• 07.07.2012, 08:00:34
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"profil": Die Evaluation der Wiener Theaterreform ist abgeschlossen

Der umfangreiche Bericht bestätigt die Reform zwar, weist aber auf zahlreiche Schwachstellen hin

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, ist die von Kulturstadtrat Andreas
Mailath-Pokorny (SPÖ) in Auftrag gegebene Evaluation der Wiener
Theaterreform abgeschlossen. In der Studie werden auf 127 Seiten
maßgebliche Entwicklungen in der Wiener Bühnenlandschaft seit 2004
dokumentiert.

Die heimische Szene ist laut dieser Studie international besser
vernetzt, die Zahl der Eigenproduktionen und vor allem jene der
Koproduktionen hat zugenommen (eine Verdreifachung innerhalb der
vergangenen acht Jahre). Ein überraschender Befund ist für
Evaluationsleiter Christian Schober die "geringe Anzahl an
Aufführungen pro Produktion": Es wird stetig mehr produziert, die
Arbeiten werden aber kürzer gezeigt. Die Studie beklagt zudem, dass
es kaum nationale Nachspielmöglichkeiten gibt. Ein weiterer
Schwachpunkt der Reform ist der unterdotierte Projektfördertopf,
während die Zahl der Anträge stetig stieg, sank das Budget. Beklagt
wird von Theaterschaffenden auch die fehlende Transparenz bei der
Struktur- und Standortförderung. In Sachen Effizienz schneiden
Mittelbühnen und Gruppen deutlich besser ab als die Großbühnen. Die
Bezuschussung der Großbühnen durch die Wiener Kulturabteilung ist pro
Kopf und Abend auf 57 Euro gestiegen, während sie bei den
Mittelbühnen bei rund 25 Euro konstant blieb.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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