Neues Volksblatt: "Unterschied" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 21. August 2012

Linz (OTS) - Prävention statt Reparaturmedizin lautet eines der großen Schlagworte in der Gesundheitspolitik. Dass aus Kindern, die sich zu wenig bewegen, die sehr früh rauchen und Alkohol trinken, keine gesunden Erwachsenen werden können, ist klar. Die Sünden der Jugend werde im Alter nicht nur körperlich (zum Teil sehr bitter) gebüßt, sie schlagen sich auch im Gesundheitssystem mit Kosten nieder, die nicht in diesem Ausmaß sein müssten.
Apropos Gesundheitssystem: Dem geht es ähnlich wie den Menschen. Auch hier ist bei strukturellen Verbesserungen immer Luft nach oben; was präventiv nicht geschieht, muss im Reformweg umso schmerzhafter repariert werden. Mit der Gesundheitsreform haben sich Politik und Sozialversicherung einem Kurs der Vorbeugung verschrieben, jedenfalls was die künftige Kostenentwicklung betrifft. Umso erstaunlicher ist es, dass gerade die Ärztevertreter, die ja auch an einem "gesunden System" interessiert sein müssten, dem Vorhaben so skeptisch gegenüber stehen. Die harsche Kritik, die der neue österreichische Ärztekammer-Präsident nun schon mehrmals formuliert hat, macht die Sache nicht leichter. Dass es auch anders geht, hat man in Oberösterreich gesehen, wo bei der Spitalsreform zwar auch viele Bedenken ausgeräumt werden mussten, die Beteiligten sich aber grundsätzlich konstruktiv eingebracht haben.

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