• 16.08.2012, 12:11:06
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Gewinner der Kultur-Jahresstipendien stehen fest

Brenner: Vier Stipendien mit je 10.000 Euro sollen künstlerische Freiräume für Arbeit und Weiterbildung eröffnen

Salzburg (OTS) - Die Gewinnerinnen und Gewinner der
Kultur-Jahresstipendien des Landes Salzburg stehen fest: Johannes
Gierlinger (Film), Barbara Musil (bildende Kunst), Irmgard Fuchs
(Literatur) und Jakob Gruchmann (Musik) erhalten je ein
Jahresstipendium zur Förderung künstlerischer Begabungen. "Die
Jahresstipendien sind eines unserer wichtigsten Förderinstrumente in
der Landes-Kulturförderung: Jährlich vergeben wir vier mit je 10.000
Euro dotierte Stipendien für junge Künstlerinnen und Künstler. Diese
Stipendien sollen ihnen jene Freiräume eröffnen, die sie brauchen, um
sich verstärkt ihrer künstlerischen Arbeit und Weiterbildung widmen
zu können", erklärte Kulturreferent Landeshauptmann-Stellvertreter
Mag. David Brenner heute, Donnerstag, 16. August.

Filmstipendium an Johannes Gierlinger

Die Jury für das Filmstipendium, bestehend aus Eva Halus, Sabine
Bauer und Nabila Irshaid, hat sich einstimmig für Johannes
Gierlinger, einen jungen Salzburger Filmemacher, der durch seine
Vielseitigkeit überzeugen konnte, entschieden. "Die eingereichten
Referenzen haben sein Potenzial erahnen lassen. Sie zeigen
Abwechslung in Themenfindung, in der Bildsprache und den Mut, sich in
verschiedenen Genres zu erproben", so die Jurybegründung.

Stipendium für bildende Kunst an Barbara Musil

Unter 39 Bewerbungen von Salzburger Künstlerinnen und Künstlern
schlug die Jury für das Jahresstipendium für bildende Kunst, der Dr.
Antonia Gobiet (Kardinal König Kulturfonds), Mag. Peter Husty
(Salzburger Museum und Tennengauer Kunstkreis/kunstraum pro arte,
Hallein) sowie Elsy Lahner (Kuratorin an der Albertina in Wien)
angehörten, Barbara Musil vor und begründete dies folgendermaßen:
"Barbara Musil ist in verschiedenen Medien tätig und beeindruckt
durch ihre vielfältige und gleichzeitig konsequente Arbeit. Ein
primär augenscheinlicher Zugang erschließt erst bei näherer
Betrachtung die Konzeption ihrer Arbeiten. Die Künstlerin geht oft
auf spezielle räumliche Situationen ein, vor allem in ihren Projekten
im öffentlichen Raum. Auch in ihren Ausstellungen zeigt sie einen
guten Bezug zum Umraum. Mit geringen Mitteln installiert oder findet
sie ihre Motive und lässt manchmal auch einen humorvollen Ansatz zu,
wie in ihren Video-Arbeiten zu den Ablehnungsbriefen 'Shift
Expectations' (in dieser Videoinstallation befasst sich die
Künstlerin mit den Phänomenen Erwartung und Enttäuschung) oder den
drei Tenören (Bravo, 2004)."

Literaturstipendium für Irmgard Fuchs

Die Jury für das Jahresstipendium für Literatur, bestehend aus
Mag. Petra Nagenkögel, Joe Rabl und Elisabeth Zehetmayer, sprach sich
unter 17 Einreichungen einstimmig für Irmgard Fuchs aus. "In der
Einreichung 'Kauf mich glücklich' von Irmgard Fuchs wird unsere
Gegenwart in die Metapher eines allumfassenden 'Hypermarkts' gefasst,
der menschliche Bedürfnisse, Beziehungen und Kommunikationsformen
formt und bestimmt. Zwischen Supermarktregalen taumelnd suchen und
versuchen fünf Figuren ihr Glück. Mit den Mitteln der Übertreibung
lässt die Autorin die Alltäglichkeit einer auf bedingungslosen Konsum
angelegten Welt ins Groteske kippen. Der soziologische Befund
verbindet sich mit existenziellen Themen und nutzt die Möglichkeiten
und Mittel des Theaters, um ein Stück Wirklichkeit in seiner
Skurrilität wie in seinem Schrecken darstellbar zu machen", so die
Juroren.

Musikstipendium für Jakob Gruchmann

Unter elf Einreichungen wählte die Jury für das Landesstipendium
für Musik, bestehend aus Nicole Brunner, Ludwig Nussbichler und
Manuel de Roo, Jakob Gruchmann mit folgender Begründung aus: "Der
Komponist Jakob Gruchmann konnte die Jury mit seiner seriösen
Arbeits- und Herangehensweise und mit seiner eigenen, persönlichen
Musiksprache überzeugen, die er aus der traditionellen Musikkultur
kommend durch formale, stringente Gestaltung, klangliche Ausformung
und Dramaturgie seines Werkes entwickelt. Bereits in so jungen Jahren
besticht er durch eigene, unverwechselbare Persönlichkeit. Die
Zuerkennung des Preises soll ihn ermutigen, diesen Weg unbeirrt
weiterzugehen. Die Jury sah dabei ein enormes Entwicklungspoten-zial,
nicht zuletzt auch bestätigt durch das eingereichte Projekt."

Rückfragehinweis:

Landes-Medienzentrum
   Information, Kommunikation, Marketing 
   Chefredakteurin Mag. Karin Gföllner
   Tel.: (0662) 80 42 / 24 33
   mailto:[email protected]
   http://www.salzburg.gv.at

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