- 12.07.2012, 12:18:55
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Einführung von E10 in Österreich wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll
Wien (OTS) - Im Rahmen der Diskussion zur Einführung von E10 im
Herbst dieses Jahres unterstreicht AGRANA erneut die wirtschaftliche
und ökologische Sinnhaftigkeit einer 10 %igen Beimischung von
Bioethanol. Für E10 in Österreich müssen keine zusätzlichen
Ackerflächen herangezogen werden. Vielmehr werden durch E10 enorme
CO2-Einsparungspotentiale im Land genutzt und im Rahmen der
Bioethanolerzeugung wertvolle Eiweissfuttermittel gewonnen.
Österreichische Ethanolproduktion deckt Bedarf für E10
Im AGRANA Bioethanolwerk in Pischelsdorf|NÖ werden jährlich rund
220.000 m3 Bioethanol hergestellt - eine Menge, die ausreicht, um den
gesamten österreichischen Bedarf an Bioethanol bei einer Einführung
von E10 im Inland zu decken. Aktuell exportiert AGRANA etwa die
Hälfte der in Niederösterreich erzeugten Bioethanolmenge und
verschenkt damit CO2-Einsparungspotentiale, die Österreich zur Gänze
selbst nutzen könnte, anstatt sie teuer in Form von
Verschmutzungsrechten am Weltmarkt zuzukaufen. Für die
österreichische E10-Einführung müssten daher keine zusätzlichen
Kapazitäten oder Ackerflächen für Rohstoffkulturen herangezogen
werden, es würde lediglich weniger Bioethanol exportiert.
"Aus Eins mach Vier": Optimale Rohstoffnutzung am Standort
Pischelsdorf
Bereits jetzt wird in Pischelsdorf aus dem eingesetzten Getreide
neben Bioethanol auch garantiert gentechnikfreies Eiweißfuttermittel
ActiProt(R) hergestellt. Mit ihrer Investition in der Höhe von 65
mEuro in eine der Bioethanolproduktion vorgelagerte Fabrik zur
Produktion von Weizenstärke und Weizengluten geht AGRANA nun einen
Schritt weiter. Die Anlage, deren Inbetriebnahme für Ende 2013
geplant ist, nutzt zunächst alle wesentlichen Rohstoffbestandteile
für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion, um dann die agrarischen
Reststoffe in der Bioethanolerzeugung zu verwerten. Gemeinsam mit
hochreinem CO2, welches der Industriegaskonzern Air Liquide über eine
CO2-Rückgewinnungsanlage produziert, werden am Standort Pischelsdorf
somit aus nur einem Rohstoff vier hochwertige Produkte hergestellt
und dieser damit zu 100 % genutzt.
Treibhausgas-Einsparungspotential durch Bioethanol aus Pischelsdorf
Durch diese 100 %ige Rohstoffnutzung kann - wie die neueste
Lebenszyklus-Analyse der Joanneum Research Forschungs GmbH zeigt -
eine Erhöhung des Treibhausgas-Einsparungspotentials von Bioethanol
von bisher 50 % auf zukünftig 70 % gegenüber Benzin erreicht werden.
Diese Presseaussendung ist auf www.agrana.com abrufbar.
Rückfragehinweis:
AGRANA Beteiligungs-AG
Mag.(FH) Christine Göller
Tel: 01 21137 12084
Email: [email protected]
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