• 17.08.2012, 20:47:49
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"Gleichung" (von Claudia Grabner)

Ausgabe 18. Aug. 2012

Klagenfurt (OTS) - Drei Abgeordnete oder 2600 Stück billiges
Stimmvieh: Die österreichische Wahlordnung macht die Ungleichheit per
Gesetz zur Gleichung. Und hinkt damit ähnlich wie die Regelung zum
Amtsverlust eines Politikers nach gerichtlichem Urteilsspruch - da
endet der einwandfreie Leumund bekanntlich auch erst ab zwölf Monaten
Haft ... Jedenfalls: So sich der potenzielle Polit-Milliardär Frank
Stronach drei Abgeordnete fischt, erspart er sich die Plagerei, 2600
"Normal-Österreicher" für eine Unterstützungserklärung zu finden.
Dass diese "Abkürzung" weder von Volkes-Verbundenheit noch von
Argumentationsstärke zeugt, dürfte Stronach freilich mit Fassung
tragen. Ergo geht er auch zielstrebig daran, auf fünf Abgeordnete
aufzustocken. Mit fünf abtrünnig Wilden hätte er nämlich
parlamentarischen Klubstatus erreicht. Und das bedeutet
Medienpräsenz, das bedeutet öffentliches Geld, das bedeutet
Spielraum. Ob es (endlich auch) politisch ernst zu nehmenden Inhalt
bedeutet, ist indes zu bezweifeln.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
mailto:[email protected]

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