Nachrichtenmagazin Profil: Bank Austria bietet 85 Prozent Schadensersatz nach SWAP-Verlusten

Finanzbuddha: Angebot ist ein Präzedenzfall und Bestätigung für Gutachten

Wien (OTS) - Von einem außergerichtlichen Vergleichsangebot der Bank Austria bei einer Auseinandersetzung um Verluste bei Cross Currency Swap-Geschäften berichtet die neueste Ausgabe des Nachrichtenmagazins Profil. Mit der Begründung, sie könne sich dadurch 6.000 Euro pro Jahr an Zinsen sparen, hatte seinerzeit die Bank Austria Pia Job-Zeiner, Betreiberin der Gasometer-Apotheke, einen Cross-Currency-Swap angeboten. Der aus diesem Geschäft entstandene Verlust beträgt 240.000 Euro. Der Fall wurde im April dieses Jahres in der Sendung "Bürgeranwalt" thematisiert. Jetzt bietet die Bank in einer außergerichtlichen Verzichtserklärung an, 85 Prozent des Schadens zu ersetzen.

Für die Beratungsplattform Finanzbuddha ist dieses Angebot ein Präzedenzfall und eine Bestätigung für Berechnungen, die der Sachverständige für Derivative Finanzprodukte, Sascha Stadnikow, angestellt hat. In einem Gutachten zum Fall von Frau Job hatte Stadnikow festgestellt, dass 85 Prozent des Schadens deshalb entstanden seien, weil die Bank überhöhte Margen verrechnet habe. Hätte sich die Bank hingegen mit einer marktüblichen Marge in Höhe von einem Prozent des Derivatgeschäftes begnügt, wäre der Kundin nur 15 Prozent des heute vorliegenden Schadens entstanden.
"Aus unserer Sicht ist damit ein für alle Mal festgehalten, dass eine marktübliche Marge für Geschäfte wie das hier vorliegende ein Prozent beträgt," erklärt dazu Finanzbuddha-Sprecher Robert Süss. "Unabhängig von anderen Parametern, die bei der Beurteilung der Finanzgeschäfte rechtlich eine Rolle spielen, kann damit eine Schadensursache nunmehr objektiviert und zweifelsfrei berechnet werden."

Die nunmehr an die Öffentlichkeit gelangte Verzichtserklärung der Bank Austria ist deshalb von so großer Bedeutung, da üblicherweise Bankkunden bei einem solchen Angebot die Verzichtserklärung unterschreiben und damit zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Da die Bank ihrer Kundin nahezu zeitgleich mit dem Schadensersatz-Angebot Verzugszinsen von zusammengerechnet mehr als 20 Prozent verrechnet hat, wurde die Verzichtserklärung von Pia Job-Zeiner jedoch nicht angenommen.

Finanzbuddha geht davon aus, dass es in Österreich 300 gleichartige Schadensfälle von Unternehmen mit einem Schadensvolumen von rund 150 Millionen Euro gibt. Allein 30 Geschädigte haben sich bereits an Finanzbuddha gewandt. Für sie alle bestehe jetzt Hoffnung, den erlittenen Schaden zu einem großen Teil außergerichtlich ersetzt zu bekommen, betonte Finanzbuddha-Sprecher Robert Süss.

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