In der dritten Folge besuchen Ramacher & Einfalt die Künstlerin Gudrun Kampl. Die 1964 in Klagenfurt geborene Künstlerin hat an der Wiener Universität für angewandte Kunst bei Maria Lassnig studiert und in den vergangenen Jahren mit ihren ungewöhnlichen samtigen Textilobjekten Aufsehen erregt. Ob sie menschliche Organe aus Samt nachbaut, weiche Scherenschnittbilder fertigt oder mit Stoffbuchstaben Texte bildet - stets ist der Gegensatz zwischen dem wohligen Material und seiner ungewohnten Verwendung Teil der irritierenden Wirkung. Danach begeben sich Ramacher und Einfalt in das Atelier von Deborah Sengl. Sie ist die Tochter des Malers Peter Sengl und der Künstlerin Susanne Lacomb. Die Arbeiten Deborah Sengls kreisen um das Thema der Tarnung und der Täuschung. Sie überträgt Fragen nach Identität und der Maskerade auf das Tierreich und gestaltet mittels Malereien, Zeichnungen und Skulpturen ein komplexes Werk, das gerade in der heutigen Zeit, Assoziationen zum Rollenverhalten der menschlichen Gesellschaft und damit auch Kritik an diesem hervorruft.

Der österreichische Film: "Adams Ende" (22.20 Uhr)

Karl Markovics präsentiert den vielgelobten Erstling des steirischen Regisseurs Richard Wilhelmer mit Robert Stadlober in der Hauptrolle. Adam (Robert Stadlober) geht es eigentlich gut. Sein Job ist easy und gut bezahlt, die Beziehung mit Langzeitfreundin Anna (Eva-Maria May) zwar nicht mehr wirklich leidenschaftlich, aber okay. Adams Freund Conrad (David Winter) allerdings lebt dem braven Adam ein komplett anderes Leben vor, ohne Verantwortung, ohne Daueraufträge, ohne Freundin, dafür mit Sauftouren, Gelegenheitsjobs und One-Night-Stands. Für Adam wird Conrads Weigerung, erwachsen zu werden, zunehmend zur Provokation. Und dann ist da noch Carmen (Paula Kalenberg), die mit Conrad flirtet, zugleich aber Adam schöne Augen macht. Ein Wochenende zu viert soll helfen, die Köpfe freizubekommen. Doch dann eskaliert die freundschaftliche Idylle. Ein Film von Richard Wilhelmer mit Robert Stadlober, Paula Kalenberg, Jacob Matschenz, David Winter, Eva-Maria May, Peter Schulze.

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