Urlaubsanspruch: Sechs Wochen nach 25 Dienstjahren

Aber: Bei Jobwechsel muss Anspruch neu erworben werden!

Wien (OTS/AKNÖ) - Zurück an den Start. Das heißt es für langjährige MitarbeiterInnen in Sachen Urlaubsanspruch bei einem Jobwechsel: Nach 25 Dienstjahren in einem Unternehmen haben ArbeitnehmerInnen Anspruch auf eine zusätzliche, sechste Urlaubswoche. Die ist aber wieder weg, wenn man den Arbeitsplatz wechselt oder die Firma in Konkurs geht.

So geschehen auch bei Franz W. Der 45-jährige Installateur aus Niederösterreich musste konkursbedingt nach 27 Dienstjahren im selben Betrieb seinen Arbeitsplatz wechseln. Die Freude darüber, dass er in seinem Alter sehr rasch eine neue Stelle im Nachbarort gefunden hat, wurde aber getrübt. "Herr W. hatte beim alten Arbeitgeber schon Anspruch auf sechs Wochen Urlaub. Bei der neuen Firma kann er aber jetzt wieder nur fünf Wochen pro Jahr in Urlaub gehen", schildert AK-Expertin Mag. Doris Rauscher-Kalod das Problem. Der Grund: Nach dem Urlaubsgesetz gibt es nach 25 durchgängigen Dienstjahren in einem Unternehmen Anspruch auf die sechste Urlaubswoche. Wechselt man allerdings nach über 25 Jahren Dienstzeit die Firma, so muss man im neuen Unternehmen viele Jahre auf die sechste Urlaubswoche warten.

Vordienstzeiten und Ausbildung anrechenbar - aber nur sieben Jahre "Zwar werden Schulzeiten und Vordienstzeiten beim Anspruch berücksichtigt. Vordienstzeiten werden jedoch nur bis höchstens fünf Jahre, mit Schul- und Studienzeiten insgesamt höchsten 7 Jahre angerechnet", erklärt die AK-Expertin. Für Herrn W. heißt das nun, er muss, um wieder Anspruch auf die sechte Urlaubswoche zu haben, weitere 20 Jahre durchgehend in der neuen Firma arbeiten.

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