Agrarförderungen zielgerichtet einsetzen!

SPÖ-Landwirtschaftssprecherin LAbg. Peutlberger-Naderer: "Geld muss bei den arbeitenden Bauern ankommen!"

Linz (OTS) - Die Kritik von SPÖ-Finanzstaatssekretär Schieder
an der landwirtschaftlichen Förderpraxis in Österreich hat beim ÖVP-Bauernbund für große Aufregung gesorgt. SPÖ-Landwirtschaftssprecherin LAbg. Peutlberger-Naderer versteht die Hysterie der schwarzen Landwirte nicht. "Unser Staatssekretär hat nur bestehende Missstände aufgezeigt, deren Lösung endlich einmal anzugehen ist! Wenn nur 20% der Agrargelder bei den kleinen und mittleren Bäuerinnen und Bauern ankommen und der restliche Teil an Großgrundbesitzer und große Konzerne geht, ist es nicht das, was wir SozialdemokratInnen unter einer zielgerichteten Agrarpolitik verstehen. Der ÖVP geht es wieder einmal rein darum, einige GroßgrundbesitzerInnen und die Raiffeisennahe Industrie zu schützen", stellt die Abgeordnete fest.

"Wir unterstützen die Forderungen der SPÖ Bauern unter ihrem Bundesvorsitzenden Josef Etzenberger nach mehr Verteilungsgerechtigkeit für die Klein- und Mittelbetriebe. Die Sub-ventionierung von Konzernen nach dem Prinzip, wer schon hat dem wird gegeben, ist abzustellen und die Mittel sind zugunsten von Familienbetrieben umzuschichten. Bei Direktzahlungen ist eine Obergenze von 50.000 Euro pro Betrieb einzuziehen. So sieht eine gerechte und zukunftsweisende Agrarpolitik aus, die Arbeitsplätze in der Landwirtschaft erhält und dem ländlichen Raum Zukunft gibt. Wir machen Politik für die arbeitenden Landwirte", ist LAbg. Peutlberger-Naderer überzeugt.

Sobald die derzeit fehlgeleitete Förderpraxis von irgendjemandem zurecht kritisiert wird, kommt ein lauter Aufschrei aus der ÖVP. Dann werden auf einmal die arbeitsreichen Familienbetriebe und Bergbauern ins Treffen geführt, denen die böse SPÖ etwas wegnehmen möchte. Das ist ein rein populistisches Ablenkungsmanöver und hat mit der Realität nichts zu tun. Ginge es der Volkspartei wirklich um die vielzitierten bäuerlichen Familienbetriebe, würde sie solche Fehlförderungen nicht zulassen," kritisiert Peutlberger-Naderer.

Viele hart arbeitende Familien, die kleinere Höfe bewirtschaften, denken ans aufhören und die ÖVP denkt nicht im geringsten an eine fairere Verteilung der Fördermittel. Sehenden Auges lässt der Landwirtschaftsminister diese Ungerechtigkeiten so weiterlaufen", zeigt sich die SPÖ-Landwirtschaftssprecherin erschüttert.
"Wenn die ÖVP nicht vom derzeitigen Förderwesen abrückt, wirkt sich das negativ auf die Zustimmung der Bevölkerung zur EU aus. Die Menschen verstehen nicht, warum Konzerne Agrargelder erhalten, während sie laufend den Gürtel enger schnallen müssen. Landwirtschaftsminister Berlakovich muss sich auf europäischer Ebene für eine maßvolle Deckelung der Zahlungen für die nächsten Förderperiode einsetzen. Die vorgeschlagenen 300.000 Euro pro Betrieb als Obergrenze sind zu hoch", sorgt sich die Landtagsabgeordnete. Die SPÖ ist für eine faire Gestaltung des Fördersystems, das den hart arbeitenden Landwirten tatsächlich zugute kommt. Die Fördermittel sollen in Zukunft verstärkt gemäß der Arbeitsleistung verteilt werden.

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