BSA: Neuerliche Absage an Zugangsbeschränkungen

Kein Kuhhandel mit dem Hochschulzugang

Wien (OTS) - In Anbetracht der aktuellen Diskussionen erneuert der Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen (BSA) sein Bekenntnis zum freien und offen Hochschulzugang: "Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten ist es notwendig, in Bildung zu investieren, anstatt über neue Einsparungen nachzudenken. Dabei darf Bildung weder von der Brieftasche oder der Herkunft noch von Glück oder Zufall abhängig sein. Das Bildungssystem darf nicht zur Lotterie verkommen. Wir sprechen uns daher für den freien und offenen Hochschulzugang aus und damit dezidiert gegen Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren", betont BSA-Präsident Andreas Mailath-Pokorny.

"Noch immer ist nicht klar, ob überhaupt der letzte Coup im Hochschulbereich - die Einhebung autonomer Studiengebühren durch zahlreiche Unis - rechtlich gedeckt war, schon wird über die nächsten Hürden diskutiert, die man Studierenden in den Weg legen könnte. Der Hochschulzugang ist zu wichtig, um einem Kuhhandel zum Opfer zu fallen. Vielmehr braucht es umfassende bildungspolitische Reformen, die Teil einer Gesamtstrategie für den Bildungsbereich sein müssen und zwar mit dem Ziel, das Bildungsniveau in Österreich weiter anzuheben und Bildung möglichst allen zugänglich zu machen", so BSA-Generalsekretärin Olivia Weiss.

Der BSA spricht sich in diesem Zusammenhang nicht nur für den freien und offenen Hochschulzugang aus, sondern fordert weiter:

  • Eine stufenweise Erhöhung der Budgetmittel für Universitäten und Hochschulen auf zwei Prozent des BIP bis 2015 mit studienplatzbezogenen Leistungsvereinbarungen.
  • Eine bessere soziale Absicherung der Studierenden durch Ausweitung des Stipendienwesens samt Erhöhung der Stipendien, echter Inflationsanpassungen und Erweiterung des BezieherInnenkreises.
  • Redemokratisierung der Universitäten durch Einführung eines Faculty-Modells und verstärkte studentische Mitbestimmung im Senat und in Kollegialorganen mit Beschlussrecht unterhalb der Senatsebene sowie Wiedereinführung der Direktwahl der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft.
  • Eine Erhöhung der AkademikerInnenquote auf internationale Standards.
  • Ausbau der Studieninformation in der Sekundarstufe 2 und zwar sowohl an Schulen als auch durch die Universitäten selbst (Für SchülerInnen verständliche Informationen über Studienmöglichkeiten, Übersichten, dazugehörige Berufsbilder und Berufschancen fehlen derzeit).
  • Verbesserung der Studienbedingungen durch bessere Betreuungsverhältnisse an den Hochschulen und inhaltliche Schwerpunktsetzungen.
  • Erhöhung der Durchlässigkeit, sowohl zwischen den einzelnen Hochschultypen, als auch innerhalb eines Hochschultyps.

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