Österreichischer Kameradschaftsbund: Wehrpflicht intelligent nutzen

"B-Taugliche" für Pflegedienst heranziehen, Einberufung von Frauen für ÖKB kein Tabuthema

Wien (OTS) - Der Österreichische Kameradschaftsbund (ÖKB) ist von seiner Entstehungsgeschichte her einer der ersten umfassenden Sozialhilfevereine Österreichs. Zunächst konzentrierte er sich auf die Hilfe für Kriegsopfer und deren Angehörige, schon bald kümmerte er sich auch für andere Menschen im unmittelbaren Umfeld. Und das ist heute noch so.

Die Überalterung unserer Bevölkerung und die mittlerweile über weite Strecken fehlende Nächstenhilfe im unmittelbaren Bereich der Betroffenen bedingt eine immer größer werden Zahl an PflegehelferInnen, die derzeit kaum noch abzudecken ist.

Der ÖKB schlägt daher vor, die allgemeine Wehrpflicht intelligent zu nutzen, um die fehlenden Kräfte zu organisieren. Dazu ist lediglich erforderlich, die Tauglichkeitskriterien bei der Musterung wieder im Sinne der ehemals B-Tauglichen anzuwenden. B-Taugliche waren Soldaten, die nicht für einen Kampfeinsatz vorgesehen waren sondern Hilfs- und Unterstützungsdienste leisteten. Diese jungen Österreicher und alle, die für den Zivildienst optieren, sollen -auch im Sinne einer verbesserten Wehrgerechtigkeit - einen Wehrersatzdienst im Pflegbereich leisten.

Ein positiver Nebeneffekt könnte auch darin bestehen, diese jungen Menschen für eine spätere Berufswahl im Pflegebereich motivieren zu können.

Im Sinne der Gleichbehandlung der Geschlechter ist für den ÖKB auch die Heranziehung von Mädchen analog zu den Burschen denkbar und sollte nicht von vornherein ausgeschlossen werden.

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Dr. Volker Zimmermann
Bundespressereferent des ÖKB
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