- 17.08.2012, 10:49:13
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Bundeskanzler Faymann zur aktuellen Diskussion über die Eurozone
Wien (OTS) - "Die negativen Folgen des Zerbrechens der Eurozone
würden allfällige Vorteile für einzelne Länder bei weitem
übersteigen", betont Bundeskanzler Werner Faymann zur aktuellen
Diskussion über die Möglichkeiten zum Ausschluss einzelner
Mitgliedsstaaten aus der Währungsunion. "Einen Rauswurf kann ich
daher nicht empfehlen." Darüber hinaus bedürfe es einer
EU-Vertragsänderung mit Volksabstimmung, wollte man die Möglichkeit
schaffen, ein Land gegen dessen Willen aus der gemeinsamen
Währungszone zu drängen, so der Bundeskanzler mit dem Hinweis auf die
rechtliche Situation in der EU.
Die Staaten der Europäischen Union und der Eurozone haben bereits
eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um die gemeinsame Währungszone in
der Finanz- und Wirtschaftskrise zu schützen und zu stabilisieren.
"Würden die Regierungen der Eurozone sich entscheiden, einem
Mitgliedsland keine Hilfe mehr zu gewähren, wäre es de facto bereits
jetzt gezwungen, aus der Währungszone auszuscheiden. Ein
Staatsbankrott eines Eurolandes hätte aber unabsehbare Folgewirkungen
für ganz Europa, damit auch für Österreich, und liegt nicht in
unserem Interesse", unterstreicht der Bundeskanzler.
Vielmehr seien nun weitere gemeinsame Maßnahmen zur Stabilisierung
der Eurozone sinnvoll, vor allem eine strengere Bankenaufsicht mit
Durchgriffsrechten, die weitere Regulierung der Finanzmärkte sowie
die Finanztransaktionssteuer und Schritte zu einer gemeinsamen
Schuldenbewirtschaftung.
Rückfragehinweis:
Nedeljko Bilalic
Pressesprecher des Bundeskanzlers
Tel.: (01) 531 15 - 202104, 0664/88 455 330
mailto:nedeljko.bilalic@bka.gv.at
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