Tierversuche: Bürokratischer Aufwand gefährdet Forschungsstandort Österreich

Wien (OTS) - Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär des Verbands
der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig) schließt sich in der Debatte zum Entwurf für ein neues Tierversuchsgesetz der Kritik der Forscher zum Tierversuchsgesetz an. Diese hatten in einer Aussendung vor einer Gefährdung des Forschungsstandorts Österreich gewarnt, weil der Entwurf unter anderem eine Ausweitung der Definition von Tierversuchen vorsah.

Schließlich sei dessen Erhalt ein wichtiger Faktor für die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft und für den Verbleib von hoch spezialisierten Wissenschaftlern in Österreich. "Österreich braucht Forschung und Fortschritt zur Verbesserung des Lebens", so Huber.

Der Entwurf zum Tierversuchsgesetz setzt eine europäische Richtlinie um, deren Credo das Prinzip Vermeidung - Verminderung -Verfeinerung von Tierversuchen ist und durch die Doppelversuche europaweit vermieden werden sollen. Zu diesem Prinzip bekennt sich auch die pharmazeutische Industrie.

Für die Erforschung innovativer Arzneimittel sind Tierversuche in der Präklinik eine unabdingbare Voraussetzung. Zudem gibt es gesetzliche Regelungen, die vorsehen, dass neue Substanzen erst an Zellkulturen, dann an Tieren und zuletzt erst an Menschen geprüft werden müssen. "Ohne Tierversuche ist die Erforschung neuer Arzneimittel also nicht möglich. Insofern retten Tierversuche Menschenleben", so Huber abschließend.

Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand August 2012), die den Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca.10.000 Beschäftigte.

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