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Gestörtes Verhältnis zum Ermächtigt-Sein (von Michaela Geistler-Quendler)
Ausgabe 17. Aug. 2012
Klagenfurt (OTS) - Nichts verrät so viel über einen Politiker oder
eine Politikerin wie ihr Umgang mit Menschenrechten, mit Presse-
beziehungsweise Meinungsfreiheit. Überraschend ist es ja nicht mehr,
wie sich die FPK dazu verhält - aber nicht weniger ermpörend. Wo sind
wir denn, wenn ein Pressefotograf unter Vorwänden aus den
Räumlichkeiten des Hohen Hauses gejagt wird? Wenn irgendein
FPK-Politiker einem Angehörigen der Presse in einer Form nahe tritt,
wie dies nicht einmal, sondern bereits zum zweiten Mal innerhalb
kürzester Zeit passiert ist? Wenn der Fotograf auf der Zuhörertribüne
an der Ausübung seiner Arbeit gehindert wird? Ihn in der Erfüllung
seiner Aufgaben einzuschränken, sollte keinem Träger eines
öffentlichen Amtes zugestanden werden. Was muss den so rigide
verborgen werden, dass man sich einer solchen Vorgangsweise bedienen
muss? Dies alles verrät ein gestörtes Verhältnis zur Macht, die in
Wahrheit nur ein Ermächtigt-Sein durch die Wähler ist.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/512000-502
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