- 11.07.2012, 09:35:40
- /
- OTS0041 OTW0041
Partnerschaft von Jagd und Naturschutz für Artenvielfalt
Sitzung des Umweltschutzbeirates mit Landesrat Schwärzler
Bregenz (OTS/VLK) - Bei der jüngsten Sitzung des
Umweltschutzbeirates wurden unter dem Vorsitz von Landesrat Erich
Schwärzler eine Reihe aktueller Naturschutzthemen beraten und
Positionierungen für die künftige Naturschutzarbeit vorgenommen.
Unter anderem diskutierten die Mitglieder des Beirates die Ergebnisse
der Biotopflächenevaluierung, das Wiesenbrüterprogramm zum Schutz
bedrohter Vogelarten und den aktuellen Stand in Sachen Achtalweg.
20 Jahre nach Erstellung des Biotopinventars für Vorarlberg zeigt
die vorliegende Evaluierung, dass die Vielzahl an Biotopflächen
erhalten werden konnte. Hinsichtlich ihrer Qualität sind zusätzliche
Maßnahmen notwendig wie z.B. Entbuschungen.
Das Wiesenbrüterprogramm in Lauterach und Lustenau ist ein
wichtiger Beitrag für die Erhaltung der Artenvielfalt in der
Kulturlandschaft. Es geht darin auch um den Abschuss von Fuchs und
Dachs, um das Überleben der Brutnester bedrohter Vogelarten zu
sichern. Landesrat Schwärzler: "Hierbei kommt der Weiterführung der
partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Jagd und Naturschutz eine
besondere Bedeutung zu." Darüber hinaus wurden im Auftrag des Landes
Vorarlberg vom Naturschutzbund mit Experten Artenschutzkonzepte für
die Bodenbrüter Kiebitz, Bekassine und Großer Brachvogel erstellt.
Naturschutzbund-Obfrau Hildegard Breiner berichtete über die
Einigung zwischen Naturschutz und Regio Bregenzerwald für einen
naturnahen Achtalweg. Die Schwerpunkte:
- Bekenntnis zu einem kombinierten Geh- und Radweg mit gegenseitiger
Rücksichtnahme;
- Freilegung von Mauerwerksflächen und damit Reduktion der zu
rodenden Flächen um 30 Prozent
- Errichtung von Gehölzgürteln und Sturzräumen anstelle von Geländern
mit Reduktion der technischen Absturzsicherungen um die Hälfte
- Sanierung der Holzbohlenwände und damit Reduzierung der Länge von
Steinschlagnetzen um ein Drittel
- Trennung des Geh- und Radweges vom Motocrossgelände durch eine
Trassenverlegung und damit Erzielung einer kreuzungsfreien Lösung.
- Kein Winterdienst (z.B. keine Salzstreuung).
In diesem Zusammenhang gab es auch ein klares Nein zur
grenzenlosen Freiheit der Mountainbiker in den Bergregionen. Obwohl
vor drei Jahren ein Mountainbike-Routennetz auf Landesebene
erarbeitet wurde, gibt es immer noch Bergradfahrer, die querfeldein
fahren. Das ist aus Sicht der Landwirtschaft, des Naturschutzes sowie
der Grundeigentümer nicht tolerierbar ist, so der Umweltschutzbeirat.
Rückfragehinweis:
Landespressestelle Vorarlberg Tel.: 05574/511-20137, Fax: 05574/511-920196 mailto:[email protected] http://www.vorarlberg.at/presse Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVL






