- 12.07.2012, 10:46:37
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Korrektur zu OTS 0058: Andrea Zittel bekommt Friedrich-Kiesler-Preis 2012
Amerikanische Künstlerin erhält renommierten, mit 55.000 Euro dotierten Architekturpreis
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Wien (OTS) - Der Untertitel muss richtig lauten: Amerikanische
Künstlerin erhält renommierten, mit 55.000 Euro (nicht 50.000 Euro)
dotierten Architekturpreis =
Der Österreichische Friedrich-Kiesler-Preis 2012 geht an die
amerikanische Künstlerin Andrea Zittel. Dies gab die Österreichische
Friedrich und Lillian Kiesler Privatstiftung bekannt. Die mit 55.000
Euro dotierte Auszeichnung wird abwechselnd alle zwei Jahre von der
Republik Österreich und der Stadt Wien "für herausragende Leistungen
im Bereich der Architektur und der Künste, die den experimentellen
und innovativen Auffassungen Friedrich Kieslers und seiner Theorie
der 'correlated arts' entsprechen" vergeben (Statuten des
Kiesler-Preises).
Den diesjährigen Friedrich Kiesler-Preis für Architektur und Kunst
verleiht Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny: "Andrea Zittel
ist eine ausgezeichnete Wahl, ich freue mich über diese Entscheidung
der Jury. Andrea Zittels künstlerische Arbeit widmet sich vor allem
der Analyse sowie der Konzeption unseres unmittelbaren Lebensraums.
Sie gestaltet klar definierte Wohneinheiten mit dem Anspruch,
menschlichen Bedürfnissen und den alltäglichen Anforderungen unseres
Daseins gerecht zu werden. Mit der Optimierung herrschender
Lebensstandards kommt sie auch den Intentionen der Stadt Wien
entgegen, sozialen Wohnbau, Architektur und Design
weiterzuentwickeln."
Zwt: Begründung der Jury
Die internationale Jury des Kiesler-Preises für Architektur und
Kunst 2012 würdigt Andrea Zittel als eine "bedeutende aufstrebende
Künstlerin, die trotz ihres erst wachsenden Bekanntheitsgrades
maßgeblichen Einfluss auf die Gegenwartskunst nimmt. Zittel lebt und
arbeitet heute in Los Angeles und Joshua Tree, Kalifornien, und folgt
in ihrem Werk einem umfassenden künstlerischen und raumbezogenen
Ansatz. Ihre Sozialen Skulpturen überschreiten Grenzen zwischen
Kunst, Architektur, Design und Technologie. [...] Die Jury zeichnet
Zittel für ihre experimentellen und innovativen Arbeiten aus, die
über den vorherrschenden Dialog zeitgenössischer Kunst und Ideen
hinausgehen und diesen bereichern. Ganz im Sinne Friedrich Kieslers
kann auch Zittels Werk als ein intellektuelles bezeichnet werden, dem
dennoch die Begebenheiten und Situationen des täglichen Lebens zu
Grunde liegen. In ihren Skulpturen und Rauminstallationen
transformiert Zittel lebensnotwendige Alltagspraktiken - wie Essen,
Schlafen, Baden und das Pflegen gesellschaftlicher Kontakte - in
künstlerische Experimente und Szenarios neuer Lebensweisen."
Die Jury setzt sich zusammen aus Hermann Czech, Architekt, AT;
Bartomeu Marí, Direktor des Museu d'Art Contemporani de Barcelona,
MACBA, ESP; Lisa Phillips, Direktorin des New Museum of Contemporary
Art in New York, US; Hani Rashid, Architekt und Mitbegründer von
Asymptote Architecture New York, US; Dietmar Steiner, Direktor des
Architekturzentrum Wien/AzW, AT.
Zwt: Biographie Andrea Zittel
Andrea Zittel wurde 1965 in Escondido, Kalifornien, geboren. 1988
Bachelor of Fine Arts in Malerei und Bildhauerei an der San Diego
State University; 1990 Master of Fine Arts in Bildhauerei an der
Rhode Island School of Design. In den frühen 90er Jahren ließ sich
Zittel als Künstlerin in New York nieder. Eines ihrer augenfälligsten
Projekte in NY war A-Z East, ein kleines Reihenhaus in Brooklyn, das
sie in einen Ausstellungsraum verwandelte, um Möglichkeiten ihrer
Lebens- und Wohnprototypen zu testen. Umzug an die Westküste im Jahr
2000, wo sich Zittel in der High-Desert-Region in der Nähe des
Joshua-Tree-Nationalparks niederließ und "A-Z West" gründete.
Mitorganisatorin von Smockshop, "ein von Künstlern geleitetes
Unternehmen, das Einnahmen für Künstler generiert, die entweder nicht
kommerziell arbeiten oder von ihrer Arbeit noch nicht leben können",
und zwar durch den Verkauf von smocks (Kittel). Mitbegründerin von
High Desert Test Sites, "einer Reihe experimenteller Kunstorte", die
"einen alternativen Raum für experimentelle Arbeiten aufstrebender
und etablierter Künstler bieten".
Gruppenausstellungen: Biennale di Venezia, documenta X, Skulptur
Projekte Münster, Whitney Biennial 1995 und 2004 u.a.
Einzelausstellungen: San Francisco Museum of Modern Art; Carnegie
Museum, Pittsburgh; Deichtorhallen, Hamburg; Whitney Museum of
American Art, Altria, New York; Museum für Gegenwartskunst, Basel;
Louisiana Museum für Moderne Kunst, Dänemark; Kostümgalerie, Palazzo
Pitti in Florenz. Duoausstellung: Schaulager in Basel. Schauplätze
der Überblicksausstellung "Critical Space" (2005-2007): New Museum,
New York; Contemporary Arts Museum, Houston; Albright Knox Museum,
Buffalo, New York; Los Angeles Museum of Contemporary Art, Vancouver
Art Gallery, British Columbia. 2011 Einzelausstellung in der Sprüth
Magers Galerie, Berlin.
Rückfragehinweis:
Kiesler Stiftung Wien
Mariahilfer Straße 1B/1, 1060 Wien
Monika Pessler
Direktorin
[email protected]
T +43 1 5130775-20
F +43 1 5130775-5
www.kiesler.org
Renate Rapf
Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
Tel.: 4000-81175
mailto:[email protected]
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