• 09.07.2012, 14:12:27
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DLA Piper lud zum Banken-Talk mit Othmar Karas

Wien (OTS) - Das neue Bankenreformpaket Basel III ist derzeit in
aller Munde. Für die internationale Anwaltskanzlei DLA Piper
Weiss-Tessbach Anlass genug, zu einem Banken-Workshop zum Thema zu
laden. Als exklusiver Referent konnte ein Experte gewonnen werden,
der direkt am Puls des Geschehens sitzt: Mag. Othmar Karas,
Vizepräsident des Europäischen Parlaments und Berichterstatter zu
Basel III sowie zur Überarbeitung der Richtlinien zu den
Eigenkapitalanforderungen. Karas stellte sich nicht nur den Fragen
des Publikums, sondern auch jenen der beiden Gastgeber des Abends,
Dr. Wolfgang Lafite und Dr. Wolfgang Freund, beide Partner bei DLA
Piper Weiss-Tessbach, die auch die Diskussion leiteten. Darüber
hinaus gab Karas auch Einblick in den aufwendigen Umsetzungsprozess
des Basel III und CRD 4 genannten Regelwerkes. Lafite und Freund
beleuchteten zusätzlich vor allem die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Mehr Kontrolle auf EU-Ebene

Unter den vielen Themen des Abends, die im Zusammenhang mit Basel
III diskutiert wurden, fand sich etwa auch das Thema europäische
Bankenaufsicht. "Seit 1. Jänner 2011 gibt es diese Aufsicht, aber
nicht in der Form, wie sie das EU-Parlament gefordert hat", sagte
Karas, der sich in punkto die europaweite Bankenaufsicht für ein
Durchgriffsrecht auf EU-Ebene ausspricht, mit Verweis auf die seiner
Ansicht nach zu dezentrale Ausrichtung der Kontrolle. Generell
sollten nach Karas Ansicht alle Lösungen, die eine Verbesserung der
schwierigen aktuellen Situation in Europa herbeiführen, ob auf
konjunktureller, sozialer oder währungstechnischer Ebene, für die
gesamte EU gedacht sein und zentral durchgesetzt werden können.
Karas: "Wenn sich wirklich etwas ändern soll, müssen wir der EU nicht
nur gute Gesetze geben, sondern auch die entsprechenden Instrumente
zu deren Durchsetzung."

Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Banken

Daneben sprach sich Karas auch klar für eine steuerliche
Entlastung der Banken auf nationaler Ebene aus, sobald die Basel
III-Richtlinien in Kraft treten: "Wenn Basel III / CRD 4 und damit
neue Eigenkapitalvorschriften für die Banken kommen, müssen die
nationalen Bankensteuern fallen. Nur so bleibt die
Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Banken gewährleistet". Wann
Basel III im EU-Parlament nun genau beschlossen wird, ist noch
unklar. "2013 soll es jedenfalls in Kraft treten. Ich bin aber der
Meinung, dass Inhalt vor Tempo geht, daher wird Punkt für Punkt bis
zum Konsens verhandelt. Ich gehe davon aus, dass wir bis Mitte
September mit den Verhandlungen fertig sind und die Verordnung dann
im Oktober beschlossen wird", sagt Karas.

"Es freut mich sehr, dass wir die Gelegenheit bieten konnten, mit
dem führenden Experten über dieses komplexe Thema zu diskutieren. An
den vielen Fragen aus dem Publikum merkt man, dass in Punkto Basel
III und CRD 4 selbst unter den eingeladenen Bankenexperten noch viel
Diskussionsbedarf besteht", meint Wolfgang Lafite. Insgesamt folgten
rund 40 mit der Materie befasste Bankfachleute von namhaften
Unternehmen und Institutionen wie BAWAG P.S.K., Erste Group, FIMBAG,
FMA Finanzmarktaufsicht, Hypo Bank Burgenland, OeKB Oesterreichische
Kontrollbank, Österreichische Volksbanken, PwC, Raiffeisen Bank
International, Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, UniCredit Bank
Austria AG.

Über DLA Piper

DLA Piper ist eine der weltweit größten und führenden
Anwaltskanzleien. Mit über 4.200 Juristen an 77 Standorten in 31
Ländern in Europa, Asien, Australien dem Nahen Osten und den USA
bietet DLA Piper ein umfassendes Rechtsberatungsangebot. In
Österreich ist die Kanzlei durch DLA Piper Weiss-Tessbach mit einem
Büro in Wien und 140 Mitarbeitern (etwa 60 Juristen) vertreten.
Weiterführende Informationen: www.dlapiper.com/austria.

Rückfragehinweis:
Nikolaus Pjeta, YIELD Public Relations OG,
T: +43 676 948 4012,
E: [email protected]

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