- 04.08.2012, 12:41:22
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"Olympiakaplan" Maier: Die Spiele "können sehr grausam sein"
Seelsorger verteidigt medaillenlose österreichische Sportler
Linz-London, 04.08.12 (KAP) "Olympische Spiele können sehr grausam
sein": Diese Zwischenbilanz zog "Olympiakaplan" P. Bernhard Maier
während der Wettkämpfe in London, die für Österreich bisher noch
ohne Medaillengewinn verliefen. "Wer keine Medaille holt, fühlt sich
als Verlierer-Typ", so Maier in einem Interview der
"Oberösterreichischen Nachrichten" am Samstag. Denn es zähle "leider
das Maximum und nicht das Optimum".
Der Ausdruck "Olympia-Tourist" ist für den Sportlerseelsorger, der
zum bereits 16. Mal an Olympischen Spielen teilnimmt, "ungerecht und
völlig falsch". Alle österreichischen Teilnehmer in London hätten
eine harte Qualifikation geschafft. "Wenn mit Fabian Leimlehner nach
50 Jahren wieder ein österreichischer Turner bei den Spielen ist,
dann ist das schon ein Erfolg, hinter dem eine große Anstrengung
steht", betonte Maier.
Er kenne viele hochanständige Sportler und wisse, wie viel sie für
die Teilnahme an den Spielen investiert haben: "Schauen Sie nur
Sabrina Filzmoser an. Die hat so viel ihrem Ziel, eine Medaille zu
holen, untergeordnet. Und dann wird sie Siebente und die Leute
sagen, das war nix. Sie ist aber niemanden eine Rechenschaft
schuldig."
Der 61-jährige Salesianerpater hat seit den Winterspielen in
Sarajewo 1984 hat keine Olympischen Winter- oder Sommerspiele
ausgelassen. Auf de Frage nach den Entwicklungen seither antwortete
Maier, die Spiele würden "immer perfekter, vor allem in
kommerzieller Hinsicht", und alles sei viel stärker auf Leistung
getrimmt. Zu den olympischen Grundsätzen "schneller, höher, stärker"
sei "perfekter und wenn Sie wollen, auch perfider dazugekommen".
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