• 25.07.2012, 09:01:25
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Patientensicherheit: Arzneimittelfälschungen weltweit immer häufiger

Wien (OTS) - Im Kampf gegen die weltweite Zunahme von
Arzneimittelfälschungen betont die pharmazeutische Industrie die
Bedeutung entsprechender EU-Richtlinien, einer transparenten
Vertriebskette sowie moderner Sicherheitsverfahren.

Studien und Berichte aus unterschiedlichen Ländern bestätigen,
dass der Handel mit Arzneimittelfälschungen floriert: Von 9000
durchsuchten Webseiten gefährden 96 Prozent die Patientensicherheit,
da gesetzliche Vorgaben und Richtlinien nur mangelhaft umgesetzt
werden. Seit 2010 hat sich die Anzahl an Arzneimittel-Lieferungen,
die sich bei Kontrollen durch EU-Zollbehörden als Fälschungen
herausgestellt haben, verdoppelt. Allein in Österreich wurden im Jahr
2011 41.589 Medikamentenplagiate und damit doppelt so viele wie im
Jahr davor beschlagnahmt.

"Die Pharmaindustrie setzt auf modernste Technologien, um
Fälschungen möglichst zu erschweren", sagt Dr. Jan Oliver Huber,
Generalsekretär des Verbands der pharmazeutischen Industrie
Österreichs (Pharmig). EU-weit wird mit der Richtlinie zur
Verhinderung des Eindringens von gefälschten Arzneimitteln in die
legale Lieferkette auf Arzneimittelfälschungen reagiert. "Die
Umsetzung dieser Richtlinie muss absolut sichergestellt werden, um
einen Missbrauch und damit eine Gefährdung der Patienten zu
verhindern", betont Huber die Bedeutung länderübergreifender
Regelungen.

Dafür setzen sich auch die weltweit vier größten Verbände der
forschenden pharmazeutischen Industrie ein: Die International
Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations (IFPMA),
European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations
(EFPIA), Pharmaceutical Research and Manufacturers of America (PhRMA)
und die Japanese Pharmaceutical Manufacturers Association (JPMA)
veröffentlichten ein gemeinsames Statement mit Empfehlungen, wie
durch Kooperationen die Ausbereitung von Arzneimittelfälschungen
eingedämmt werden könnte.

Mit der von der EFPIA initiierten "European Medicines Verification
Organisation" soll ein internationales Verifikationssystem etabliert
werden. "Die gesamte Industrie ist daran interessiert, Fälschungen
möglichst zu verhindern und setzt dafür vielfältige Maßnahmen",
betont Huber die Bedeutung des Engagements in diesem Bereich. "Die
Transparenz in der Vertriebskette sowie die enge Zusammenarbeit von
Pharmaindustrie, Vertrieb und Apotheken in Österreich bieten ein
hohes Maß an Sicherheit, die den Patienten zu Gute kommt", sagt
Huber. Letztlich bleibe der Bezug von Medikamenten über die Apotheke
nach wie vor der beste Weg, um sich der Gefahr von
Arzneimittelfälschungen nicht auszusetzen.

Über die Pharmig:

Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der
österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120
Mitglieder (Stand April 2012), die den Medikamenten-Markt zu fast 100
Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten
Arbeitsplätze für ca.10.000 Beschäftigte.

Rückfragehinweis:
Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Communication & PR, Mag. Barbara Grohs
Tel. 01/40 60 290-20
mailto:[email protected]

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