• 11.08.2012, 16:49:34
  • /
  • OTS0026 OTW0026

ÖSTERREICH: Strache greift Stronach an

"Mit Geld kann man nicht alles kaufen" - FPÖ-Chef sieht Industriellen nicht als Konkurrenz

Wien (OTS) - FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache greift jetzt den
Industriellen Frank Stronach an, der ja mit einer neuen Partei bei
der Nationalratswahl 2013 kandidieren will. Im Interview mit
ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) stellt es Strache in Abrede, dass
Stronach eine Konkurrenz für die FPÖ sein könnte: "Gar nicht. Ich
glaube, dass der Herr Stronach Geld hineinpumpen kann was er will -
das hat er ja auch schon bei einem Fußballverein getan. Mit Geld kann
man nicht alles kaufen, man kann - wie Herr Stronach - den einen oder
anderen Politiker kaufen. Er hat doch nur geschäftliche Interessen.
Und die Leute wissen: Ich bin nicht käuflich."

Auch Wolfgang Schüssel kommt bei Strache nicht gut weg, im
Interview schildert der FPÖ-Obmann, wie der frühere Bundeskanzler ihm
nach der Wahlniederlage 2006 eine Koalition angeboten habe. Strache:
"Er hat mit seiner präpotenten und arroganten Art gesagt: ,Herr
Strache, jetzt ist es Zeit für eine Koalition. Sie können Vizekanzler
werden, fünf Minister stellen und über Inhalte reden wir nicht.\x{2588}
Zusammen mit dem BZÖ hätte es gereicht, das war sein Masterplan. Aber
das spielt\x{2588}s bei einem Herrn Strache nicht."

Wenn es Neuwahlen im Kärnten geben müssen, müsse es erst Recht
welche auf Bundesebene geben so der FPÖ-Chef, denn: "Es gibt (in
Kärnten) eine nicht rechtskräftige Verurteilung von Uwe Scheuch - er
hat Konsequenzen gezogen - und Ermittlungen gegen drei freiheitliche
Landesregierungsmitglieder. Es gibt aber auch Ermittlungen gegen vier
SPÖ-Bundesregierungsmitglieder, darunter den Kanzler. Da will keiner
Neuwahlen. Das ist doch eine Doppelmoral!" Und weiter: "Wir haben
schon einen Antrag gestellt. Doch das scheut die rot-schwarz-grüne
Dreierbande: Sie haben Angst vor dem Volk, weil sie wissen, dass die
nächste Nationalratswahl eine Volksabstimmung über den
Euro-Rettungsschirm ESM wird. Deshalb wollen wir ja 33,4 Prozent der
Wählerstimmen als Sperre, gegen dieses ESM-Diktat."

Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FEL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel