Betriebserlaubnis für Kursana Residenz Warmbad-Villach wird diese Woche wieder erteilt - Landesrat Ragger rudert zurück

Villach (OTS) -

  • Betreiber Kursana kritisiert Schließung der Residenz Warmbad-Villach als völlig unverhältnismäßig
  • unabhängiger Hygieneexperte eingeschaltet
  • Gespräch mit Landesrat Ragger mit der Aussicht auf Wiedererteilung der Betriebserlaubnis noch diese Woche
  • kein Bewohner hat das Haus verlassen

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Kursana bewertet den am 28. Juli 2012 erfolgten vorübergehenden Entzug der Betriebserlaubnis der Pflegeeinrichtung Kursana Residenz Warmbad-Villach durch die Landesregierung als völlig unverhältnismäßig und unangemessen. Der Lokalaugenschein ist darüberhinaus unsachgemäß und damit auch juristisch unhaltbar ausgeführt worden. Die Sozialabteilung des Landes Kärnten führt als Begründung für die vorübergehende Schließung Vorwürfe an, die auf Vermutungen beruhen und nicht den Tatsachen entsprechen.

Am Montag hat es auf Bestreben der Kursana-Geschäftsführung ein konstruktives Gespräch mit Landesrat Ragger gegeben. Alle vom Sozialreferenten geforderten Maßnahmen wurden bis Montagabend abgeschlossen. In einem persönlichen Gespräch am heutigen Dienstag sollen abschließend die fachlichen Fragen geklärt werden. Auf dieser Basis sind beide Seiten sehr zuversichtlich, dass noch diese Woche der Entzug der Betriebserlaubnis zurückgenommen wird.

Jörg Braesecke, Vorsitzender der Kursana-Geschäftsführung, betonte in einem Pressegespräch zur aktuellen Situation, dass die Hygiene in der Einrichtung in Ordnung ist. Eine Gesundheitsgefährdung der Bewohner schließt Kursana aus. Kein Bewohner ist aus hygienischen Gründen erkrankt. Entsprechende Bestätigungen der Hausärzte liegen vor. Dr. med. Helmut Witzeling, der die meisten Bewohner im Haus betreut, bestätigt: "Keiner der derzeit von mir betreuten Bewohner leidet an einer infektiösen gastrointestinalen Erkrankung."

Nach einer Begehung am 26. April hatte die Einrichtung erst drei Monate später, am 25. Juli, den Prüfbericht erhalten. Innerhalb dieser drei Monate erfolgte durch die Landesregierung kein Hinweis, dass Gefahr in Verzug bestehe. In dem Bescheid setzte die Landesregierung willkürlich eine kurze Frist von nur zwei Tagen, um die gewünschten hygienischen Maßnahmen umzusetzen. Die von der Behörde geforderten Hygienemaßnahmen hatte Kursana dennoch innerhalb der gesetzten Frist bis Samstag erfüllt. Trotzdem wurde der Einrichtung die Betriebserlaubnis entzogen.

Kursana hat mit Erich Nußbaummüller einen gerichtlich beeidigten Sachverständigen für Gebäudereinigung als externen unabhängigen Gutachter beauftragt. Es wird die Aussagekraft der bisherigen Prüfungen bezweifelt. Die Probennahme am 9. Juli wurde unsachgemäß ausgeführt und es wurde gegen die fachlichen Vorgaben für solche Prüfungen verstoßen. Mitarbeitern wurden unmittelbar nach Pflegetätigkeiten (Waschen der Bewohner) Proben entnommen, ohne dass diese die Möglichkeit hatten, eine Handdesinfektion vorzunehmen. Mitarbeiter der Küche wurden außerhalb des Küchenbereichs getestet. Die Begehung und die Probenabnahmen am 9. Juli verstoßen somit gegen die Vorgaben, da sie ohne die Beteiligung von Kursana vorgenommen wurden.

Ferner kritisiert Kursana die politisch motivierte Vorverurteilung der Einrichtung. Der vorübergehende Entzug der Betriebserlaubnis stand für Landesrat Ragger bereits fest, bevor der Lokalaugenschein am Samstag stattfand. Klarer Beleg dafür: Die Kleine Zeitung vermeldete bereits in ihrer Samstagsausgabe auf der Titelseite, die Einrichtung sei geschlossen. Und dies vor der eigentlichen Inaugenscheinnahme.

Trotz der Medienberichterstattung und der durch Kursana erfolgten Information ist bis zum heutigen Tag kein Bewohner ausgezogen bzw. hat den Wunsch geäußert, in eine andere Pflegeeinrichtung umzuziehen. Dies beweist das vertrauensvolle Verhältnis und die Zufriedenheit der Bewohner mit der Kursana-Einrichtung und den dort engagiert tätigen Mitarbeitern.

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Dr. Martina Zowack
Medienarbeit Kursana-Österreich
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E-Mail: martina.zowack@zowack.com

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