SPÖ enttäuscht über FP/VP/Grün-Beschluss für Lehrkräfte-Kürzung in Oberösterreich

Klubvorsitzende Jahn: "Bildung wird mit vorgeschobenen Argumenten eingespart."

Linz (OTS) - Unter dem Vorwand einer "gerechteren Verteilung"
haben ÖVP, FPÖ und Grüne im heutigen Lenkungsausschuss die Kürzung von 56 LehrerInnen-Dienstposten beschlossen. "Ich bin enttäuscht, dass FPÖ und Grüne eine Allianz mit der ÖVP bilden, um 56 LehrerInnen in Oberösterreich einzusparen. Die Kürzungen drohen gerade in den Neuen Mittelschulen zu pädagogischen Einschränkungen zu führen", stellt SPÖ-Klubvorsitzende und Bildungssprecherin Mag. Gertraud Jahn fest. Landesrätin Hummer müsse nunmehr sicherstellen, dass das Land für Neue Mittelschulen - wie bisher - durchschnittlich 5 Stunden pro Klasse für Team-Teaching und Fördermaßnahmen zur Verfügung stellt.

Das Bildungsministerium hat ausdrücklich klargestellt, dass jene Stunden, die bislang die Hauptschulen für "leistungsdifferenzierten Unterricht" hatten, in vollem Ausmaß den Neuen Mittelschulen zur Verfügung zu stellen sind. Dennoch haben ÖVP, FPÖ und Grüne heute unter dem Vorwand einer "gerechteren Verteilung" die Kürzung dieser Stunden von durchschnittlich 5 pro Klasse auf 4,5 beschlossen. "Bislang gab es 11.092 Stunden für 2235 Klassen - in Hinkunft nur mehr 9937 für gleich viele Klassen. Dass damit auch eine Einschränkung der pädagogischen Möglichkeiten verbunden ist, muss jedem klar sein, der heute im Lenkungsausschuss dafür gestimmt hat", argumentiert Jahn. Konkret kann der Verlust bis zu 13 Wochenstunden pro Schulstufe in einer Schule ausmachen.

ÖVP, FPÖ und Grüne müssen nunmehr sicherstellen, dass ihre Kürzungen zu keiner pädagogischen Benachteiligung der Neuen Mittelschulen führen. "Wir werden genau darauf schauen, dass die Neuen Mittelschulen jene Ressourcen vom Land bekommen, die ihnen zustehen. Es darf zu keinen Einschränkungen von Team-Teaching und individuellen Förderungen durch die Einsparungen kommen. Die Bildungsreferentin muss zu ihrer Verpflichtung gegenüber dem Bildungsministerium stehen und den Neuen Mittelschulen jene fünf Wochenstunden pro Klasse geben, die ihnen auch bisher zugestanden sind - denn wer Bildung einspart, der spart Zukunft ein", warnt Jahn.

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