Energiepreise (Juli 2012): Bis zu 280 Euro Einsparpotenzial bei Anbieterwechsel

Große Preisdifferenzen im Bundesländer-Vergleich - Am größten sind die Sparmöglichkeiten im Netzgebiet Linz

Wien (OTS/BMWFJ) - Das Wirtschaftsministerium veröffentlicht monatlich den Energiepreis-Monitor auf Basis von Berechnungen und Erhebungen der E-Control.

Österreichs Haushalte geben durchschnittlich zwischen 609 Euro pro Jahr im Netzgebiet Tirol und 737 Euro pro Jahr im Netzgebiet Kärnten für Strom aus. Das Einsparpotenzial bei einem Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum Billigstbieter beträgt je nach Region zwischen 0 Euro pro Jahr in Vorarlberg sowie 96 Euro pro Jahr in Graz. Die Zahlen wurden berechnet auf Basis eines durchschnittlichen Haushaltes, der jährlich 3.500 Kilowattstunden kWh)Strom beim regionalen Standardanbieter bezieht.

Für Erdgas geben die Haushalte durchschnittlich zwischen 965 Euro pro Jahr in Vorarlberg und 1.207 Euro pro Jahr im Netzgebiet Linz aus. Das Einsparpotenzial bei einem Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum Billigstbieter beträgt je nach Region zwischen 15 Euro in Tirol und 200 Euro pro Jahr in Linz. Berechnet wurden diese Zahlen auf Basis eines Haushaltes, der 15.000 kWh beim regionalen Standardanbieter bezieht.

Das Sparpotenzial beim Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum Billigstbieter von Strom und Gas liegt je nach Region zwischen 23 Euro in Tirol sowie 280 Euro pro Jahr in Linz.
Für individuelle Berechnungen steht der Tarifkalkulator der E-Control(www.e-control.at) zur Verfügung.

Preisänderungen bei regionalen Standardanbietern

Strom (Juli): mit 1. Juli trat das neue Ökostromgesetz in Kraft. Für die Strompreiszusammensetzung ist dabei der neue Aufbringungsmechanismus wesentlich. Mit dem ÖSG 2012 entfallen die Fördermehraufwendungen gemäß dem alten Ökostromgesetz, die bisher in den Energiekosten inkludiert und für die Konsumenten sehr intransparent waren. Der neue Aufbringungsmechanismus sieht statt dessen einen Ökostromförderbeitrag vor, der für alle Netzebenen als gleicher prozentueller Durchschnittsaufschlag auf die Netzgebühren eingehoben und als solcher gesondert ausgewiesen wird. Diese Mittel werden für die Förderung der Ökostromanlagen verwendet. Damit ist eine Gleichbehandlung aller Endkunden je Netzebene innerhalb Österreichs sichergestellt. Gleichzeitig wird wie bisher über das Netz auch noch die Ökostrompauschale (vormals "Zählpunktpauschale") eingehoben. Ein wesentlicher Effekt für den Strompreis sollte nun darin bestehen, dass die intransparenten Ökostromkosten bei der Energiekomponente sinken, während die Netzkomponente mit den ausgewiesenen Ökostromförderbeiträgen ansteigt. Die Umstellung des Aufbringungsmechanismus für die Ökostromförderungen verursacht insgesamt keine höheren Stromkosten.

Die Energie AG Vertrieb und Linz Strom Vertrieb haben ihre Energiepreise gesenkt und ihre Preismodelle vereinheitlicht, wobei die neuen Konditionen und Preismodelle für die Neukunden ab 1.6. und für die Bestandskunden ab 1.7.2012 gelten. Die Energiekosten für Bestandskunden werden noch durch die Gewährung eines Rabatts für das erste Lieferjahr bei der Energie AG um ca. 4,1 Prozent und bei Linz Strom um 3,8 Prozent gesenkt. Auch die Salzburg AG (-4,6 Prozent), VKW (-4,4Prozent), Bewag (-4,1Prozent) und TIWAG (-5,35 Prozent) haben mit Anfang Juli ihre Energiepreise gesenkt. Trotz der Energiepreissenkung steigen die Gesamtkosten eines Musterabnehmers bei Bewag um 2 Prozent, Linz Strom um 1,9 Prozent, Energie AG um
2 Prozent, Salzburg AG um 2 Prozent, VKW um 2,5 Prozent und TIWAG um 2,1 Prozent. Über Preisänderungen bei den anderen regionalen Lieferanten sind gemäß E-Control keine Informationen vorhanden.

Gas (Juli): keine Preisänderungen.

Der zeitliche Verlauf der Energiepreise und weitere Detail-Informationen dazu sind auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums unter www.bmwfj.gv.at abrufbar (Unter "Quicklinks" in den Rubriken Treibstoffpreismonitor, Strompreismonitor und Gaspreismonitor).

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