- 21.07.2012, 09:05:31
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SJÖ gedenkt Attentat von Utoya: "Hassklima wird uns nicht bezwingen"
Schweigeminute am 22.7. um 15.22 Uhr - Rechtsextremismus die Grundlage entziehen - Wiedereinführung des Rechtsextremismus-Berichts
Wien (OTS) - Die Sozialistische Jugend gedenkt dem Attentat eines
Rechtsextremen auf das Jugendcamp ihrer norwegischen
Schwesterorganisation Arbeidernes Ungdomsfylking (AUF), das sich vor
einem Jahr auf der Insel Utoya ereignete und ruft alle Menschen dazu
auf, am morgigen Sonntag um 15.22 Uhr eine Gedenkminute einzulegen,
um an die Opfer zu erinnern. "Das Attentat in Norwegen war ein
Anschlag auf die Ideen und Prinzipien der sozialistischen Bewegung:
Gleichheit, Solidarität, Demokratie, soziale Gerechtigkeit. Es ist
nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern ist Resultat eines
gesellschaftlichen Hassklimas, das von rechtspopulistischen,
rassistischen und anti-muslimischen Netzwerken und Parteien geschürt
wird. Gerade in Zeiten sozialer Ungleichheit, steigender
Arbeitslosigkeit und immer düster werdenden Zukunftsperspektiven wird
der Boden für eine wachsende Akzeptanz rechtsextremer und autoritärer
Politik aufbereitet", so Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der
Sozialistischen Jugend.
"Unsere 69 ermordeten Genossinnen und Genossen haben es nicht
gescheut, für ihre Werte einzustehen und diese in die Öffentlichkeit
zu tragen. Mehr denn je ist es wichtig, nicht klein beizugeben,
sondern offensiv für Frieden und eine sozialistische und
demokratische Gesellschaft einzutreten. Als internationalistische
Bewegung ist der permanente Austausch mit unseren
Schwesterorganisationen ein wichtiger Eckpfeiler in unserer
alljährlichen Arbeit", betont Moitzi, der auf das aktuell in Kroatien
zu Ende gegangene Sommercamp jungsozialistischer Organisationen aus
ganz Europa verweist. Die SJ Österreich beteiligte sich dabei mit
einer rund 170-köpfigen Delegation.
"Wer von Breivik spricht, darf über die rechtsextremen Tendenzen in
der Gesellschaft nicht schweigen. Höchste Zeit, dass rechtsextremen
Umtrieben der Riegel vorgeschoben wird und das Innenministerium
wieder einen jährlichen Rechtsextremismus-Bericht herausgibt!",
fordert der SJ-Vorsitzende, um der rechtsextremen Kriminalszene
gezielt das Handwerk zu legen. Klar ist für Moitzi: "Der rechte
Attentäter hat sein Ziel verfehlt: Die sozialistische Bewegung ist
zusammengerückt und kämpft umso mehr für eine gerechte, demokratische
und solidarische Gesellschaft ohne Rassismus und Ausbeutung!"
Rückfragehinweis:
Sozialistische Jugend Österreich
Boris Ginner
SJ-Pressesprecher
Tel.: +43 664 / 560 49 87
office@sjoe.at
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