Salzburger Festspiele: August Diehl soll der Jedermann werden

Von Gert Korentschnig: Das bestgehütete Geheimnis des Festivals dürfte gelüftet sein: Der deutsche Filmstar ist der Favorit.

Wien (OTS) - Es ist ein bisschen wie in der Oper "Turandot" von Puccini: Da muss die Titelheldin bis zum Morgengrauen herausfinden, wie der unbekannte Fremde (Kalaf) heißt. Und keiner darf schlafen ("Nessun dorma"), die ganze Stadt rätselt mit.

Die Parallele zu den Salzburger Festspielen: Seit bekannt ist, dass Nicholas Ofczarek ab 2013 nicht mehr den Jedermann spielen wird, ist die Suche nach dem Namen des neuen reichen Mannes auf dem Domplatz Thema Nummer 1.

Nun steht fest, wer in die Fußstapfen einiger der größten Schauspieler, von Curd Jürgens bis Gert Voss, treten wird. Qualifizierten Gerüchten aus dem innersten Festspielkreis zufolge soll es sich beim neuen Jedermann um den deutschen Film- und Bühnenstar August Diehl handeln. Er hat heuer in Salzburg in Kleists "Prinz von Homburg" überzeugt. Die offizielle Bekanntgabe soll am 7. November erfolgen.

Der Jüngste Diehl, Sohn des Schauspielers Hans Diehl und einer Kostümbildnerin, wurde 1976 geboren. Im kommenden Jahr wird er daher 37 Jahre alt sein. Damit wäre er der jüngste Jedermann der Geschichte. Ofczarek, der bisherige diesbezügliche Rekordhalter, war bei seinem ersten Auftritt in dieser Rolle zwei Jahre älter.

Aber Diehl, ausgebildet an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin, war schon immer ein Frühstarter. Gleich bei seinem ersten Film schaffte er den Durchbruch: In "23 - Nichts ist so, wie es scheint". Dafür erhielt er den Deutschen Filmpreis. Seither war er u. a. in den Oscar-prämierten Filmen "Die Fälscher" an der Seite von Karl Markovics, in "Inglourious Basterds" neben Christoph Waltz und zuletzt im Actionthriller "Salt" als Ehemann von Angelina Jolie zu sehen. Bei der neuen Buhlschaft, die die Rolle von Birgit Minichmayr übernimmt, dürfte es sich um einen deutschen TV-Star handeln. Auch der Tod wird neu besetzt, da Ben Becker die Rolle nicht mehr spielen wird.

Auch nicht offiziell, aber so gut wie fix ist das neue Regieteam, das nach Christian Stückl seine Sicht des Hofmannsthal-Stückes zeigt: Julian Crouch und Brian Mertes. Die beiden sind von ihren Arbeiten mit den "Tiger Lillies" bekannt. Eine Künstleragentur hatte die Namen veröffentlicht, dann aber zurückgezogen, da die Festspiele diese Infos "weder bestätigen, noch dementieren".

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