SJÖ: Festplattenabgabe kein richtiger Schritt

Soziale Absicherung von KünstlerInnen braucht andere Lösung als Festplattenabgabe

Wien (OTS) - "Die jüngsten Gedankenspiele über neuen Gebühren auf dem Rücken der KonsumentInnen sind genauso abzulehnen wie Pläne à la ACTA, die den digitalen Fortschritt im Keim ersticken und Millionen von Userinnen und Usern ins Kriminal rücken sollen", kommentiert Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, die netzpolitische Debatte über die Einführung einer Festplattenabgabe. Damit stellt sich die Sozialistische Jugend hinter SPÖ-Nationalrätin Sonja Ablinger, die in der aktuellen Diskussion diese Maßnahme mit Skepsis beäugt. Auch die SJ möchte die soziale Absicherung der oft von der Medien- und Unterhaltungsindustrie ausgebeuteten KünstlerInnen anders sichergestellt sehen.

"Eine Festplattenabgabe scheint für die SJ nicht der richtige Schritt zu sein, werden auf Festplatten doch nicht nur urheberrechtlich geschützte Werke, sondern ebenso andere, private Dokumente gespeichert", argumentiert Moitzi. Es bedarf einer stärkeren staatlichen Unterstützung von Kunstschaffenden um ihr Schaffen auch entsprechend wertzuschätzen. Für die Sozialistische Jugend ist gerade deshalb klar, dass es eine umfassende Reform des Urheberrechtes braucht, in der ein Interessensausgleich zwischen UserInnen, Kreativen und VerwerterInnen gewährleistet ist. Die SJ hofft somit auf weitere Diskussionen zwischen den Interessensgruppen und plädiert für einen progressiven Blick auf Fragen des Copyrights.

Rückfragen & Kontakt:

Sozialistische Jugend Österreich
Boris Ginner
SJ-Pressesprecher
Tel.: +43 664 / 560 49 87
office@sjoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0001