• 25.08.2012, 15:40:15
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Wien: Ungarn halten Szent-Istvan- und Mindszenty-Gedenken

Festmesse mit Bischof Varszegi im Stephansdom - Varszegi ging auch auf Geschichte der Ausbreitung der Verehrung des "Erzmärtyrers Stephanus" ein

Utl.: Festmesse mit Bischof Varszegi im Stephansdom - Varszegi ging
auch auf Geschichte der Ausbreitung der Verehrung des
"Erzmärtyrers
Stephanus" ein=

Wien-Budapest, 25.08.12 (KAP) In Wien, den ungarischen
Bischofsstädten sowie in den Gebieten mit ungarischen Minderheiten
ist mit großen Feiern am Montag (Ungarn) und am Samstag (Österreich,
Slowakei) König Stephans des Heiligen (Szent Istvan) gedacht worden.
Istvan-Vajk ist ungarischer Nationalheiliger. Er war erster Königs
des Magyarenstaates. Dem Regenten der Jahre 997 bis 1038 ist die
Christianisierung des damals größtenteils noch heidnischen
Steppenvolks sowie die Errichtung der Diözesen bzw. der Hierarchie
in dem riesigen Gebiet zwischen Leitha und Karpatenbogen zu
verdanken.

In Wien feierte am Samstag der Erzabt von Pannonhalma, Bischof
Asztrik Varszegi, im Stephansdom die Festmesse. Anschließend fand
auf dem Stephansplatz und im Erzbischöflichen Palais ein buntes
ungarisches Kulturprogramm mit Musik, Tanz und kulinarischen
Spezialitäten statt. Varszegi ging in seiner Ansprache auch auf die
Geschichte der Ausbreitung der Verehrung des "Erzmärtyrers
Stephanus" - er war der erste von sieben Diakonen der urchristlichen
Gemeinde in Jerusalem - ein, nach dem auch der erste ungarische
König benannt ist.

Die Verehrung des Diakons und Märtyrers kam über Gallien, Mainz und
die Bonifatius-Mission nach Passau, dessen Dom dem Märtyrer geweiht
ist. Passauer Kleriker und Missionare brachten die Verehrung dann
nach Wien und Ungarn. Der dortige Fürst Vajk wurde auf den
Kirchenpatron des Passauer Domes getauft und ging als König Stephan
der Heilige in die Geschichte ein. Er heiratete eine bajuvarische
Prinzessin, womit er gleichzeitig Schwager des Kaisers des Heiligen
Römischen Reichs war. Seine Krönung mit der historisch bedeutsamen
Stephanskrone, die vor wenigen Jahren von den Amerikanern an Ungarn
zurückgegeben wurde, erfolgte am Weihnachtstag des Jahres 1000 in
der Burg von Esztergom.

Der Bischof und Erzabt von Pannonhalma wies aber auch auf die
Märtyrer-Konnotation des Namens Stephanus hin. Für Ungarn gelte dies
im besonderem Maß in diesem Jahr, wo des 120. Geburtstags des
Märtyrerkardinals Jozsef Mindszenty gedacht wird.

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