• 31.07.2012, 09:45:12
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Nachrichtenmagazin Profil: Bank Austria bietet 85 Prozent Schadensersatz nach SWAP-Verlusten

Finanzbuddha: Angebot ist ein Präzedenzfall und Bestätigung für Gutachten

Wien (OTS) - Von einem außergerichtlichen Vergleichsangebot der
Bank Austria bei einer Auseinandersetzung um Verluste bei Cross
Currency Swap-Geschäften berichtet die neueste Ausgabe des
Nachrichtenmagazins Profil. Mit der Begründung, sie könne sich
dadurch 6.000 Euro pro Jahr an Zinsen sparen, hatte seinerzeit die
Bank Austria Pia Job-Zeiner, Betreiberin der Gasometer-Apotheke,
einen Cross-Currency-Swap angeboten. Der aus diesem Geschäft
entstandene Verlust beträgt 240.000 Euro. Der Fall wurde im April
dieses Jahres in der Sendung "Bürgeranwalt" thematisiert. Jetzt
bietet die Bank in einer außergerichtlichen Verzichtserklärung an, 85
Prozent des Schadens zu ersetzen.

Für die Beratungsplattform Finanzbuddha ist dieses Angebot ein
Präzedenzfall und eine Bestätigung für Berechnungen, die der
Sachverständige für Derivative Finanzprodukte, Sascha Stadnikow,
angestellt hat. In einem Gutachten zum Fall von Frau Job hatte
Stadnikow festgestellt, dass 85 Prozent des Schadens deshalb
entstanden seien, weil die Bank überhöhte Margen verrechnet habe.
Hätte sich die Bank hingegen mit einer marktüblichen Marge in Höhe
von einem Prozent des Derivatgeschäftes begnügt, wäre der Kundin nur
15 Prozent des heute vorliegenden Schadens entstanden.
"Aus unserer Sicht ist damit ein für alle Mal festgehalten, dass eine
marktübliche Marge für Geschäfte wie das hier vorliegende ein Prozent
beträgt," erklärt dazu Finanzbuddha-Sprecher Robert Süss. "Unabhängig
von anderen Parametern, die bei der Beurteilung der Finanzgeschäfte
rechtlich eine Rolle spielen, kann damit eine Schadensursache nunmehr
objektiviert und zweifelsfrei berechnet werden."

Die nunmehr an die Öffentlichkeit gelangte Verzichtserklärung der
Bank Austria ist deshalb von so großer Bedeutung, da üblicherweise
Bankkunden bei einem solchen Angebot die Verzichtserklärung
unterschreiben und damit zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Da
die Bank ihrer Kundin nahezu zeitgleich mit dem
Schadensersatz-Angebot Verzugszinsen von zusammengerechnet mehr als
20 Prozent verrechnet hat, wurde die Verzichtserklärung von Pia
Job-Zeiner jedoch nicht angenommen.

Finanzbuddha geht davon aus, dass es in Österreich 300
gleichartige Schadensfälle von Unternehmen mit einem Schadensvolumen
von rund 150 Millionen Euro gibt. Allein 30 Geschädigte haben sich
bereits an Finanzbuddha gewandt. Für sie alle bestehe jetzt Hoffnung,
den erlittenen Schaden zu einem großen Teil außergerichtlich ersetzt
zu bekommen, betonte Finanzbuddha-Sprecher Robert Süss.

Rückfragehinweis:

Mag. Gerald Zmuegg
   Finanzbuddha
   Seilerstätte 6/7, 1010 Wien
   Tel.: ++43-1-8900310
   [email protected]
   www.finanzbuddha.at

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