ÖSTERREICH: Strache greift Stronach an

"Mit Geld kann man nicht alles kaufen" - FPÖ-Chef sieht Industriellen nicht als Konkurrenz

Wien (OTS) - FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache greift jetzt den Industriellen Frank Stronach an, der ja mit einer neuen Partei bei der Nationalratswahl 2013 kandidieren will. Im Interview mit ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) stellt es Strache in Abrede, dass Stronach eine Konkurrenz für die FPÖ sein könnte: "Gar nicht. Ich glaube, dass der Herr Stronach Geld hineinpumpen kann was er will -das hat er ja auch schon bei einem Fußballverein getan. Mit Geld kann man nicht alles kaufen, man kann - wie Herr Stronach - den einen oder anderen Politiker kaufen. Er hat doch nur geschäftliche Interessen. Und die Leute wissen: Ich bin nicht käuflich."

Auch Wolfgang Schüssel kommt bei Strache nicht gut weg, im Interview schildert der FPÖ-Obmann, wie der frühere Bundeskanzler ihm nach der Wahlniederlage 2006 eine Koalition angeboten habe. Strache:
"Er hat mit seiner präpotenten und arroganten Art gesagt: ,Herr Strache, jetzt ist es Zeit für eine Koalition. Sie können Vizekanzler werden, fünf Minister stellen und über Inhalte reden wir nicht. Zusammen mit dem BZÖ hätte es gereicht, das war sein Masterplan. Aber das spielt s bei einem Herrn Strache nicht."

Wenn es Neuwahlen im Kärnten geben müssen, müsse es erst Recht welche auf Bundesebene geben so der FPÖ-Chef, denn: "Es gibt (in Kärnten) eine nicht rechtskräftige Verurteilung von Uwe Scheuch - er hat Konsequenzen gezogen - und Ermittlungen gegen drei freiheitliche Landesregierungsmitglieder. Es gibt aber auch Ermittlungen gegen vier SPÖ-Bundesregierungsmitglieder, darunter den Kanzler. Da will keiner Neuwahlen. Das ist doch eine Doppelmoral!" Und weiter: "Wir haben schon einen Antrag gestellt. Doch das scheut die rot-schwarz-grüne Dreierbande: Sie haben Angst vor dem Volk, weil sie wissen, dass die nächste Nationalratswahl eine Volksabstimmung über den Euro-Rettungsschirm ESM wird. Deshalb wollen wir ja 33,4 Prozent der Wählerstimmen als Sperre, gegen dieses ESM-Diktat."

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