Mitterlehner: Private Unternehmen müssen ihr Personal selbst aussuchen dürfen

Gesetzliche Frauenquoten und bürokratische Förderpläne für Privatwirtschaft als falsches Rezept - Rahmenbedingungen und Anreize für Aufstieg von Frauen werden laufend verbessert

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will den Aufstieg von qualifizierten Frauen in Führungspositionen durch bessere Rahmenbedingungen und gezielte Anreize weiter forcieren, spricht sich aber gegen Frauenquoten und gesetzlich verpflichtende Förderpläne für die Privatwirtschaft aus. "Die Unternehmen sind mit privatem Geld aufgebaut worden, tragen das volle Risiko und müssen daher weiterhin die Freiheit haben, sich ihr Personal selbst auszusuchen. Markteingriffe durch Quoten und Förderpläne, die noch dazu den bürokratischen Aufwand erhöhen, lehnen wir daher ab", betont Mitterlehner. Es sei zudem kontraproduktiv, die Betriebe in einer schwierigen Konjunkturlage laufend mit zusätzlichen Forderungen zu verunsichern, bevor das erst im Vorjahr lancierte Gleichbehandlungspaket seine volle Wirkung entfaltet habe.

"Weitere staatliche Vorgaben gehen auch deshalb in die falsche Richtung, weil die Wirtschaft längst erkannt hat, dass Unternehmen mit gemischten Führungsgremien erfolgreicher agieren. Dazu erhöht der demographische Wandel den Handlungsdruck, um langfristig genügend Fachkräfte zu haben", so Mitterlehner. "Entscheidend ist daher, dass die Rahmenbedingungen und Anreize für den Aufstieg qualifizierter Frauen weiter verbessert werden. Durch den beschleunigten Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen erleichtern wir kontinuierlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Seit 2008 wurden für die Betreuung aller Kinder bis zum Schulbeginn mehr als 30.000 neue Plätze geschaffen", so Mitterlehner.

"Gleichzeitig setzen wir gezielte Maßnahmen die direkt bei den Frauen ansetzen", verweist Mitterlehner auf das vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit WKÖ und IV geschaffene Führungskräfteprogramm "Zukunft.Frauen", dessen fünfter Durchgang im Herbst 2012 startet. "Damit unterstützen wir qualifizierte Frauen bei ihrem Aufstieg in Chefetagen und bereiten sie gezielt für wichtige Management- und Aufsichtsratspositionen vor", sagt Mitterlehner. Um mt gutem Beispiel voranzugehen und ein positives Signal zu setzen, hat der Bund zudem erst im Vorjahr eine Selbstverpflichtung zur Erhöhung des Frauenanteils in den Aufsichtsgremien von staatsnahen Unternehmen mit einem Bundesanteil von 50 Prozent und darüber beschlossen.

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