• 28.08.2012, 10:18:45
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BSA: Neuerliche Absage an Zugangsbeschränkungen

Kein Kuhhandel mit dem Hochschulzugang

Utl.: Kein Kuhhandel mit dem Hochschulzugang=

Wien (OTS) - In Anbetracht der aktuellen Diskussionen erneuert der
Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und
KünstlerInnen (BSA) sein Bekenntnis zum freien und offen
Hochschulzugang: "Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten ist es
notwendig, in Bildung zu investieren, anstatt über neue Einsparungen
nachzudenken. Dabei darf Bildung weder von der Brieftasche oder der
Herkunft noch von Glück oder Zufall abhängig sein. Das
Bildungssystem darf nicht zur Lotterie verkommen. Wir sprechen uns
daher für den freien und offenen Hochschulzugang aus und damit
dezidiert gegen Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren", betont
BSA-Präsident Andreas Mailath-Pokorny.

"Noch immer ist nicht klar, ob überhaupt der letzte Coup im
Hochschulbereich - die Einhebung autonomer Studiengebühren durch
zahlreiche Unis - rechtlich gedeckt war, schon wird über die
nächsten Hürden diskutiert, die man Studierenden in den Weg legen
könnte. Der Hochschulzugang ist zu wichtig, um einem Kuhhandel zum
Opfer zu fallen. Vielmehr braucht es umfassende bildungspolitische
Reformen, die Teil einer Gesamtstrategie für den Bildungsbereich
sein müssen und zwar mit dem Ziel, das Bildungsniveau in Österreich
weiter anzuheben und Bildung möglichst allen zugänglich zu machen",
so BSA-Generalsekretärin Olivia Weiss.

Der BSA spricht sich in diesem Zusammenhang nicht nur für den
freien und offenen Hochschulzugang aus, sondern fordert weiter:

- Eine stufenweise Erhöhung der Budgetmittel für Universitäten und
Hochschulen auf zwei Prozent des BIP bis 2015 mit
studienplatzbezogenen Leistungsvereinbarungen.
- Eine bessere soziale Absicherung der Studierenden durch Ausweitung
des Stipendienwesens samt Erhöhung der Stipendien, echter
Inflationsanpassungen und Erweiterung des BezieherInnenkreises.
- Redemokratisierung der Universitäten durch Einführung eines
Faculty-Modells und verstärkte studentische Mitbestimmung im Senat
und in Kollegialorganen mit Beschlussrecht unterhalb der Senatsebene
sowie Wiedereinführung der Direktwahl der Bundesvertretung der
Österreichischen HochschülerInnenschaft.
- Eine Erhöhung der AkademikerInnenquote auf internationale
Standards.
- Ausbau der Studieninformation in der Sekundarstufe 2 und zwar
sowohl an Schulen als auch durch die Universitäten selbst (Für
SchülerInnen verständliche Informationen über Studienmöglichkeiten,
Übersichten, dazugehörige Berufsbilder und Berufschancen fehlen
derzeit).
- Verbesserung der Studienbedingungen durch bessere
Betreuungsverhältnisse an den Hochschulen und inhaltliche
Schwerpunktsetzungen.
- Erhöhung der Durchlässigkeit, sowohl zwischen den einzelnen
Hochschultypen, als auch innerhalb eines Hochschultyps.

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