- 26.07.2012, 10:38:43
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Sima: Naturparadies Donauinsel
Artenvielfalt durch Biotope und Teiche
Wien (OTS) - Wer als Stadtmensch nicht nur ein Paradies für
Freizeitaktivitäten und Erholung sucht, sondern auch Natur pur
erleben möchte, ist auf der Donauinsel genau richtig. Die künstlich
angelegte Insel inmitten der Metropole bietet zahlreichen Tieren und
Pflanzen eine Heimat. "Die Stadt Wien legt großen Wert auf den Erhalt
der Artenvielfalt", betont Umweltstadträtin Ulli Sima, "Mit den
Biotopen und renaturierten Ufern verbinden wir auf der Donauinsel
Umweltschutz und Erholung, was die idealen Voraussetzungen für einen
naturgerechten Genuss der Insel für die Wienerinnen und Wiener
schafft."
"Auf der Donauinsel betreiben wir nicht nur Hochwasserschutz aus
technischer Sicht", erklärt Gerald Loew, Abteilungsleiter der MA 45 -
Wiener Gewässer, "Uns ist hier besonders wichtig, auch den richtigen
Ausgleich zum Artenschutz zu finden."
Zahlreiche Biotope wurden angelegt und entwickelten sich zu neuen
Lebensräumen für seltene Tier- und Pflanzenarten. Bei der Planung und
Entwicklung von Pflegemaßnahmen standen der MA 45 ExpertInnen der
Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 zur Seite. Mit ihrem Arten- und
Lebensraumschutzprogramm Netzwerk Natur trägt die Wiener
Umweltschutzabteilung seit vielen Jahren dazu bei, die Artenvielfalt
in Wien zu sichern und zu fördern. Mit zahlreichen Maßnahmen werden
seltene Lebensräume und bedrohte Tier- und Pflanzenarten in ganz Wien
geschützt und erhalten.
Der Tote Grund - ein quicklebendiges Naturdenkmal
Der ehemalige Donaualtarm nahe der Steinspornbrücke ist wohl der
bekannteste Ort für die Tier- und Pflanzenwelt des ehemaligen
Überschwemmungsgebietes. Er wurde bewusst als Auwald-Relikt erhalten
und ist seit 1986 Naturdenkmal nach dem Wiener Naturschutzgesetz.
Stromabwärts ist das Gewässer mit der Neuen Donau verbunden, wobei
eine Schwelle das Abfließen des Wassers bei geringem Wasserstand
verhindert. Das Wasser im Toten Grund ist etwa 2 Meter tief, bei
einer Wasserfläche von rund 2,6 Hektar.
Von Endelteich bis Zinkerbachl - Lebensräume für Laubfrosch und
Eisvogel
Das erste künstlich angelegte Oberflächengewässer der Donauinsel
war der Endelteich. Als das wichtigste Laichgewässer der Insel gilt
er als "Kinderstube" für Amphibien. Elf Amphibienarten zeugen von der
großen Populationsvielfalt des Teiches, wie etwa Teichmolche,
Erdkröten oder auch Laubfrösche.
Die MA 45 - Wiener Gewässer kontrolliert und pflegt den Endelteich,
der sich im nördlichen Teil der Donauinsel auf Höhe des Segelzentrum
Nord befindet.
Eines der ältesten Gewässer der Donauinsel ist der Hüttenteich.
Das auf Höhe der Staumauer des Donaukraftwerks Freudenau gelegene
Gewässer hat eine geringe Wassertiefe von einem Meter, ist rundum
verschilft und weist einen dichten Bestand an Sumpfpflanzen und
Röhricht auf. Ein üppiger Bewuchs an Bäumen und Sträuchern dient als
natürlicher Schutz, was das Gewässer als Laichplatz für Amphibien
besonders attraktiv macht.
Mit einer Wasserfläche von 2 Hektar ist das Tritonwasser das
größte Biotop der Insel. Es zeichnet sich durch ein reich
strukturiertes Ufer und eine besondere Pflanzenvielfalt aus.
BesucherInnen finden das Tritonwasser zwischen Kaisermühlenbrücke und
Praterbrücke.
Der Schwalbenteich verdankt einer Kolonie von Uferschwalben seinen
Namen und liegt bei der Einmündung des Donaukanals. Durch seine
geringe Tiefe von 1,5 Metern bietet er gute Voraussetzungen für den
dort heimischen Rohrkolbenbestand. Neben Amphibien wie der
Wechselkröte hat sich dort auch Niederwild wie Hase, Rebhuhn und
Stockente niedergelassen.
Am Zinkerbachl, einem kleinen Donaualtarmrest mit einer Verbindung
in die Neue Donau, haben sich Eisvögel heimisch nieder gelassen. Als
Brutstätte dient ihnen eine natürliche Lehmwand. Umgeben ist das
Zinkerbachl von einem Pappelhain.
Zur verbesserten Vernetzung der Biotope wurde jüngst - ebenfalls
ein Netzwerk Natur-Projekt - ein Kleingewässer nördlich der A22
errichtet.
Auch am Donaustrom zugewandten Ufer der Donauinsel wurden viele
Bereiche neu gestaltet und nach ökologischen Maßstäben entsprechend
umgebaut. Seitenarme, Halbinseln und wasserberuhigte Bereiche stellen
auf vielen Kilometern wertvolle geografische Nischen und
Rückzugsmöglichen für die Tierwelt der Donau dar.
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder
Rückfragehinweis:
Marlene Auer Mediensprecherin der Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima Tel.: +43 1 4000 81359 E-Mail: [email protected] www.ullisima.at Lisbeth Rudy Öffentlichkeitsarbeit MA 45 - Wiener Gewässer Tel.: +43 1 4000 96532 E-Mail: [email protected]
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