Korrektur zu OTS 0058: Andrea Zittel bekommt Friedrich-Kiesler-Preis 2012

Amerikanische Künstlerin erhält renommierten, mit 55.000 Euro dotierten Architekturpreis

Wien (OTS) - =

Der Untertitel muss richtig lauten: Amerikanische
Künstlerin erhält renommierten, mit 55.000 Euro (nicht 50.000 Euro) dotierten Architekturpreis =

Der Österreichische Friedrich-Kiesler-Preis 2012 geht an die amerikanische Künstlerin Andrea Zittel. Dies gab die Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler Privatstiftung bekannt. Die mit 55.000 Euro dotierte Auszeichnung wird abwechselnd alle zwei Jahre von der Republik Österreich und der Stadt Wien "für herausragende Leistungen im Bereich der Architektur und der Künste, die den experimentellen und innovativen Auffassungen Friedrich Kieslers und seiner Theorie der 'correlated arts' entsprechen" vergeben (Statuten des Kiesler-Preises).

Den diesjährigen Friedrich Kiesler-Preis für Architektur und Kunst verleiht Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny: "Andrea Zittel ist eine ausgezeichnete Wahl, ich freue mich über diese Entscheidung der Jury. Andrea Zittels künstlerische Arbeit widmet sich vor allem der Analyse sowie der Konzeption unseres unmittelbaren Lebensraums. Sie gestaltet klar definierte Wohneinheiten mit dem Anspruch, menschlichen Bedürfnissen und den alltäglichen Anforderungen unseres Daseins gerecht zu werden. Mit der Optimierung herrschender Lebensstandards kommt sie auch den Intentionen der Stadt Wien entgegen, sozialen Wohnbau, Architektur und Design weiterzuentwickeln."

Zwt: Begründung der Jury
Die internationale Jury des Kiesler-Preises für Architektur und Kunst 2012 würdigt Andrea Zittel als eine "bedeutende aufstrebende Künstlerin, die trotz ihres erst wachsenden Bekanntheitsgrades maßgeblichen Einfluss auf die Gegenwartskunst nimmt. Zittel lebt und arbeitet heute in Los Angeles und Joshua Tree, Kalifornien, und folgt in ihrem Werk einem umfassenden künstlerischen und raumbezogenen Ansatz. Ihre Sozialen Skulpturen überschreiten Grenzen zwischen Kunst, Architektur, Design und Technologie. [...] Die Jury zeichnet Zittel für ihre experimentellen und innovativen Arbeiten aus, die über den vorherrschenden Dialog zeitgenössischer Kunst und Ideen hinausgehen und diesen bereichern. Ganz im Sinne Friedrich Kieslers kann auch Zittels Werk als ein intellektuelles bezeichnet werden, dem dennoch die Begebenheiten und Situationen des täglichen Lebens zu Grunde liegen. In ihren Skulpturen und Rauminstallationen transformiert Zittel lebensnotwendige Alltagspraktiken - wie Essen, Schlafen, Baden und das Pflegen gesellschaftlicher Kontakte - in künstlerische Experimente und Szenarios neuer Lebensweisen."

Die Jury setzt sich zusammen aus Hermann Czech, Architekt, AT; Bartomeu Marí, Direktor des Museu d'Art Contemporani de Barcelona, MACBA, ESP; Lisa Phillips, Direktorin des New Museum of Contemporary Art in New York, US; Hani Rashid, Architekt und Mitbegründer von Asymptote Architecture New York, US; Dietmar Steiner, Direktor des Architekturzentrum Wien/AzW, AT.

Zwt: Biographie Andrea Zittel
Andrea Zittel wurde 1965 in Escondido, Kalifornien, geboren. 1988 Bachelor of Fine Arts in Malerei und Bildhauerei an der San Diego State University; 1990 Master of Fine Arts in Bildhauerei an der Rhode Island School of Design. In den frühen 90er Jahren ließ sich Zittel als Künstlerin in New York nieder. Eines ihrer augenfälligsten Projekte in NY war A-Z East, ein kleines Reihenhaus in Brooklyn, das sie in einen Ausstellungsraum verwandelte, um Möglichkeiten ihrer Lebens- und Wohnprototypen zu testen. Umzug an die Westküste im Jahr 2000, wo sich Zittel in der High-Desert-Region in der Nähe des Joshua-Tree-Nationalparks niederließ und "A-Z West" gründete. Mitorganisatorin von Smockshop, "ein von Künstlern geleitetes Unternehmen, das Einnahmen für Künstler generiert, die entweder nicht kommerziell arbeiten oder von ihrer Arbeit noch nicht leben können", und zwar durch den Verkauf von smocks (Kittel). Mitbegründerin von High Desert Test Sites, "einer Reihe experimenteller Kunstorte", die "einen alternativen Raum für experimentelle Arbeiten aufstrebender und etablierter Künstler bieten".

Gruppenausstellungen: Biennale di Venezia, documenta X, Skulptur Projekte Münster, Whitney Biennial 1995 und 2004 u.a. Einzelausstellungen: San Francisco Museum of Modern Art; Carnegie Museum, Pittsburgh; Deichtorhallen, Hamburg; Whitney Museum of American Art, Altria, New York; Museum für Gegenwartskunst, Basel; Louisiana Museum für Moderne Kunst, Dänemark; Kostümgalerie, Palazzo Pitti in Florenz. Duoausstellung: Schaulager in Basel. Schauplätze der Überblicksausstellung "Critical Space" (2005-2007): New Museum, New York; Contemporary Arts Museum, Houston; Albright Knox Museum, Buffalo, New York; Los Angeles Museum of Contemporary Art, Vancouver Art Gallery, British Columbia. 2011 Einzelausstellung in der Sprüth Magers Galerie, Berlin.

Rückfragen & Kontakt:

Kiesler Stiftung Wien
Mariahilfer Straße 1B/1, 1060 Wien
Monika Pessler
Direktorin
monika.pessler@kiesler.org
T +43 1 5130775-20
F +43 1 5130775-5
www.kiesler.org

Renate Rapf
Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
Tel.: 4000-81175
renate.rapf@wien.gv.at
www.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0008