- 26.08.2012, 12:45:57
- /
- OTS0025 OTW0025
BZÖ-Bucher: Kein neuer Freibrief für Griechenland
Hartwährungszone statt gefährlicher Schilling-Phantastereien
Utl.: Hartwährungszone statt gefährlicher Schilling-Phantastereien=
Wien (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher lehnt weitere
Zugeständnisse an Griechenland kategorisch ab. Bundeskanzler Faymann
hat sich im Interview mit der Tageszeitung Österreich
(Sonntagsausgabe) für eine längere Rückzahlungsfrist Griechenlands
bei seinen Krediten ausgesprochen. Wenig glaubwürdig seien in diesem
Zusammenhang auch die Aussagen von Finanzministerin Fekter in einem
Interview mit der "NZZ am Sonntag". Fekter spricht sich unter
anderem gegen einen Zeitaufschub für Griechenland bei Reformen aus.
"Die ÖVP hat alles mitbeschlossen und damit alles mit zu
verantworten. In Panik vor den Wahlen und angesichts desaströser
Umfragen versucht die ÖVP nunmehr auf diese Weise Wähler zu
lukrieren", so Bucher.
"Griechenland will ja zugesagte Sparpläne und Reformen nicht
einhalten oder auf den Sankt Nimmerleins Tag verschieben. Die
Griechen können und wollen die zugesagten Reformen und Einsparungen
nicht umsetzen. Jeden Tag wird klarer, dass das BZÖ mit seiner seit
drei Jahren gestellten Forderung nach einem Austritt Griechenlands
von Anfang an richtig lag. Während Faymann und Spindelegger auf ein
Wunder hoffen und Stronach wie auch Strache von einer Rückkehr zum
Schilling phantasieren, liegt das BZÖ mit seiner umsetzbaren
Forderung nach einer Hartwährungszone mittels Parallelwährung auf
einer Linie mit immer mehr anerkannten Experten", so Bucher.
Der BZÖ-Chef warnt vor einer weiteren Polarisierung der
Diskussion. "Auf der einen Seite die EUphoriker von SPÖ, ÖVP und
Grün, die weitere Milliarden an Pleitestaaten und marode Banken
verschwenden wollen - auf der anderen die Schillingphantasten von
FPÖ und Stronach, die sofort einen Alleingang Österreichs verlangen.
Mit dieser Art von Politik sind vor allem die Spareinlagen der
Österreicher massiv gefährdet. Wenn es um die Zukunft Österreichs
und die Ersparnisse der Bürger geht, hat billiger Populismus nichts
verloren. Beide Wege führen Österreich in eine Wirtschaftskrise
ungeahnten Ausmaßes und sind abzulehnen.
Das BZÖ steht zu Europa und zum Euro und will genau deshalb die
Schaffung einer Hartwährungszone mittels Parallelwährung." Die
österreichische Regierung müsse endlich ein Exitszenario erarbeiten
und in Verhandlungen zwecks Schaffung einer Hartwährungszone
treten", verlangt Bucher.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BZC