- 23.08.2012, 13:19:45
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Fast 50.000 Schüler verletzten sich im vergangenen Schuljahr AUVA gibt Tipps zur Unfallvermeidung
Wien (OTS) - Beim Turnen und beim Raufen verletzen sich Kinder am
häufigsten. Aber auch im Straßenverkehr kommt es immer wieder zu
vermeidbaren Unfällen. Die Experten der AUVA raten den Eltern, ihre
Vorbildfunktion wahr zu nehmen und Kinder nicht als kleine
Erwachsene zu sehen.
Insgesamt gingen bisher für das vergangene Schuljahr (2011/12)
47.544 Schadensmeldungen aus ganz Österreich bei der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ein. Mit 15.444 Unfällen führen
die Hauptschulen die Statistik an, gefolgt von den AHS mit 10.320
und den Volksschulen mit 10.140 Unfällen.
Besonders oft verletzen sich die Schülerinnen und Schüler im
Turnsaal, 13.194 taten sich beim Ballspielen weh, 4.612 bei anderen
Turnübungen und 3.699 zogen sich Verletzungen auf der Skipiste zu.
Meistens handelte es sich dabei jedoch um kleinere Verletzungen.
Schwerwiegender ist die Gewalt unter Jugendlichen: Raufereien sind
immer wieder eine Ursache für Verletzungen in der Schule, fast 6.000
derartige Schadensfälle wurden der AUVA im letzten Schuljahr
gemeldet.
Straßenverkehr für Schüler besonders gefährlich
Auch im Straßenverkehr kommen Kinder immer wieder zu Schaden.
Insgesamt ereigneten sich im vergangenen Schuljahr 1.696 Wegunfälle,
zwei Schüler kamen ums Leben. Der Grund liegt darin, dass Erwachsene
die Wahrnehmung von Kindern überschätzen: Kinder haben ein
eingeschränktes Gesichtsfeld, sie können mehrere Informationen nicht
gleichzeitig verarbeiten, etwa mit einem Freund sprechen und auf ein
herannahendes Fahrzeug achten. Außerdem können Kinder allein durch
ihre Größe den Verkehr nicht richtig überblicken. "Kinder sind keine
kleinen Erwachsenen, daran sollten wir als Eltern und vor allem
Verkehrsteilnehmer denken", sagt Georg Effenberger,
stellvertretender Leiter der Präventionsabteilung der AUVA.
Der Präventionsexperte empfiehlt daher:
- Eltern sollten jetzt den Schulweg mit den Kindern zusammen
auswählen und üben. Die AUVA erarbeitet gemeinsam mit den Schulen in
den Bundesländern Schulwegpläne. Darin ist der sicherste Weg zur
Schule für die Kleinen dargestellt, die Gefahrenstellen sind
besonders markiert.
- Vor allem bei schlechter Witterung sollen die Kinder mit gut
sichtbarer Kleidung auf den Schulweg geschickt werden. Sichtbarkeit
ist ein wesentlicher Sicherheitsfaktor.
Über die AUVA:
Bei der AUVA sind rund 4,7 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiterinnen und Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 450.000
Selbständige sowie 1,4 Millionen SchülerInnen und Studierende. Die
AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast
zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei
die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen
und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senkt die Kosten für die
drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation
und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.
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