Strafen wegen Audimax-Besetzung

Protestierende Studierende werden kriminalisiert

Wien (OTS) - Studierende der Internationalen Entwicklung und solidarisierende Kolleg_innen anderer Studienrichtungen besetzten am 19. April 2012 das Rektorat und später das Audimax der Universität Wien. Mit dieser Aktion sollte die Abschaffung des Bachelor-Studienganges IE verhindert werden.

Während der vergangenen Tage haben einige von ihnen deshalb Strafanzeigen erhalten.

Trotz eines friedlichen Protests wurde sowohl das Rektorat als auch das Audimax von der Polizei geräumt. Dabei mussten Studierende ihre Daten preisgeben, einige sich sogar fotografieren lassen. Trotz Zusammenarbeit von Lehrenden und Studierenden konnte die Abschaffung des Bachelors leider nicht verhindert werden. Die Abschaffung des Studiengangs wurde im Juli 2012 per Senatsbeschluss bestätigt.

Studierende werden nun dafür bestraft, dass Aufforderungen zum Verlassen des Audimax nicht in geeigneter Form verlautbart wurden. Die Räumungsankündigung kam kurzfristig, Ausgänge waren noch immer von der Polizei versperrt.

"Zugangsbeschränkungen kennen wir ja schon zur Genüge. Dass die Polizei Studierende daran hindert, zu gehen, um sie dann wegen einer unangemeldeten Versammlung strafen zu können, ist allerdings neu.", so Julia Kraus, Kübra Atasoy und Jasmin Rückert vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

"Diese Repression ist wirklich unglaublich. Die ÖH Uni Wien zeigt sich solidarisch mit den Betroffenen und wird die Studierenden weiterhin bei ihren Kämpfen um gerechte Studienbedingungen unterstützen", so das Vorsitzteam abschließend.

Informationen zu Bescheiden werden in Kürze an Studierende ausgesandt.

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