• 29.07.2012, 11:53:50
  • /
  • OTS0028 OTW0028

Korun: Höhere Grundversorgung positiv - reicht dennoch nur für Massenquartiere

Problematik bei unbegleiteten Jugendlichen weiterhin ungelöst

Wien (OTS) - "Dass die Beträge für die Unterbringung und Betreuung
von AsylwerberInnen nach acht Jahren endlich angepasst werden, ist
ein positiver Schritt. Allerdings können auch mit dem neuen Betrag
von 19 Euro bestenfalls Massenquartiere kostendeckend finanziert
werden", sagt die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun. Das
heißt, es würde bei der Konzentration von Asylsuchenden auf wenige
Großquartiere bleiben. Das erschwert gute Betreuung.

"Die großen VerliererInnen bleiben die unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlinge. Diese werden von der Innenministerin vorsorglich nicht
einmal erwähnt", kritisiert Korun. Denn auch für die Jungen werden
die derzeit krass unterdotierten Tagsätze nur um zwei Euro erhöht.
Korun: "In den vergangenen Jahren mussten immer wieder Einrichtungen
für minderjährige Flüchtlinge schließen, weil die Finanzierung mit
diesen Tagsätzen völlig unmöglich ist. Deshalb bleiben derzeit sehr
viele dieser Jugendlichen im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen
stecken, weil sie mangels Einrichtungen kaum mehr auf die
Bundesländer aufgeteilt werden können", erläutert die Grüne. Korun
schlägt daher eine Grundfinanzierung für diese Einrichtungen vor.
"Ein Spital schließt man ja auch nicht, nur weil die Belagszahl
schwankt. Eine Grundfinanzierung könnte den Erhalt der speziellen
Einrichtungen für Minderjährige sichern, auch wenn einmal weniger von
ihnen zu betreuen sind."

Rückfragehinweis:
Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel