Nach Crash: Twin-City-Liner zur Reichsbrücke umleiten

Ungeeignete Schiffstypen aus dem Verkehr ziehen

Wien (OTS) - Nach dem erneuten Crash eines Twin-City-Liners
fordert die Umweltorganisation VIRUS Konsequenzen.Sprecher Wolfgang Rehm "Diese Katamarane rasen in einer Weise durch den engen Donaukanal, dass die erzeugten Riesenwellen die Uferbefestigung komplett freilegen, dies weiter zu tolerieren ist unverantwortlich. Eine Umleitung zur Anlegestelle bei der Reichsbrücke, die alle anderen vergleichbaren Schiffe benützen, ist dringend geboten."

Über den aktuellen Zwischenfall hinaus weist VIRUS weiters auf das noch grundlegendere Problem der mangelnden Eignung der in Skandinavien gefertigten Schiffstypen für die Befahrung der Donau in sensiblen Abschnitten hin. "Offensichtlich wurde bei der Beschaffung nur auf einen zugegebenermaßen hohen Erlebniswert geachtet. Dabei übersehen wurde, dass die als Twin-City-Liner eingesetzten Katamarane mit ihrem hohen Wellenschlag in einzigartiger Weise die Fischfauna im Nationalpark Donauauen beeinträchtigen, das gibt es sonst bei keinem anderen an der Donau eingesetzten Schnellboot," so Rehm. VIRUS fordert daher, von der geplanten Beschaffung einer dritten Einheit Abstand zu nehmen sowie die vorhandenen Twin-City-Liner aus dem Verkehr zu ziehen und durch geeignetere Schiffe ersetzen.

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang Rehm , 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VIR0001