- 20.08.2012, 17:31:57
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Neues Volksblatt: "Unterschied" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 21. August 2012
Linz (OTS) - Prävention statt Reparaturmedizin lautet eines der
großen Schlagworte in der Gesundheitspolitik. Dass aus Kindern, die
sich zu wenig bewegen, die sehr früh rauchen und Alkohol trinken,
keine gesunden Erwachsenen werden können, ist klar. Die Sünden der
Jugend werde im Alter nicht nur körperlich (zum Teil sehr bitter)
gebüßt, sie schlagen sich auch im Gesundheitssystem mit Kosten
nieder, die nicht in diesem Ausmaß sein müssten.
Apropos Gesundheitssystem: Dem geht es ähnlich wie den Menschen. Auch
hier ist bei strukturellen Verbesserungen immer Luft nach oben; was
präventiv nicht geschieht, muss im Reformweg umso schmerzhafter
repariert werden. Mit der Gesundheitsreform haben sich Politik und
Sozialversicherung einem Kurs der Vorbeugung verschrieben, jedenfalls
was die künftige Kostenentwicklung betrifft. Umso erstaunlicher ist
es, dass gerade die Ärztevertreter, die ja auch an einem "gesunden
System" interessiert sein müssten, dem Vorhaben so skeptisch
gegenüber stehen. Die harsche Kritik, die der neue österreichische
Ärztekammer-Präsident nun schon mehrmals formuliert hat, macht die
Sache nicht leichter. Dass es auch anders geht, hat man in
Oberösterreich gesehen, wo bei der Spitalsreform zwar auch viele
Bedenken ausgeräumt werden mussten, die Beteiligten sich aber
grundsätzlich konstruktiv eingebracht haben.
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