- 27.07.2012, 13:59:39
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"Thema" am 30. Juli: Alte Rechnung - ein Wilderer vergibt nicht
Außerdem: Leben in der Gefahrenzone
Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag,
dem 30. Juli 2012, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:
Alte Rechnung - ein Wilderer vergibt nicht
"Ich hasse die Justiz!", sagt Hermann Walder aus Innervillgraten in
Osttirol. Dreißig Jahre nach dem Tod seines Bruders Pius Walder gehen
die Emotionen noch immer hoch. Der Wilderer wurde damals vom Jäger
Johann Schett durch einen Schuss in den Hinterkopf getötet. Beim
Begräbnis des Todesschützen vergangene Woche war Polizeieinsatz
notwendig, um die Ruhe wiederherzustellen. Der letzte lebende Bruder,
Hermann Walder, nannte den Toten "Meuchelmörder". Anlass des
Konfliktes in dem Osttiroler Bergdorf ist ein angeblich zu mildes
Urteil von dreieinhalb Jahren für den damaligen Schützen. Die Familie
des Wilderers sieht die Tat heute noch als glatten Mord. Christoph
Feurstein und Franz Normann begeben sich auf die Spuren des
Wildererdramas.
Leben in der Gefahrenzone
Sankt Lorenzen in der Steiermark hat seit dem verheerenden
Murenabgang ein Alarmsystem. Die Angst ist nicht vorbei. Neue, mit
Gittern verstärkte Betonmauern sollen künftige Muren aufhalten.
Trotzdem wissen die Menschen, dass sie in einer Gefahrenzone leben.
Dableiben oder weggehen? Diese Frage haben sich auch nach dem
Jahrhunderthochwasser 2002 viele Betroffene stellen müssen. Die
Bewohner des damals überfluteten Ortes Eitzendorf haben die rote Zone
verlassen und noch einmal von vorne begonnen. "Ich war völlig
verzweifelt. Heute bin ich froh über meine Entscheidung", sagt
Christine Buchberger. Eizendorf wurde geschleift. Der Ort ist heute
eine Schottergrube. Allerdings eine mit Wirtshaus. "Ich gehe hier
nicht weg", sagt der pensionierte Wirt Fritz Kühberger. "Auch wenn es
hier nur noch meine Frau und mich und das Feuerwehrhäusl gibt." Eine
"Thema"-Reportage von Markus Stachl und Christian Zechner.
Der schönste Tag im Leben?
"Wir wollen zeigen, dass wir eins sind", sagt Bräutigam Patrick.
Obwohl er schon einmal geschieden ist, glauben er und Andrea fest an
den Bestand ihrer Liebe. Auch Manuel und Patrick trauen sich. Sie
lassen sich "verpartnern". Gerade weil Politik und Behörden bei
gleichgeschlechtlichen Paaren nicht von "Ehe" sprechen wollen, feiern
die beiden Männer eine große, traditionelle burgenländische Hochzeit
im äußersten (See-)Winkel Österreichs. Die Zahl der Eheschließungen
geht zurück. Warum trotzdem heiraten? Aus purer Romantik, wegen der
rechtlichen Absicherung oder aus wirtschaftlichen Gründen? Rike
Fochler hat zwei Paare bei ihren wochenlangen Vorbereitungen und an
ihrem schönsten Tag begleitet.
Österreicher gegen Baumafia im Küstenparadies
Es ist eines der letzten Naturparadiese an der süditalienischen Küste
- doch Bauspekulanten scheren sich wenig um den strengen Naturschutz
im Nationalpark Gargano. Illegale Bauten schießen wie Pilze aus dem
Boden. Die lokalen Behörden scheinen machtlos und die einheimische
Bevölkerung fürchtet sich vor Repressalien der Baumafia. Seit den
1950er Jahren hat die Wiener Familie Pelikan dort ein Sommerhaus.
"Die Carabinieri haben mir geraten, hier nicht mehr alleine zu
übernachten", sagt die Publizistin Veronika Pelikan. Mit aller Kraft
kämpft sie um die Erhaltung des Küstenparadieses. Vandalenakte an
ihrem Haus, Brandanschläge und massive Drohungen halten sie nicht
davon ab. Politiker und Medien sind auf ihrer Seite - doch kann der
Kampf gegen mafiöse Strukturen in Italien überhaupt Erfolg haben?
Eine Reportage von Julieta Rudich.
"Thema" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand
abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek
(http://TVthek.ORF.at) angeboten.
Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Karin Wögerer
Tel.: (01) 87878 - DW 12913
http://presse.ORF.at
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