• 09.07.2012, 09:17:54
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Diakonie: Südsudan: Krise spitzt sich zu

Ein Jahr nach der Unabhängigkeit immer mehr Menschen auf der Flucht

Wien (OTS) - Ein Jahr nach der Unabhängigkeit (9.Juli 2011) hat
sich nach Einschätzung der Diakonie Katastrophenhilfe die humanitäre
Situation im Südsudan stark verschlechtert. Die Beziehungen zwischen
dem jungen Staat und dem Sudan sind weiterhin angespannt. Viele
Streitthemen wie Grenzverlauf, Ölfelder und Gebühren für die
Öldurchleitung sind nach wie vor ungelöst. Immer wieder kommt es zu
gewaltsamen Auseinandersetzungen und gegenseitigen Beschuldigungen.
Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt die notleidende
Bevölkerung, fordert aber auch entschieden eine politische Lösung der
Konflikte.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bürgerkrieg haben die Menschen im
Südsudan 2011 die Unabhängigkeit gewählt. Der Streit um die
Öldurchleitungsrechte mit dem Sudan gipfelte darin, dass der Südsudan
die Ölförderung einstellte. Damit fallen 98 Prozent der staatlichen
Einnahmen weg.

Die ökonomischen Folgen für die Menschen sind Inflation,
Sparmaßnahmen und Mangel an staatlichen Basisleistungen. Gleichzeitig
steht der junge Staat vor großen Herausforderungen. 405.000
Rückkehrer aus dem Norden sind zusammen mit 170.000
Binnenvertriebenen zu versorgen. Außerdem leiden die Menschen unter
den Folgen von regionalen Überschwemmungen und Dürren.

Die Diakonie Katastrophenhilfe warnt vor einer Zuspitzung der
humanitären Krise und ruft dazu auf, die Betroffenen nicht zu
vergessen. In Südsudan unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe
sudanesische Flüchtlinge aus Südkordofan mit Hilfspaketen, die unter
anderem Grundnahrungsmittel, eine Plastikplane und eine Decke
beinhalten. Gemeinsam mit dem kirchlichen Netzwerk ACT-Alliance
bereitet die Diakonie weitere Maßnahmen zur Unterstützung von
Rückkehrern und Flüchtlingen aus den Grenzregionen vor.

Ein Jahr nach der Unabhängigkeitserklärung gerät der Südsudan mit
seinen zahlreichen Problemen zunehmend in Vergessenheit.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Unterstützung für ihre
Krisen-Arbeit im Südsudan.

Spendenkonto

PSK 23.13.300
BLZ 60.000
IBAN AT 76 60000 0000 2313300 / BIC OPSKATWW
Spendenzweck: Südsudan
http://www.diakonie-katastrophenhilfe.at/

Rückfragehinweis:
Roberta Rastl-Kircher, Diakonie Österreich, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: (+43) 1 409 80 01-14, Mobil: (+43) 664 314 93 95
E-Mail: roberta.rastl@diakonie.at

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