- 23.07.2012, 12:24:04
- /
- OTS0090 OTW0090
SJÖ: Festplattenabgabe kein richtiger Schritt
Soziale Absicherung von KünstlerInnen braucht andere Lösung als Festplattenabgabe
Wien (OTS) - "Die jüngsten Gedankenspiele über neuen Gebühren auf
dem Rücken der KonsumentInnen sind genauso abzulehnen wie Pläne à la
ACTA, die den digitalen Fortschritt im Keim ersticken und Millionen
von Userinnen und Usern ins Kriminal rücken sollen", kommentiert
Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, die
netzpolitische Debatte über die Einführung einer Festplattenabgabe.
Damit stellt sich die Sozialistische Jugend hinter SPÖ-Nationalrätin
Sonja Ablinger, die in der aktuellen Diskussion diese Maßnahme mit
Skepsis beäugt. Auch die SJ möchte die soziale Absicherung der oft
von der Medien- und Unterhaltungsindustrie ausgebeuteten
KünstlerInnen anders sichergestellt sehen.
"Eine Festplattenabgabe scheint für die SJ nicht der richtige
Schritt zu sein, werden auf Festplatten doch nicht nur
urheberrechtlich geschützte Werke, sondern ebenso andere, private
Dokumente gespeichert", argumentiert Moitzi. Es bedarf einer
stärkeren staatlichen Unterstützung von Kunstschaffenden um ihr
Schaffen auch entsprechend wertzuschätzen. Für die Sozialistische
Jugend ist gerade deshalb klar, dass es eine umfassende Reform des
Urheberrechtes braucht, in der ein Interessensausgleich zwischen
UserInnen, Kreativen und VerwerterInnen gewährleistet ist. Die SJ
hofft somit auf weitere Diskussionen zwischen den Interessensgruppen
und plädiert für einen progressiven Blick auf Fragen des Copyrights.
Rückfragehinweis:
Sozialistische Jugend Österreich
Boris Ginner
SJ-Pressesprecher
Tel.: +43 664 / 560 49 87
mailto:office@sjoe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SJO






