- 14.08.2012, 16:24:25
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Agrarförderungen zielgerichtet einsetzen!
SPÖ-Landwirtschaftssprecherin LAbg. Peutlberger-Naderer: "Geld muss bei den arbeitenden Bauern ankommen!"
Linz (OTS) - Die Kritik von SPÖ-Finanzstaatssekretär Schieder
an der landwirtschaftlichen Förderpraxis in Österreich hat beim
ÖVP-Bauernbund für große Aufregung gesorgt.
SPÖ-Landwirtschaftssprecherin LAbg. Peutlberger-Naderer versteht die
Hysterie der schwarzen Landwirte nicht. "Unser Staatssekretär hat nur
bestehende Missstände aufgezeigt, deren Lösung endlich einmal
anzugehen ist! Wenn nur 20% der Agrargelder bei den kleinen und
mittleren Bäuerinnen und Bauern ankommen und der restliche Teil an
Großgrundbesitzer und große Konzerne geht, ist es nicht das, was wir
SozialdemokratInnen unter einer zielgerichteten Agrarpolitik
verstehen. Der ÖVP geht es wieder einmal rein darum, einige
GroßgrundbesitzerInnen und die Raiffeisennahe Industrie zu schützen",
stellt die Abgeordnete fest.
"Wir unterstützen die Forderungen der SPÖ Bauern unter ihrem
Bundesvorsitzenden Josef Etzenberger nach mehr
Verteilungsgerechtigkeit für die Klein- und Mittelbetriebe. Die
Sub-ventionierung von Konzernen nach dem Prinzip, wer schon hat dem
wird gegeben, ist abzustellen und die Mittel sind zugunsten von
Familienbetrieben umzuschichten. Bei Direktzahlungen ist eine
Obergenze von 50.000 Euro pro Betrieb einzuziehen. So sieht eine
gerechte und zukunftsweisende Agrarpolitik aus, die Arbeitsplätze in
der Landwirtschaft erhält und dem ländlichen Raum Zukunft gibt. Wir
machen Politik für die arbeitenden Landwirte", ist LAbg.
Peutlberger-Naderer überzeugt.
Sobald die derzeit fehlgeleitete Förderpraxis von irgendjemandem
zurecht kritisiert wird, kommt ein lauter Aufschrei aus der ÖVP. Dann
werden auf einmal die arbeitsreichen Familienbetriebe und Bergbauern
ins Treffen geführt, denen die böse SPÖ etwas wegnehmen möchte. Das
ist ein rein populistisches Ablenkungsmanöver und hat mit der
Realität nichts zu tun. Ginge es der Volkspartei wirklich um die
vielzitierten bäuerlichen Familienbetriebe, würde sie solche
Fehlförderungen nicht zulassen," kritisiert Peutlberger-Naderer.
Viele hart arbeitende Familien, die kleinere Höfe bewirtschaften,
denken ans aufhören und die ÖVP denkt nicht im geringsten an eine
fairere Verteilung der Fördermittel. Sehenden Auges lässt der
Landwirtschaftsminister diese Ungerechtigkeiten so weiterlaufen",
zeigt sich die SPÖ-Landwirtschaftssprecherin erschüttert.
"Wenn die ÖVP nicht vom derzeitigen Förderwesen abrückt, wirkt sich
das negativ auf die Zustimmung der Bevölkerung zur EU aus. Die
Menschen verstehen nicht, warum Konzerne Agrargelder erhalten,
während sie laufend den Gürtel enger schnallen müssen.
Landwirtschaftsminister Berlakovich muss sich auf europäischer Ebene
für eine maßvolle Deckelung der Zahlungen für die nächsten
Förderperiode einsetzen. Die vorgeschlagenen 300.000 Euro pro Betrieb
als Obergrenze sind zu hoch", sorgt sich die Landtagsabgeordnete.
Die SPÖ ist für eine faire Gestaltung des Fördersystems, das den hart
arbeitenden Landwirten tatsächlich zugute kommt. Die Fördermittel
sollen in Zukunft verstärkt gemäß der Arbeitsleistung verteilt
werden.
Rückfragehinweis:
Armin Schusterbauer Referent SPÖ-Landtagsklub Tel.: (+43 732) 77 20-117 45 Mobil: (+43 664) 600 72-117 45 E-Mail: [email protected]
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