- 09.07.2012, 13:56:10
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Karlheinz Töchterle: EU-Donauraumstrategie bietet ausgezeichnete Kooperationsmöglichkeiten in Wissenschaft und Forschung
Wissenschafts- und Forschungsminister bei Konferenz der Donauraum-Forschungsminister in Ulm - gemeinsames Communiqué verabschiedet - Kooperation im Donauraum verstärkt

Wien (OTS) - "Der Donauraum stellt für Österreich und insbesondere
auch für unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen traditionell
einen bevorzugten Raum für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und
Mobilität dar", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr.
Karlheinz Töchterle. Er nimmt heute mit EU-Kommissar Dr. Johannes
Hahn, der deutschen Bildungsministerin Dr. Annette Schavan und
Ministern bzw. Vizeministern und Staatsekretären weiterer neun Länder
an der Konferenz der Donauraum-Forschungsminister teil. Bei dem
Treffen in Ulm, Deutschland, wurde auch ein gemeinsames Communiqué
zur verstärkten Kooperation im Donauraum verabschiedet. Das von elf
Ländern (Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Tschechische Republik,
Ungarn, Deutschland, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, der
Ukraine und Österreich) angenommene Communiqué sieht u.a. das Nutzen
von Synergien zwischen dem neuen EU-Rahmenprogramm "Horizon 2020"
(2014 - 2020) und den EU-Strukturfonds, die derzeit verhandelt
werden, vor.
Die EU-Donauraumstrategie biete "ausgezeichnete
Kooperationsmöglichkeiten", so Töchterle. Diese werden etwa im Rahmen
des von Österreich initiierten Mobilitätsprogramms CEEPUS (Central
European Exchange Programme for University Studies) gelebt, das in
diesem Jahr ein Gütesiegel für die vorbildliche Umsetzung der Ziele
der Donauraumstrategie verliehen bekommen hat. Waren es bei der
Gründung 1995 sechs Länder, ist das Netzwerk mittlerweile auf 16
Teilnehmerstaaten angewachsen. Jedes Land stellt pro Jahr eine
gewisse Anzahl an "Stipendienmonaten" zur Verfügung. 2012/13 sind es
6.075 Monate, die 66 Netzwerken mit insgesamt knapp 900 teilnehmenden
Institutionen zur Verfügung stehen. Mittlerweile haben mehr als
30.000 Studierende und Lehrende von CEEPUS profitiert.
Die Gründe für den hohen Stellenwert des Donauraums für Wissenschaft
und Forschung seien "vielfältig", so Töchterle weiter. "Die
historische Verbundenheit der Länder entlang des Stroms und unsere
gemeinsame Kultur erleichtern das gegenseitige Verständnis und sind
eine fruchtbare Grundlage dafür, dass Grenzen in den Hintergrund und
das Gemeinsame in den Vordergrund rückt", betonte der Minister. Im
Zuge der EU-Donauraumstrategie konnte Österreich mit den direkten und
indirekten Nachbarländern im Laufe der Jahre zahlreiche Kooperationen
aufbauen. "Dadurch können wir Doppelgleisigkeiten beseitigen, neue,
besser aufeinander abgestimmte Instrumente entwickeln und
Synergiepotenziale identifizieren und optimal nutzen."
Ein Teil der Konferenz ist den "erneuerbaren Energien" gewidmet. "Sie
sind von wesentlicher Bedeutung für eine intelligente, nachhaltige
und integrative Entwicklung des Donauraums. Hierbei stellen Forschung
und Entwicklung zentrale Schlüsselelemente dar", ist Töchterle
überzeugt. Wesentliche Voraussetzungen für einen ressourcenschonenden
und effizienten Einsatz erneuerbarer Energiequellen seien die
Weiterentwicklung "Intelligenter Netze" und entsprechender
Speichersysteme. Töchterle verwies auf das Know-how von
Wissenschaftlern in Österreich im Bereich erneuerbare Energien, etwa
den diesjährigen Wittgenstein-Preisträger Niyazi Serdar Sariciftci
von der Johannes Kepler Universität Linz.
Der Minister regte an, für die Konzeption, Koordination und
Durchführung der Forschungsaktivitäten sowie für Lehre und
Weiterbildung bereits bestehende Universitätsnetzwerke im Donauraum
zu nutzen, wie beispielsweise die Donaurektorenkonferenz oder das
Regionalnetzwerk für Süd- und Südosteuropa der Vereinigung
europäischer Universitäten für Lebenswissenschaften (ICA-CASEE).
"Forschung und Innovation müssen und werden in Zukunft einen noch
größeren Beitrag leisten, um die Wettbewerbsfähigkeit der
europäischen Wirtschaft und den sozialen Zusammenhalt regional
nachhaltig zu stärken", betonte Töchterle abschließend. "Wir müssen
gemeinsam gangbare und erfolgversprechende Antworten auf die vor uns
stehenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen
suchen." Der Verordnungsvorschlag zu den EU-Strukturfonds und die
allgemeine Ausrichtung zu "Horizon 2020" tragen aus Sicht des
Ministers zur Stärkung der Rolle von Forschung und Innovation in
Europa bei. "Horizon 2020" vereine die EU-Förderung von Forschung und
Innovation. Es wird - wie auch schon das laufende 7.
EU-Forschungsrahmenprogramm - unmittelbar auf die Förderung von
Exzellenz ausgerichtet sein. "Diese Exzellenzförderung wirkt als
entscheidender Impuls auch indirekt auf die Entwicklung einer ganzen
Region. Daher sollen diese Impulse bestmöglich auch für die regionale
Entwicklung genützt werden", so der Minister.
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Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Presse: Mag. Elisabeth Grabenweger
Tel.: +43 1 531 20-9014
mailto:[email protected]
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