- 27.08.2012, 10:00:58
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Architektur-Biennale: BM Schmied, Kommissär Ritter und Architekt Tschapeller präsentierten heute den österreichischen Beitrag
Schmied: "Der österreichische Pavillon wird zu einem Ort der Reflexion und des kreativen Blicks nach vorne - Architektur als Motor und Spiegel der Gesellschaft."
Utl.: Schmied: "Der österreichische Pavillon wird zu einem Ort der
Reflexion und des kreativen Blicks nach vorne - Architektur
als Motor und Spiegel der Gesellschaft."=
Wien (OTS) - Heute präsentierten Kulturministerin Claudia
Schmied, Kommissär Arno Ritter und Architekt Wolfgang Tschapeller im
Rahmen einer Pressekonferenz in Venedig den österreichischen Beitrag
auf der 13. Internationalen Architekturausstellung la Biennale di
Venezia. Die Installation im Österreichischen Pavillon unter dem
Titel "Hands have no tears to flow. Reports from / without
Architecture" verschiebt die Wahrnehmung von Gebäuden und
konzentriert sich auf jene, die darin wohnen. Es sind keine Gebäude
zu sehen, sondern Figuren, genauer digitale Figuren oder digital
animierte Körperoberflächen.
"Als Kulturnation ist es uns wichtig einen Beitrag zum
zeitgenössischen Architekturdiskurs im Rahmen der Internationalen
Architektur-Biennale zu leisten. Kommissär Arno Ritter hat mit dem
Architekten Wolfgang Tschapeller sowie Rens Veltman und Martin
Perktold ein, interdisziplinär denkendes und handelndes Team aus
Architektur und Kunst zusammengestellt. Das österreichische Team
greift das die Nationen verbindende Generalthema "Common Ground" in
besonderer Weise auf und verknüpft im Ausstellungskonzept
wissenschaftliche Errungenschaften über den menschlichen Körper mit
der architektonischen Gestaltung der Zukunft. Der österreichische
Pavillon wird zu einem Ort der Reflexion und des kreativen Blicks
nach vorne - Architektur als Motor und Spiegel der Gesellschaft. Der
österreichische Beitrag unter dem Titel "Hands have no tears to
flow. Reports from / without Architecture" lädt Besucherinnen und
Besucher dazu ein, Architektur als soziales und kulturelles Phänomen
zu erfassen und unterschiedliche Sichtweisen sowie überraschende
Ansichten zu erfahren. Österreich präsentiert sich als offenes, dem
Diskurs verpflichtetes Kulturland und bietet mit dem
interdisziplinären Zugang neue Perspektiven im Grenzbereich zwischen
Architektur,Wissenschaft und Kunst", so Kulturministerin Dr. Claudia
Schmied.
Die in den letzten Jahrzehnten beschleunigte technologische
Entwicklung und die damit verbundenen wissenschaftlichen
Erkenntnisse, vor allem aber die "Bearbeitung" und die "Formung" des
menschlichen Körpers durch die Medizin und in den
Naturwissenschaften, waren Ausgangspunkt des Ausstellungs- und
Buchprojekts. Der Körper und der so genannte Geist als "Objekt" der
Forschung brachte zwar jenen wissenschaftlichen Fortschritt mit
sich, der unseren Alltag prägt und erkenntnistheoretisch realiter
unhintergehbar ist, aber grundlegende Fragen zur Zukunft des Humanen
offen lässt. Die Ausstellung wirft Fragen nach möglichen
Auswirkungen dieser Entwicklungen auf das architektonische Denken
und die Raumproduktion auf.
Schreiben wir die derzeitigen technologischen und
wissenschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Körper
weiter wie bisher, stellt sich die Frage, welche Rolle die
Architektur unter diesen Voraussetzungen spielen wird. Werden sich
die Architektur und der Umgang mit unseren Körpern soweit verändern,
dass beide Bereiche möglicherweise symbiotische Beziehungen eingehen
und damit ihre traditionelle Rolle aufgeben oder vertauschen werden?
Muss man die Architektur körperhafter, wie einen "lebenden"
Organismus denken, oder wird unser Körper zunehmend architektonisch
wie technisch behandelt und damit die Raumproduktion eine andere
Bedeutung bekommen? Denn der Körper wird zu einem Phänomen eines
territorialen und technologischen Denkens, der Mensch zu einem
unheimlichen Wesen, vertraut und doch so fremd.
"Es war von Anfang an unsere Absicht, mit dem österreichischen
Beitrag die Grenzen der Architekturdiskussion zu erweitern und das
Thema Architekturausstellung auszuloten", so Kommissär Arno Ritter.
Die vollständigen Presseunterlagen und Fotos zur Pressekonferenz
sowie dem österreichischen Pavillon sind ab 17 Uhr unter
http://www.labiennale.at/2012/index.php?id=476 und
http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/2012/20120827.xml abrufbar.
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