Wien: Ungarn halten Szent-Istvan- und Mindszenty-Gedenken

Festmesse mit Bischof Varszegi im Stephansdom - Varszegi ging auch auf Geschichte der Ausbreitung der Verehrung des "Erzmärtyrers Stephanus" ein

Wien-Budapest, 25.08.12 (KAP) In Wien, den ungarischen Bischofsstädten sowie in den Gebieten mit ungarischen Minderheiten ist mit großen Feiern am Montag (Ungarn) und am Samstag (Österreich, Slowakei) König Stephans des Heiligen (Szent Istvan) gedacht worden. Istvan-Vajk ist ungarischer Nationalheiliger. Er war erster Königs des Magyarenstaates. Dem Regenten der Jahre 997 bis 1038 ist die Christianisierung des damals größtenteils noch heidnischen Steppenvolks sowie die Errichtung der Diözesen bzw. der Hierarchie in dem riesigen Gebiet zwischen Leitha und Karpatenbogen zu verdanken.

In Wien feierte am Samstag der Erzabt von Pannonhalma, Bischof Asztrik Varszegi, im Stephansdom die Festmesse. Anschließend fand auf dem Stephansplatz und im Erzbischöflichen Palais ein buntes ungarisches Kulturprogramm mit Musik, Tanz und kulinarischen Spezialitäten statt. Varszegi ging in seiner Ansprache auch auf die Geschichte der Ausbreitung der Verehrung des "Erzmärtyrers Stephanus" - er war der erste von sieben Diakonen der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem - ein, nach dem auch der erste ungarische König benannt ist.

Die Verehrung des Diakons und Märtyrers kam über Gallien, Mainz und die Bonifatius-Mission nach Passau, dessen Dom dem Märtyrer geweiht ist. Passauer Kleriker und Missionare brachten die Verehrung dann nach Wien und Ungarn. Der dortige Fürst Vajk wurde auf den Kirchenpatron des Passauer Domes getauft und ging als König Stephan der Heilige in die Geschichte ein. Er heiratete eine bajuvarische Prinzessin, womit er gleichzeitig Schwager des Kaisers des Heiligen Römischen Reichs war. Seine Krönung mit der historisch bedeutsamen Stephanskrone, die vor wenigen Jahren von den Amerikanern an Ungarn zurückgegeben wurde, erfolgte am Weihnachtstag des Jahres 1000 in der Burg von Esztergom.

Der Bischof und Erzabt von Pannonhalma wies aber auch auf die Märtyrer-Konnotation des Namens Stephanus hin. Für Ungarn gelte dies im besonderem Maß in diesem Jahr, wo des 120. Geburtstags des Märtyrerkardinals Jozsef Mindszenty gedacht wird.

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