Korun: Höhere Grundversorgung positiv - reicht dennoch nur für Massenquartiere

Problematik bei unbegleiteten Jugendlichen weiterhin ungelöst

Wien (OTS) - "Dass die Beträge für die Unterbringung und Betreuung von AsylwerberInnen nach acht Jahren endlich angepasst werden, ist ein positiver Schritt. Allerdings können auch mit dem neuen Betrag von 19 Euro bestenfalls Massenquartiere kostendeckend finanziert werden", sagt die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun. Das heißt, es würde bei der Konzentration von Asylsuchenden auf wenige Großquartiere bleiben. Das erschwert gute Betreuung.

"Die großen VerliererInnen bleiben die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Diese werden von der Innenministerin vorsorglich nicht einmal erwähnt", kritisiert Korun. Denn auch für die Jungen werden die derzeit krass unterdotierten Tagsätze nur um zwei Euro erhöht. Korun: "In den vergangenen Jahren mussten immer wieder Einrichtungen für minderjährige Flüchtlinge schließen, weil die Finanzierung mit diesen Tagsätzen völlig unmöglich ist. Deshalb bleiben derzeit sehr viele dieser Jugendlichen im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen stecken, weil sie mangels Einrichtungen kaum mehr auf die Bundesländer aufgeteilt werden können", erläutert die Grüne. Korun schlägt daher eine Grundfinanzierung für diese Einrichtungen vor. "Ein Spital schließt man ja auch nicht, nur weil die Belagszahl schwankt. Eine Grundfinanzierung könnte den Erhalt der speziellen Einrichtungen für Minderjährige sichern, auch wenn einmal weniger von ihnen zu betreuen sind."

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001