SJ, FSG-Jugend, AKS, JG und VSStÖ: Die Jugend zu spalten wird nicht funktionieren, Frau Burgstaller!

Alle roten Jungendorganisationen bekräftigen ihr Bekenntnis zum offenen und freien Hochschulzugang

Wien (OTS/FSG) - Wir beziehen uns auf ein Interview von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller in der aktuellen Ausgabe von NEWS, in der sie offenkundig versucht, Lehrlinge gegen Studierende auszuspielen. "Anscheinend gehen Frau Burgstaller inzwischen die inhaltlichen Argumente aus, wenn sie schon gezwungen ist, so tief in den politische Mistkübel zu greifen. Zu versuchen, einen Keil in die Jugend zu treiben und Lehrlinge gegen Studierende auszuspielen, nur um das eigene politische Spiel zu gewinnen, ist wirklich das Letzte", so Jessica Müller, Vorsitzende des Verbands sozialistischer StudentInnen.

"Sei es für die Anliegen von Lehrlingen, SchülerInnen, Studierende oder bessere Angebote für lebenslanges Lernen, wir kämpfen seit Jahren gemeinsam und solidarisch für ein besseres Bildungssystem in Österreich, und daran wird sich auch so schnell nichts ändern", so Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich.

"Seit Jahren hätte Burgstaller Zeit gehabt, sich aktiv darum zu kümmern, die Situation von Lehrlingen zu verbessern. Zu unserer Forderung nach einer Fachkräftemilliarde, die eine dringend notwendige Verbesserung der Ausbildungsqualität bringen würde, haben wir von ihrer Seite noch nie etwas gehört. Stattdessen fällt Gabi Burgstaller in unregelmäßigen Abständen lediglich durch politische Vorschläge auf, die im Endeffekt Verschlechterungen für die Jugendlichen bringen. Das beweist uns, dass es ihr nur um das politische Kleingeld geht", so Florian Hohenauer, Bundesjugendvorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen.

"Studiengebühren können zwar für Einzelpersonen das Ja oder Nein für ein Studium bedeuten, für die insgesamte bildungspolitische Debatte sind diese aber eigentlich nur ein Nebenschauplatz. Viel wichtiger wäre die Forderung nach einer gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen. Wir würden uns deshalb wünschen, dass Frau Burgstaller endlich davon Abstand nimmt, gemeinsame Sache mit den Konservativen zu machen, und sich stattdessen auf ihr soziales Gewissen rückbesinnt und uns in unserer Forderung nach einer Gesamtschule unterstützt", so Tatjana Gabrielli, Vorsitzende der Aktion Kritischer SchülerInnen.

Diesem Vorschlag kann auch Tina Tauß, Vorsitzende der Jungen Generation, viel abgewinnen: "Wir wissen, dass die Trennung in Hauptschulen und Gymnasien eine wesentliche Hürde für die soziale Mobilität darstellt. Es muss deshalb oberste Priorität werden, eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen durchzusetzen, um so noch weitere Barrieren in unserem Bildungssystem abzubauen."

"Wir wollen weiterhin gute inhaltliche Arbeit im Interesse der Jungen machen, um so deren Anliegen wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Wir haben kein Interesse an politischem Hick-Hack, das auf dem Rücken der Jungend ausgetragen wird, und wir würden uns auch etwas mehr von einer gewählten Spitzenpolitikerin erwarten. Dieser lächerliche Versuc,h einen Keil zwischen uns zu treiben, wird an unserem Einsatz für gleiche Bildungschancen für alle nichts ändern", so alle Vorsitzenden unisono.

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