LR Ragger: Kein Pardon bei Missständen in Pflegeheimen

Prüfbericht des Landes bestätigt Beschwerden des Pflegeheims Kursana-Amt hat rasch gehandelt

Klagenfurt (OTS) - "Jeder Beschwerde die bei der Sozialabteilung des Landes Kärnten eingeht, wird nachgegangen und kennt bei Bestätigung kein Pardon. Im Hinblick auf das Pflegeheim der Kursana in Villach hat die zuständige Fachabteilung sofort reagiert und binnen Stunden nach Bestätigung der Mängel durch Sachverständige dem Betreiber bescheidmäßig aufgetragen die gravierendsten Mängel binnen kürzester Zeit zu beseitigen", teilte der zuständige Sozialreferent LR Christian Ragger mit.

Gemeinsam mit der Fachaufsicht der Sozialabteilung führte Ragger heute, Samstag, eine unangemeldete Kontrolle durch, um Vorort die Einrichtung unter die Lupe zu nehmen und die Einhaltung der von der Behörde verfügten Maßnahme zu kontrollieren. Im Rahmen dieser Kontrolle wurde festgestellt, dass den behördlichen Aufträgen überhaupt nicht nachgekommen wurde. Aus diesem Grunde wurde von der Behörde die Schließung der Einrichtung verfügt.

Dies bedeutet, dass nunmehr der Träger gesetzlich verpflichtet ist, sämtliche Bewohner auf eigene Kosten und Gefahr in anderen Einrichtungen adäquat unterzubringen. Da eine akute Gefahr für Leben und Gesundheit besteht, liegt es auch im Interesse des Trägers, seinen Interessen unverzüglich nachzukommen, da ihn sonst neben einer Verwaltungsstrafe auch Schadenersatzforderungen der Bewohner treffen könnten.

Das Land Kärnten hat eine Hotline unter der Nummer 0664 / 80536 22709 eingerichtet und dafür Sorge getragen, dass jeder der betroffenen Heimbewohner einen Betreuungsplatz in den umliegenden Einrichtungen erhält. Die Betroffenen mögen sich an die Hotline wenden. Verwiesen wird auch auf die kürzlich online gestellte Pflegeplatzbörse www.pflegeplatzboerse.ilogs.com.

Weiters betonte der Sozialreferent an diesem Beispiel auch, wie wichtig genehmigte Pflegeheime seien. "Hier können wir, wenn notwendig, bis zur Schließung eingreifen. Bei illegalen Einrichtungen ist das nicht möglich."

Ragger verweist darauf, dass durch die immer häufiger durchgeführten Fachaufsichten des Landes, die unangekündigt stattfinden, eine Steigerung der Qualität in den Heimen erreicht worden sei. "Letztlich nützen die im Heimgesetz und in der Heimverordnung festgelegten Vorgaben nur etwas, wenn sie auch kontrolliert werden", sagte Ragger. Abschließend hält er fest, dass er noch verschärftere Kontrollen im Sinne der über 4.500 Bewohner der Altenwohn- und Pflegeheime veranlassen werde, damit es zu keine Pflegemängel in Kärnten mehr komme.

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