- 29.08.2012, 09:35:08
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Telekom Austria Group-Studie: 7 von 10 ÖsterreicherInnen suchen sofort im Internet, wenn sie etwas nicht wissen
Wien/Alpbach (OTS) -
- Bedeutung der Medienkompetenz im digitalen Zeitalter steigt
erheblich
- Für unter 30-Jährige ist das Internet immer mehr
Hauptinformationsquelle
- Aber immer noch ein Viertel der ÖsterreicherInnen sind offline
- Medieninitiative "A1 Internet für Alle" bietet kostenlose
Internet-Workshops
- Evaluierung durch Wirtschaftsuniversität Wien: Initiative erreicht
"Internet-ferne" Gruppen
- Erfolgreiche Bilanz: Knapp 16.000 TeilnehmerInnen profitierten von
den Kursen
"Das Internet und seine umfassenden Möglichkeiten bewirken eine
rasche gesellschaftliche Veränderung. Mehr als 70% der
österreichischen Internet-NutzerInnen suchen laut unserer aktuellen
Studie sofort die gewünschten Informationen im Internet, wenn sie
etwas nicht wissen. Gleichzeitig haben aber fast 90% kein
vollständiges Vertrauen in die Informationen aus dem Internet",
erklärt Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria Group
und A1, und folgert: "Daher ist Medienkompetenz für den kompetenten
und selbstbewussten Umgang mit dem Internet mehr denn je
entscheidend. 'A1 Internet für Alle' ist unser Beitrag, um die
bisher von der digitalen Welt ausgeschlossenen Menschen mit dem
Internet vertraut zu machen." Ähnliche Initiativen der Telekom
Austria Group wurden mittlerweile von den Tochtergesellschaften
Si.mobil in Slowenien und Vip mobile in der Republik Serbien
ausgerollt.
Die Telekom Austria Group präsentierte gestern bei einem
Pressegespräch in Alpbach eine in ihrem Auftrag vom
Sozialforschungsinstitut SORA durchgeführte Studie, die sich mit der
Wissensaneignung der ÖsterreicherInnen im Internet detailliert
auseinandersetzt. Dabei wurden 800 ÖsterreicherInnen repräsentativ
befragt.
"Offliner" aus Mangel an Know-how. Und aus Überzeugung
Insgesamt gaben 26% aller Befragten an, privat das Internet nicht
zu nutzen. Davon geben wiederum 79% an, auch sonst keinen Zugang zum
Internet zu haben - das entspricht 21% der österreichischen
Gesamtbevölkerung. Hauptgründe für die digitale Abstinenz der
Offliner sind mangelndes Wissen über Internet bzw. Computer (22%),
aber auch die bewusste Entscheidung gegen das Internet zu Hause
(18%). Anschaffungskosten spielten dabei mit 7% eine sehr geringe
Rolle. Klare Anreize böten für die "Offliner" eine Kontrolle der
Inhalte des Internets bzw. eine Hilfestellung bei der Nutzung: 36%
bzw. 30% der "Offliner" würden das Internet unter diesen
Voraussetzungen eher nutzen. Nur 8% aller Befragten unter 30 Jahren
sind "Offliner".
Print und Fernsehen sind die führenden Informationsquellen - noch!
Für die ÖsterreicherInnen zählen Fernsehen und Zeitungen in den
Themenbereichen Politik, Wirtschaft und Lokales, Kultur &
Gesellschaft mit einem Anteil zwischen 55% und 67% zu den
Hauptinformationsmedien; das Internet als Informationsquelle
verwenden nur zwischen 11% und 19% der Befragten. Bei den
Themenblöcken Wissenschaft, Technik und Medizin liegt der Anteil der
ÖsterreicherInnen, die auf das Internet als Informationsquelle
zugreifen, bereits bei 30%.
In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen zeigt sich ein
deutlich anderes Bild: Hier informieren sich 52% bereits im Internet
über Themen von Wissenschaft, Technik und Medizin (versus 30% im
Gesamtsample). Und sogar doppelt so viele der jüngeren NutzerInnen
(wieder im Vergleich zum Gesamtsample) greifen bei den Themen Sport,
Lokales, Kultur & Gesellschaft auf das Internet zu. Für Jüngere ist
das Internet in diesen Bereichen bereits das
Hauptinformationsmedium.
Christoph Hofinger, wissenschaftlicher Leiter bei SORA:
"Medienkompetenz ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im digitalen
Zeitalter, denn das Internet ist die weitreichendste Innovation der
vergangenen Jahrzehnte - mit umfassenden Konsequenzen für die
Aneignung von Wissen. Die Nutzung der traditionellen Medien als
Informationsquelle ist nach wie vor sehr stark. Aber wir sehen auch
einen deutlichen Wandel: Bei den Jüngeren verlagert sich der
Informationserwerb in die Online-Welt." Mindestens mehrmals die
Woche gehen die ÖsterreicherInnen online, um sich gezielt
Informationen zu holen. Nach E-Mails abrufen (81%) sind
Nachrichtenkonsum (46%) und Recherche auf Nachschlagseiten wie
Wikipedia (44%) die Hauptaktivitäten im Internet.
Das Internet-Paradoxon: Hohe Nutzung, mehrere Endgeräte, aber wenig
Vertrauen
Die von SORA durchgeführte Telekom Austria Group-Studie
beinhaltet auch eine Nutzer-Typologie. Demnach teilen sich die
österreichischen InternetnutzerInnen in drei Gruppen: "Digital
Inexperienced", "Digital Advanced" und "Digital Professionals".
Die "Digital Inexperienced" sind im Durchschnitt über 60 Jahre
alt und gehen meistens anlassbezogen ins Internet. Ihr Anteil liegt
bei 26% aller InternetnutzerInnen. Die "Digital Advanced" sind mit
44% die größte Gruppe, ihr Durchschnittsalter liegt bei 43. Sie
surfen teilweise schon mit einem mobilen Endgerät und nutzen das
Internet nicht nur als Informationsquelle, sondern auch zur
Kommunikation, z.B. für soziale Netzwerke. Die "Digital
Professionals" machen 30% der NutzerInnen aus, ihr
Durchschnittsalter liegt bei 22 Jahren und rund die Hälfte ist noch
in Ausbildung. Die Mehrheit verfügt über zumindest zwei Endgeräte
und nutzt sie vor allem für die Kommunikation (soziale Netzwerke,
Voice over IP), aber auch als Informationsquelle. 57% von ihnen
gehen sofort online, um Informationen zu recherchieren, wenn sie
etwas nicht wissen. Und nur 19% von ihnen lesen lieber ein Buch oder
eine Zeitung als im Internet zu sein.
Die verstärkte Nutzung und Integration des Internets in den
Alltag wird unter anderem durch mobile Endgeräte vorangetrieben;
dabei ist ein klarer Trend zur Nutzung von Smartphones und Tablets
zu erkennen. Doch auch wenn das Internet vor allem den Jungen häufig
als schnelle Informationsquelle dient, wird das Netz von den
UserInnen hinsichtlich seiner Vertrauenswürdigkeit klar an letzter
Stelle platziert: Insgesamt 24% der Befragten sagen über sich
selbst, dass sie den Informationen aus dem Internet nie bzw. nur
selten trauen. Nur 7% der NutzerInnen vertrauen dem Internet immer.
Die höchsten Werte beim Vertrauen ("vertraue immer") genießen Lexika
mit 47% und der Bekanntenkreis mit 35% - dem Radio vertrauen 10%.
Bei den drei genannten Quellen sind die Misstrauenswerte
entsprechend gering: 7% im Bekanntenkreis, 8% bei Lexika und 14% bei
Radio.
Auffallend ist, dass 87% aller befragten UserInnen der Meinung
sind, dass die Menschen allgemein den Informationen aus dem Internet
zu sehr vertrauen. Daraus kann geschlossen werden, dass Inhalte im
Internet zwar gelesen werden, die Informationen aber - je nach
Quelle - eher skeptisch betrachtet werden. Um den Wahrheitsgehalt
einer Information beurteilen zu können, sind Erfahrung und
Medienkompetenz unabdingbar. Diese Notwendigkeit erkennen die
Befragten ganz klar: So meinen 57%, dass die Kinder schon in der
Volksschule lernen sollten, wie sie Informationen im Internet
richtig recherchieren und bewerten.
Rund 16.000 BesucherInnen nutzten das kostenlose Schulungsangebot
von "A1 Internet für Alle"
Die Schließung der digitalen Kluft und Erhöhung der
Medienkompetenz in Österreich ist auch erklärtes Ziel der Initiative
"A1 Internet für Alle". Im Rahmen des kostenlosen Schulungsangebotes
erlernen die TeilnehmerInnen die 4. Kulturtechnik beziehungsweise
jene Kompetenzen, die für eine aktive Teilnahme am Leben im
digitalen Zeitalter notwendig sind. Das NPO-Kompetenzzentrum der
Wirtschaftsuniversität Wien evaluiert "A1 Internet für Alle" und
bestätigt nun den erfolgreichen Start der Initiative: Über 1.100
Workshops wurden in den ersten zehn Monaten durchgeführt, davon rund
200 in Kooperation mit sozialen Einrichtungen und rund 150 "on Tour"
in Gemeinden in ganz Österreich. Die exakt 15.893 BesucherInnen
belegen das große Interesse an der CSR-Initiative. Das
Schulungsangebot erreicht viele Internetneulinge und Personen aus
herausfordernden ökonomischen Verhältnissen: 28% gaben an, vor ihrem
ersten Besuch bei "A1 Internet für Alle" das Internet noch nie
genutzt zu haben. Mit 35% der TeilnehmerInnen stellen die über
65-Jährigen die größte Altersgruppe unter den
IndividualbesucherInnen dar.
Erfolgsfaktoren: innovatives Konzept, Einbindung der A1
MitarbeiterInnen und Partner
Die Initiative überzeugte die WissenschaftlerInnen der WU Wien
unter anderem durch das innovative und offene Raumkonzept des A1
Campus, die Integration von Partnerorganisationen, die hervorragende
technische Ausstattung, den leichten und kostenlosen Zugang und die
österreichweite Verfügbarkeit. Aus pädagogischer Sicht hebt das
NPO-Kompetenzzentrum vor allem die auf unterschiedliche Zielgruppen
adaptierten Kurse und das breite Themenspektrum der angebotenen,
kostenlosen Schulungen positiv hervor. "A1 geht hier gemeinsam mit
seinen Kooperationspartnern aus dem Bildungsbereich völlig neue Wege
in der Vermittlung von Medienkompetenz, bei der die 'digitale Kluft'
zwischen UserInnen und Nicht-UserInnen von Computer und Internet
aufgelöst werden. Es wird zudem eine Brücke zwischen traditionell
getrennten pädagogischen Domänen geschlagen - den Schulen einerseits
und der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit andererseits",
kommentiert Eva More-Hollerweger, Vize-Direktorin des
NPO-Kompetenzzentrums der Wirtschaftsuniversität Wien.
Als weitere Stärke wird die Einbindung der A1 MitarbeiterInnen
hervorgehoben: Über 350 - vom Vorstand bis zum Lehrling - haben
bisher mitgewirkt. Laut NPO-Untersuchung geht es um den Spaß am
Umgang mit Menschen, einen sinnvollen gesellschaftlichen Beitrag und
das als wichtig eingeschätzte gesellschaftliche Engagement des
Arbeitgebers. MitarbeiterInnen können für maximal zwei Tage pro Jahr
im Rahmen ihrer Dienstzeit die TrainerInnen unterstützen und ihr
Wissen weitergeben. So wird ein intensives Betreuungsverhältnis
geschaffen und den Lernenden dadurch ermöglicht, sich ihrem
individuellen Lerntempo und den persönlichen Bedürfnissen
entsprechend zu entwickeln. Dies trägt zu einer hohen Zufriedenheit
bei - insgesamt 98% der TeilnehmerInnen würden die Workshops
weiterempfehlen. Die persönlichen Eindrücke der KursteilnehmerInnen
reichen von "Selbstbewusstsein gestärkt" über "Angst genommen" bis
hin zu "problemlos und ohne Hilfe Informationen gefunden". Die neuen
Kompetenzen ermöglichen den BesucherInnen der Kurse eine höhere
Selbstständigkeit im Alltag oder Beruf und damit eine Verbesserung
ihrer Lebenssituation.
"Wir gehen von einer langfristigen Wirkung der Initiative aus und
sehen im Angebot von 'A1 Internet für Alle' einen wesentlichen
Beitrag zur Schließung der digitalen Kluft in Österreich.
Entwicklungspotenzial sehen wir vor allem in einer intensiveren
Zusammenarbeit mit den LehrerInnen, noch stärker individualisierten
Inhalten innerhalb der Workshops beziehungsweise für die
Schulklassen sowie in der Entwicklung neuer Modelle, bei denen auch
das Lesen und Schreiben als Teil von Medienkompetenz spielerisch
gefördert werden", so More-Hollerweger.
Hannes Ametsreiter fasst zusammen: "Das digitale Zeitalter kommt
jetzt auch in der Institution Schule an - und damit wird
Medienkompetenz bei LehrerInnen wie auch bei SchülerInnen zu einer
absoluten Notwendigkeit. Digital aufbereitete und vermittelte
Schulinhalte, die auf die pädagogischen Bedürfnisse des Einzelnen
eingehen, sind für mich ein realistisches Szenario der nahen
Zukunft."
Für die Studie hat das SORA-Institut in Zusammenarbeit mit Jaksch
& Partner von 27.6. bis 18.7.2012 eine repräsentative Stichprobe von
800 ÖsterreicherInnen ab 16 Jahren telefonisch befragt.
Weitere Informationen:
Die Präsentation zu den Studienergebnissen, Bildmaterial und
O-Töne stehen unter folgendem Link zum Download bereit:
http://bit.ly/TpgL1B
Über die Telekom Austria Group
Die an der Wiener Börse notierte Telekom Austria Group ist als
führender Kommunikationsanbieter im CEE-Raum mit rund 23 Millionen
Kunden in acht Ländern tätig: in Österreich (A1), Slowenien
(Si.mobil), Kroatien (Vipnet), der Republik Serbien (Vip mobile) und
der Republik Mazedonien (Vip operator), Bulgarien (Mobiltel),
Weißrussland (Velcom) sowie in Liechtenstein (mobilkom
liechtenstein). Der Gesamtmarkt der acht Länder umfasst rund 41 Mio.
Einwohner. Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 16.800
MitarbeiterInnen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 einen
Umsatz von 4,45 Mrd. EUR. Das breit gefächerte Portfolio umfasst
Produkte und Dienstleistungen im Bereich Sprachtelefonie, Breitband
Internet, Multimedia-Dienste, Daten- und IT-Lösungen, Wholesale
sowie Payment-Lösungen.
Weitere Informationen unter http://www.telekomaustria.com und auf
Twitter http://twitter.com/TA_Group
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